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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Prokop-Raschdorf, Volume 24
Page - 353 -
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Page - 353 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Prokop-Raschdorf, Volume 24

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363 der wenigen Exemplare, welche lurze biogra» phische Skizzen jener Autoren enthalten, von denen Beiträge im Album abgedruckt stehen^. — Presse l8N3, Nr, 314. in den „Wiener Nachrichten". — Der Vater des Schriftstel. lers Emerich R. und des Malers Gustav R,. Joseph Rnnzoni (geb, zu Mailberg in Niederösterreich 15 April 1791), hörte in Nien die Rechtswissenschaften, welche er im Jahre «813 beendete. Im Jahre 18!» trat er in die Dienste des Stiftes Göttweih, wo er zuletzt die Stellc eines Hofrichtecs und Amtmanns bekleidete. Im Jahre <84l trat er aus dem Dienste des Stiftes und über» nahm die Kanzlei» und GüteoDicectorstelle bei dem Staatökanzler Elemens Fürsten Metternich und seit dessen Tode bei dem Sohne, dem Fürsten Richard, Gegenwältig lebt er im Ruhestande zu Wien. Joseph R, war ein ausgezeichneter Jurist und wurde bei den wichtigen, den Kaiserstaat betreffenden Qrganisirungsarbeiten, weiche im großen Umfange unter Minister Bach stattfanüen, wiederholt zu den Berathungen beigezogen, — Sein Bruder Johann Nan> zoni <ncu. zu Stockerau l?U9, gest. zu Wien im Jahre l8L!>) ,uib,„ete sich nach in Wien beendeten Studien dem praktischen Dienste im Iustizfache, wurde zuerst Justitiar in Seissenecl, dann Hofrichter in Melk und als solches im Jahre 1848 in das Frankfurter Parlament gewählt. Im Jahre 185« trat er als Landesgcrichtsrath in den Staatsdienst über und bekleidete zuletzt die Stelle eines LandeiLerichts'Prälldentm zu St. Polten. In das Frankfurter Parla»ients>Aldum schrieb beherzigenswerlhe Worte: „Willst du die Frei» heit, bekämpfe die Frechheit uno lern dich beschränken. Willst du des Volkes wahreS Wohl begründen, s.) schaue dir sein Leben und Treiben an, bchorche seine Hoffnungen und Wünsche, darnach bemcffe deinen Neubau. England wurde und blieb groß, weil seine Weisen im Rathe niemals für schimmernde und glänzende Theorien gekämpft, niemals Parteiunaen gehuldigt, sondern der Volks» stimme und dem Volksbedürfnisse rücksichtslos und ohne Scheu vor Opfern nachgegeben haben. Willst du Deutschlands Einheit, so beginne nicht es zu zerreißen, und sollte sich diese Einheit in einer andern Form ausprägen wollen, als du geträumt oder geschwärmt hast, sei unbesorgt, träne dem freien Volks. Heiste Rechnung und vertraue der Zukunft; im Vülkerleben rechnet man nicht nach Tagen oder Wochen. In welcher Form auch dein deutscher Bruder zu dir stehen will, streite nicht mit ihm,- wo es Deutschlands Größe und Herrlichkeit gilt, werdet ihr sie doch beide vergessen Noch einmal, deutscher Bruder! laß dich beschwören! misse Keinen, gib Keinen auf, aus dessen Munde die Sprache reiner Väter klingt, in dessen Gemüth die deutsche Treue und Innigkeit lebt. Melk in Niedei. österreich, den '. März «549, I . Ranzoni. Äbg, zur deutschen Nal, Versammlung des Melker Wahlbezirkes". RllNzoni, Gustav (Landschafts- maler, geb. ;u Nnternalb in N!eder> österreich 10. Mai 1826). Bruder des Schriftstellers und Kunstkritikers Eme> rich R. Besuchte in Wien das polylech- nische Institut und die k. k. Akademie der Künste, in welch letzterer van der Nul l und Siccardsbuig seine Lehrer waren. Nis zum Jahre 1864 war er als Ingenieur und Bauunternehmer thätig, beschäftigte sich aber nebenher auch mit der Malerei, der er sich später ausschließ» lich widmete, so daß er gegenwärtig zu den beliebtesten Landschaftern WienS zählt. Erst in neuester Zeit (1871) kaufte die Akademie der bildenden Künste in Wien sein Gemälde: „Vor dem Gewit» ter" an. Schon seit dem Jahre 1888 stellt der Künstler seine Werke in den IichreS-Ausstelliingen der k. k. Akademie dcr bildenden Künste bei St. Anna in Wien, in den Monals-Ausstellungen deS österreichischen Kunstueieins, in den AuS- stellungen des Künstlerhauses und in den von demselben veranstalteten großen in- ternationalen Ausstellungen aus. Von seinen Arbeiten waren bisher zu sehen in den Jahres» Ausstellungen bei St. Anna. 1859: „Mkndlandschllit" (Motiv vom Karst) (80 fl. ö. W.)'. — „MargenIMchntt" (Motiv aus Nieder- österreich) (130 fi. ö. W.); — „3°ud. öchlltt" (Motiv aus Niederösterieich) v.Wur,bach,biogr,?mkon,XXIV. IGedr. ll.August.872.^ 23
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Prokop-Raschdorf, Volume 24
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Prokop-Raschdorf
Volume
24
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1872
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
450
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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