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Nappoldi 369 Naschdorf
Brück, wo er sich durch seine umsichtige
und rastlose Thätigkeit ein ehrenvolles An»
denken begründete. Sein Nekrolog rühmt
ihm nach, „daß er einer jener seltenen
Männer war, die durch ihr Beispiel leh>
ren, wie viel Großes in kleiner Sphäre,
wie viel Gutes und Schönes sich mit
richtiger Anwendung auch scheinbar ge»
ringer Kräfte an jeder Stelle, in jedem
Stande wirken und schaffen laffe". R.
war Mitglied der steirischen Landwirth'
schaftsgesellschaft, des innerösterreichischen
Industrie» und Gewerbevereins, des stei»
rischen Musikvereins, der historischen
Vereine für Steiermark, Kärnthen und
Krain. Für sein verdienstliches Wirken
wurden ihm zahlreiche Belobungen,
Dankadressen, Bürgerrechte und Allerh.
OrteS daS goldene Verdienstkreuz mit der
Krone zu Theil, womit er am 18. August
188V in Leoben feierlich geschmückt
wurde. AuS seiner im November 1822
geschlossenen Ehe hinterließ er acht meist
unversorgte Kinder.
Großer Zeitung 5853, in einer der Jänner»
Nummern im Feuilleton: „Michael Rappers»
dorfer. Nekrolog". Von Vr. Nudolph Puff,
Rllppoldi, Eduard (Viol in-Vir-
tuose, geb. zu Wien 21. Februar
1839). Zeigte in früher Jugend mufika»
lisches Talent und erhielt deßhalb früh-
zeitig Unterricht in der Mustk, u. z. im
Violinspiele von dem tüchtigen Iansa
ss. d. Bd. X, S. 87) und kam im Jahre
1881 zur weiteren Ausbildung an das
Wiener Conservatorium. Nach beendeten
Studien trat er in einigen Concerten
öffentlich auf, machte dann auch in den
Jahren 1886 und 1838 Kunstreiscn
durch Oesterreich und Oberitalien, wo er
überall seines fertigen und geschmackvol-
len Spieles wegen Beifall erntete. Später
erhielt R. eine Anstellung bei dem
v, Wurzbach, biogr.Leriton. XXIV. s.Gedr.
Orchester deS Wiener Hof-Operntheaters.
nach einiger Zeit aber — um 1868 —
einen Ruf als Concertmeister nach Braun-
schweig, wo er wohl noch sich befinden
mag'.
Neues Uniuersal'Zerikon der Tonkunst.
Angefangen von Dr. Julius Schladebach,
fortgesetzt von Eduard Nernsdorf (Dres>
den l85?, Nob. Tchäfer, «r. 8°.) Vd I I I ,
S, 28».
Rllschdlllf. Bernhard (gelehrter Je»
suit, geb. zu Kamenz in Schlesien
20. November 1683. gest. zu Prag
17. April 1789). Trat im Alter von
l7 Jahren. 1700, in den Orden der
Gesellschaft Jesu, in welchem er, während
er die eigenen Studien beendete, zugleich
im Lehramte thätig war. Er trug an
verschiedenen Collegien des Ordens, zu
Prag, Olmütz u. s. w. folgeweise latei»
nische Sprache, Dicht» und Redekunst
durch 7 Jahre. Philosophie 6 Jahre,
dann Kontroversen, heil. Schrift und
höhere Theologie 18 Jahre, im Ganzen
32 Jahre vor. Darauf wurde er Vor»
steher der theologischen und übrigen H5>
heren Studien, welches Amt er durch
16 Jahre bekleidete, und zuletzt lieotar
llollLFiarum. Auf diesem Posten, den er
durch 7 Jahre versah, ereilte ihn ein
plötzlicher Tod. Als er nämlich nach ver-
richteter Messe den Armen Almosen aus»
theilte, stürzte er, vom Schlage getroffen,
todt nieder. Die von ihm veröffentlichten
Werke sind: „
ei
1722,
'o" (Oiomuoii 1726);
2.->
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Prokop-Raschdorf, Volume 24
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Prokop-Raschdorf
- Volume
- 24
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1872
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 450
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon