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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Prokop-Raschdorf, Volume 24
Page - 367 -
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Page - 367 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Prokop-Raschdorf, Volume 24

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367 erwähnen den Dichter nicht, obwohl ver» schiedenrLiteralurblätter seinen poetischen Werken gerechte Würdigung angedeihen laffen. ^Vergleiche die später folgenden Urtheile über seine Dichtungen.^ Noch sei hier beineckt, daß durch die Bemühung von Nappaport bald. nachdem sich in Wien ein Comite zur Errichtung eines Schiller-DenkmalS daselbst gebildet, auch in Lemberg ein Comit6 in's Leben trat, waches sich die Aufgabe stellte, durch Theatervorstellungen, öffentliche Vor» lesungen u. dgl. m. die Errichtung dcs SchilleoDenkmalS in Wien zu fördern', diesem Comit6 gehörten als Vice-Präses Di-. Smolka, der polnische Schauspie» ler S m och owski , der polnische Dich' ter Cornel Ujejski u. m. A. an. Aber außer einem Aufruk in polnischer und deutscher Sprache hat dasselbe bisher kein weiteres Lebenszeichen gegeben. Die Schuld dieses traurigen Ergebnisses liegt nickt an dem Gründer, sondern wohl zunächst an den politischen Wirren, welche die Spalmng der einzelnen Nationalitä« ten im Kaiserstaale imme: greller ausein» ander klaffen machen. Kurz (Heinrich), Geschichte der deutschen Lite» rcitur mit ausgewählten Stücken aus den Werken dcr vorzüglichsten Schriftsteller (Leip. zig, V, G, Tcubner. schm. 4",) Bd. IV, H. 3!18, — O e st e r r e i ch i s ch c 6 Archiv für Geschichte u. s, w, Herausg, von Ried ler (Fortsetzung des H o rm a y r'schen, Wien, 4».) Iahrg, <«32, S. 3tU. — Blät ter für lite. «-arische Unterhaltung (Leipzig, Brockhaus, 4°) <8L3. Nr, 29. — Wiener Mit thei lungen, Zeitschrift für israelitische Culturzustände, Heraus« von Dr. M, Lettcris (4».) VII . Jahr«. (l8ü0), Nr. <8. — Wiener Z eitschrift, begründet von Schickh, fort» gesetzt uun Wit thnuel (8».) 1842, S, !47l. — Fr an kl (Ludwig Aug,), Sonütagsblätter <Wicn. 8°.) I I . Jahrg. («««). V, »78, — Der Osten (Wiener polit. Wochenblatt, 4«,) 18«», Nr, 2l. — Porträt. Ein wohlgetcoffel ues Vildniß des Dichters, mit dem Facsimile seines Namenszuaes: Dr. Moriz Nappapoit, enthüll die oben »ngefüktte Literuturgeschichtl- non Heinrich Kurz, Vd IV, S. ÜZ», Literarischc Clia«kteM!!i dc« Dichter, Nappaparl. Heinrich Kurz schreibt über den Dichter: „Sein epische« Gedicht „Mose" er> warb ihm rcroienten Vcifall, Wenn auch dcr Wechsel der Form nicl't zu billigen ist - der erste und fünfie Gesang sind in lZaiuo^ nen. die mittleren Oesän>,e in Oc!a>?en ab> gefaßt — we»n nuch chrl?,n'lllaische L rM Iun„ einer Lebens.ieschichte l^c künstlerische Gestaltung nicht aufkommen >äftt, so hat der Dichter dagegen sichern Tact und «Heschniack darin bewiesen, daß er nur tie wichtigsten Momente auS oem Leben des großen Gesetz' geberS behandelt und manche Emzellcheiten übergeht, die wegen ihrer poetischen Veocut- samkeit manchen andern Dichter zur Veband» lunss gereizt hätten, wodurch aber dae Eben» »iah oec Tichtung verloren ne^nuien sein würde, Tie Tichtun,, ist glcichiüäiiig vo,i celigioskr und poetischer Begeistenmc, qetra^ gen; man fühlt e? ihr bald m>. daß der von tiefer Verehrung für dr» großen Pr» pheten durchdrungen ist, der d,'.5 Gesetz per» kündigte, zu dem er sich nach so oitlen Jahr. taufenden bekennt. Eine merkwürdige und einigermaßen auch seüsamr Erscheinung ist ein zweites Gedicht, „Vajnzzo" <^,-pzi« 18L3), Es besteht dasselbe aus zwei Äblhei. lungen, deren erste eigentlich a>S Änh.ing ;ui ziuciten gedacht werden sollte. In dieser näm» erzählt, die in ü'olgr i^'i Verschiedcnheit in den religiöse» Ansicht?» der einzelnen Mit- glieder untergeht. Der Vater, ein polniscker Jude und reicher Kaufmnnn, ist durch tiefes und gemüthreichen Frau. ein^r Deutschen, zu geläuterten Ansichten gelangt,- ihm steht ein Gebräuchen hängt und durch die Mucht seiner Ncde und stinec Ueberzeugung es dahin bringt, daß Jener uo» Zweifel» gefoltert wird. Der Ge>>s,!s,itz dcr beiden Ansichten ist mit Talent und Geist dargestellt, und der Dichter hat die entgegengesetzten Meinungen mit so klarer Objectioität ausgesprochen, die Gründe und Gegengründe mit solcher Schärfe entwickelt, daß man in Bezug auf dessen eigene im Zweifel wäre, wenn nicht das Ende auf das Entschiedenste dacthnte, daß er den reformalorischen Bestrebungen im Schoohe des Iudenthums zugethan ist. Von wesein»
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Prokop-Raschdorf, Volume 24
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Prokop-Raschdorf
Volume
24
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1872
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
450
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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