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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Prokop-Raschdorf, Volume 24
Page - 334 -
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Page - 334 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Prokop-Raschdorf, Volume 24

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Nanger 334 Nangger vorhanden. Obgleich auS Tirol gebürtig, hatte er doch die meisteLebenszeit in Croa- tien zugebracht. Wie er dahin gekommen, wie er Mönch deS Paulanerklosters zu Lepoglava bei Warasdin geworden, wo er die Malerei erlernt, in welcher er nach den noch vorhandenen Arbeiten zu schlie» ßen, keine gewöhnliche Geschicklichkeit be- saß, über alles dieses geben die Quellen, die über ihn berichten, keine nähere Aus» kunft. Von seinen Arbeiten find noch mehrere vorhanden, so in der bei dem Schlosse Bclz befindlichen Kirche einige im Jahre 4739 gemalte Bilder mit Dar» siellungen aus dem Leben der h. Maria I in der Nähe des Altars deS h. Stephan mehrere Scenen aus seinem Leben; in der Sacristei Scenen aus dem Leben Jesu: „3ilGllulr<b!>l!5ti", „Hie Hochzeit zn «saliläll", ,3er Oinzng In Ieinsllltm". Im Jahre 1742 schmückte er die Kirche des Klosters zu Lepoglaua, in welchem er als Mönch lebte, mit seinen Werken. Auf der Wölbung malte er in ireZoo die „uier Goungelizten" mit vielen Engeln und architektonischen Zierathen, an den Wänden zur Rechten und zur Linken sieht man auf ersterer ,,Ie«n« tieibt die Krämer unz dem Oempel", auf letzterer: „Jesus unter den schriftgelehr- jen". Im folgenden Jahre malte er 20 Bilder mit Darstellungen aus dem Leben Jesu, und 14 andere mit Scenen aus dem Leben der h. Einsiedler. Im Jahre 1760 führte R. die Frescen in der St. Georgscapelle bei Lepoglava aus, sie stellen den „P. Grurg", den „2Z. Zutun« und die „Hchmerzlmtte Mutter Gotte«" dar. Auf der, Wölbung malte er die „vier Guan- gellsten", die „nier Rirchenniiter" und auf dem Chöre die „y. Himlia". Im Jahre 1762 aber malte er in der St. Johannes- kirche zu Lepoglava die Fresken um den Altar deS h. Florian. In dem Werke von Bedekovich: fa ta le «olum L. llieron^mi" findet man auf B. 39» eine Abbildung des Hochaltars in der Kirche von Strigau mit der Unterschrift: In Benger's handschriftlichem Werke: , mo- Orä. 8. ?2,uli Dr. ?rov. Oroato Llavonioae" findet sich über Ranger's Ableben folgende Notiz: „H.. 1733. odiit lwo nnno äie 27. kel. lrater ^o«,nn«8 nations ^rolsnsiL, I'lotor i lisli^iosUL oiitiiQUL, HetatiL c>. 83." Vielleicht stammt Johannes Ranger aus derselben Familie, zu welcher der Ti» roter Landesuertheidiger Joseph Rang. ger s^s. d. Folgenden^ gehört, denn die verschiedene Schreibart mit einem und mit zwei g hat eben nicht diel zu sagen, nikkli, MLoslavonükiK, d. i. Lm'tun der süb> slavischen Künstler (Agram tljüü, Ljud. Gaj, Lex, 8°.) S, 2«i, Rangger, Joseph (Ti ro ler La,!' desuertheidiger, geb. in Tirol im Jahre 1772, gest. zu Wi l ten am 11. October 18!,8). Leble auf seinem An» Wesen mit Landwirthschaft beschäftigt. Im Jahre 1796, damals 24 Jahre alt, ;og er in'S Feld und zwar als Gemeiner im» ter Hauptmann Philipp von Wörndle an den Lechfluß, wurde noch im nämlichen Jahre Unterofficier und zog nach Riva am Gardasee. Im folgenden Jahre stand er bereits als Officier im mörderischen Gefechte bei SpingeS. Von da an machte er alle Züge seiner Landsleute in den Jahren 1799, 1801 und 1808 mit. Eine besonders hervorragende Thätigkeit ent» wickelte er im Jahre 1809. In diesem Jahre wurde er Untercommandant und war stets in der Nähe Andreas Hofer's, damaligen ObeccommandantenvonTirol.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Prokop-Raschdorf, Volume 24
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Prokop-Raschdorf
Volume
24
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1872
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
450
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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