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Neinlein 237 Neinlein
ten beider Künstler ist Näheres nicht
bekannt.
Tiiolisches Künstler<Lerilon oder kurze
Lebensbeschreibung jener Künstler, welche ge<
borne Tiroler waren u. s. w. (Innsbruck l830,
Felician Rauch, «».) S. 206. — Nanler
(O. K.-^i-.). Neues allgemeines Künstler«
Lexikon (München 1839, E. A. Fleischmann.
8») Bd. XII, S. 40ü.
R^illlein, Jacob von (Arzt, geb.
zu Amberg in der Oberpfalz 30. Mai
1744. gest. zu Wien 3. August 1816).
Nachdem er die ersten Studien in seiner
Heimath beendet, kam er im Jahre 1763,
damals 19 Jahre alt, nach Wien, wo er
an der Universität dem Studium der
Medicin oblag und im Jahre 1768
daraus die Doctorwürde erlangte. Nun
besorgte er ein Jahr lang die Kranken
in der Caserne in der Alservorstadt und
kam dann im Jahre 1769 als Feld-
staböarzt nach Pauia, wo er zugleich die
Aufsicht über die Lazarethe in Mailand,
3odi und Como besorgte. Nach fünfjäh.
riger Wirksamkeit in Italien kehrte er
im Jahre 1774 nach Wien zurück, wo
ihn Störck, der damals als Nachfolger
Van Swieten's die höchste ärztliche
Stelle im Kaiserstaate bekleidete, als
Arzt des spanischen Krankenhauses und
zugleich als Lehrer an der Chirurgen»
schule anstellte. Im Jahre 1787(23. Juli)
folgte er dem berühmten Maximilian
S t o l l als Kliniker an der WienerHoch»
schule und wickle als solcher bis zum
Jahre 1796, in welchem Peter v. Frank
nn seine Slelle trat. Im Jahre 1814
trat R. in den Ruhestand über. Rein»
lein war auch im arztlichen Fache schrift»
stellerifch thätig; als Inaugural.Differ»
tation bei Gelegenheit seiner Doctor»
Promotion gab er hecauö: „ ^ l
(Viennao 1768, ^rktwer, 8°. maj.).-
dann folgten: „Dmlesebnch über die Anklinge der ArzneimizZenlchllft tnr Wnndiiizte" (Wien
1783, Trattner, gr.8».)-, — „Meduinilch.
pnthlllllgl5che3 VlllllSrlülch liir Wundärzte" (ebd.
1803, v. Moöle, gr. 3°.)l — „
181,2, v. ^lözlL^ 8l>. ina)'., «uin ü^.),
auch deutsch: „Ninurknngen nbir den Tr»
«firniß, die Gntmicklnng n. 3. w. und Heilart
des Vnndwnrm« in din Ocdürmen de« Minzchen"
(Wien 1812, 8«.. mit 1 K.; neue verm.
Aufl. ebd. 1832): — „Unr,« VmriZZ der
Pliqsilllllgie at>er der Untnrlclire d« Menschen
llls ein untrüglicher Spiegrl zur Nenntni«? seiner
zelnst" (Wien, 8«.). Ueber Reinlein'S
wissenschaftliche und ärztliche Thätigkeit
fällt ein glaubwürdiger Fachmann, wie
Dr. I . F.C. Hecker in seiner „Geschichte
der neueren Heilkunde", folgendes Ur»
theil: „Reinlein hat sich niemals, wie>
wohl von Störck so begünstigt, daß
er selbst zum Nachfolger St oll 's er>
nannt wurde, über die Mittelmäßigkeit
erhoben." Neinlein kam im Jahre
1812 um die Erhebung in den erblän»
bischen Adelstand ein, welcher ihm cnich
mit kaiserlichem Diplom vom 24. August
1812 verliehen wurde. In die Familie
desselben kam auch in den Jahren 1864
und 1870 der Ritter» und Freiherr»
stand mit dem Prädicate von Marien»
bürg, die Träger desselben besitzen
jedoch für dieses Werk gar keine Bedeu»
tung.
Aoelstanda'DiplllmaHo. 24, August !8l2.
— Heller ( I , F. C. Dr.) Geschichte der
neueren Heilkunde (Berlin «839, EnSlin, 8°.)
S. 5«8. _ (De Luca) Das gelehrte Oester.
reich. Ein Versuch (Wien i?78, u. Tratt,
nein, »".) I. Bd«, 2. Stück, S. 44. — Pog,
gendorff ( I C,), Viographisch'literarische«
Handwörterbuch zur Geschichte der ezacten
Wissenschaften (Leipzig l8»9, I. Ambr. Barth,
8i, 8«) Bd. I I , Sp, «93, — Oesterrei.
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Rasner-Rhederer, Volume 25
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Rasner-Rhederer
- Volume
- 25
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1868
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 446
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon