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Nandhartinger 327 Nandhartingtr
„Die Todtenuhr", Gedicht uon l3bendemsel>
den". — „Im Traume", von Heine. —
„Der stille Zecher", nun RupertuS, 0°. 61
(Wien, bei Wihendorf). — „Reiterlied für
Toskana-Dragoner", 0?. 63. — „Schleich,
Händler Chor" , Gedicht uon Ruuer tus ,
0z>. 66, — „Meine Klage", für Alt oder
Bariton", vv. 68, — ,,2<U7i ^u!), ?«<: a-s«nü>"
(Mein Leben, ich liebe dich), von Lord N y<
ron. — „Tcheibenschützenlied", von Kobell.
— „Kukuk", uon Nuvertus. — „Mein
Gigen", Gedicht von Em. Gelb ei, fĂĽr eine
Altstimme". — „Erstes Lied aus König En-
zio", uon Naupach". — „Zweites Lied
aus König Enzio", uon Ebendemselben. —
„Am Strome", für Sopran oder Tenor. —
„Das Mädchen uon Athen", für eine Sing»
stimme. — ,<3u,a?äa ebs dillnoa luua",
von Ni to re l l i (Wien. Mechelti). — „Das
Glück im Sande", von Vaumann. —
„Der Kobold", uon Ju l ius. — „Die Pap-
peln", uon Manfred, —„Der Gondolier",
von Uffo Horn, — „Liebesglück", uon Ko-
bell, — „An die Entfernte", von Goethe.
— „Da lustigi Iaga", in österreichischer
Mundart", oon I , G, Seidl , zwri Lieder,
0z>. N2. — „Tiroler Schühmlied", Gedicht
von Meß», er, für Männerchor mit Piano'
forte, 0z>. l!3 (Innsbruck l«L0). — „Spä>
tes Erkennen", von Baron Zedlitz- ^ „Der
Nachtwandler" , uon Iaques, — „In's
stille Land", von S al is" (zum Andenken
an seinen Freund Fr. Schubert vierstim'
mig componirt) (Wien, Pcnnauer), — „Vier>
händige Variatione»" (Wien, M. Artaria),
— „^2^X1^ ^^V»^IK^, oder griechische
Volksgesänge", in vier Heften. — „Vierstim»
miger Festgesang an König Ot to von Grie-
chenland". — „Vierstimmige griechisä)e Kir>
chenmusit", in sechs Bänden. Es ist dieß
eine uon der Sammlung vierstimmiger Kir-
chenlieder, welche der Vice»Hofcapellmeister
Gottfried Preyei herausgegeben und wel<
cher in Preyer'6 Biographie l,Bd, XXII I ,
S. 283^ gedacht wurde, ganz verschiedene
Sammlung. Die Geschichte ihres Ursprunges
ist folgende: Als R. eines Tages der Ein-
ladung seines Freundes, des Consuls Mar>
tyr t , folgend, die altgriechische Kirche auf
dem alten Fleischmarkte in Wien besuchte,
äußerte er negen Mar ty r t , baß ihm dieser
Gottesdienst ohne erhebende Musil und in
durchaus nicht wohlthuender Einförmigkeit gar
nicht gefallen habe. Mar ty r t erwiderte, daĂź es
schwer sei, darin eine Aenderung zu veranlas» sen, weil sich an dem alten Herkommen nicht
rütteln lasse, „Dieß sei ja gar nicht noth»
wendig", belehrte ihn Randhart inger,
es habe nichts weiter zu geschehen, als daĂź
die ursprĂĽnglichen alten griechischen Melodien
in einen vierstimmigen Gesang umgewandelt
wĂĽrden. Diese Idee fand bei M a r t y r t
Eingang und dieser wuĂźte sie auch einigen
Kirchenvorstehern annehmbar zu machen. Nun
erhielt R, den Auftrag, den von ihm ange>
regten Gedanken auch auszufĂĽhren. R ging
sofort an's Werk, lieĂź sich uon einem der
Vorsänger die einzelnen Melodien vorsingen,
brachte sie nach dieser etwas primitiven Me»
thode so gut es ging zu Papier, arbeitete sie
dann in einen vierstimmigen Gesang um
und componirte in solcher Weise zuerst die
Liturgie fĂĽr alle Sonntage. Nei Consul
Mar ty r t fand in Gegenwart der Archi»
mandriten und ĂĽbrigen Vorsteher die erste
Probe statt, welche allgemeinen Beifall fand.
Die erste öffenlliche Aufführung in der Kirche
ging in der darauffolgenden Christnacht l844
vor sich. Die Theilnahme an dieser glück»
lichen Neuerung war eine große und allge»
meine und Randhart inger erntete fĂĽr
seine glĂĽckliche Idee ehrenvolle Anerkennung.
Aufgemuntert durch diesen Erfolg, ging nun
R. an die weitere Arbeit und vollendete in
gleicher Weise die Ritual'Gesänge zu sammt,
lichen griechischen Kirchenfesten, welche als>
dann in sechs Bänden im Drucke erschienen
sind. Seit 26 Jahren wurde diese griechische
Ritualmusit in den meisten Städten Euro-
pa's, welche griechische Kirchen haben, ein>
gefĂĽhrt. In letzterer Zeit haben sie auch be>
reits in Asien und Amerika Aufnahme ge>
funden. — „Vierstimmige protestantische Fest.
gesängc" (Staatsdruckerei), Im Jahre !8iO
wurde R. uon dem protestantischen Pfarrer
in Trieft aufgefordert, fĂĽr die dortige Ge>
meinde Kirchengesänne für alle Iahresfeste
auf vier Singstimmen mit Orgelbegleitung
zu componiren; der Trrt dazu wurde uon dem
Pfarrer geliefert, R, vollendete diese Arbeit,
welche auch im Drucke erschien, — „Latei-
nische Kirchengefänae, componirt für die
Studilenden an der Nniuersität"; — ein
Offertorium fĂĽr eine Sopranstimme mit Oc<
gelbegleilung (Brüssel, Katto); — zwe!Offer>
torien fĂĽr eine Altstimme mit Orgelbeglei-
tung (Wien, Glöggl); — Trio für Piano»
forte und Violoncell (Wien, Artana). —
„Offertorium - „Huein kämocluN äe«Meil>,t",
fĂĽr Alt und Bariton mit Phyeharmonila
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Prokop-Raschdorf, Volume 24
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Prokop-Raschdorf
- Volume
- 24
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1872
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 450
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon