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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rasner-Rhederer, Volume 25
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Page - 249 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rasner-Rhederer, Volume 25

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Neislin 249 Neisiin gest. zu Olmütz 4. November 1861). Kam im Jahre 1801, damals 17 Jahre alt, als mittelloser Student nach Wien, wo er die philosophischen und medicini schen Studien beendete und im April 1810 die Doctorwürde erlangte. Nun wirkte er als Secundararzt im Wiener allgemeinen Krankenhause, erhielt im Juni 1813 das Lehrfach der theoretischen Medicin an der medicinisch'chirurgischen Lehranstalt in Olmüh, daö er im folgen» den Jahre mit jenem der praktischen Medicin vertauschte. Zugleich war er Primararzt des Olmüher allgemeinen Krankenhauses und versah unentgeltlich durch 34 Jahre die Stelle eines Ober» Vorstehers der Kranken», Gebär, und Findelanstalt, wurde 1822 Rector deS Lyceums und wirkte durch drei Jahre als" provisorischer Director der medici» nisch-chirurgischen Lehranstalt. Im Jahre 1869 leistete er in Wien in den mit österreichischen Verwundeten überfüllten französischen Militärspitälern. in den Jahren 1813 und 1814 im Militär- spitale zu Kloster Hradisch, endlich im Jahre 1831 während der furchtbaren Cholernepidemie in Wien die ersprieß» lichsten Dienste. Auch behandelte er den Eardinal-NrzbischofErzherzogRudolph in den Jahren 1828 und 1829 in zwei lebensgefährlichen Krankheiten mit dem glücklichsten Erfolge. Während seiner Lthramtsthätigkeit, die fast ein halbeö Jahrhundert hindurch währte, schaffte er auS eigenem Vermögen die erforderlichen Lehrmittel, um den Unterricht so nutzbar als möglich zu machen. Sein Nekrolog und das AdelS-Diplom erwähnen auch von schriftstellerischen Leistungen im Ge> biete der Heilkunde, Näheres darüber fand ich jedoch weder in den Katalogen, noch in den Quellen, die über ihn und fein Leben handeln. Für seine Verdienste um die leidende Menschheit und um die Wissenschaft wurde er im Jahre 1860 in den Adelstand mit dem Prädicate von Sont hausen erhoben und mit Allerh. Entschließung vom 14. August 1861 mit dem Ritterkreuze deS Franz Ioseph-Or» dens ausgezeichnet; die Commune der Stadt Olmütz aber hatte ihm das Ehren- bürgerrecht üerliehen. R. starb im Alter von 77 Jahren und hinterließ einen« Sohn Karl (geb. 1818), gegenwärtig k. k. Ministerialrath und Kanzleidirector im ReichSfinanzministerium. der im Jahre 1872 den Mittelstand in seine Familie brachte. Karl Ritter von ReiSlin ist (seit 8. Juni 1882) mit Anna Wal> lenda vermalt und stammt auS dieser Ehe ein Sohn Emil (geb. 23. Novem> ber 1883). Adelstands» D ip lom üäo. 28. Juli l8L0 für Nr. I ohnnn Rcis l in . — Ritter» stand «»Diplom cläo. 9. Jänner 1872 für dessen Sohn Kar l von NeiSl in. — Wie» ner Ze i tung lLLl. Nr. 27«, S, 424« ? Nelrolug — Nitterstnuds-Wn^cn. Ein ge.- uierteter Schild, In dem obern rechten gol, denen Felde ein offenes Buch »nt rothe»« Schnitt und schwarzem Einband, worauf ein sünflnotiner Stab mit einer grünen, einwärts aufgeringeltcn Schlange pfahlweise aufgestellt ist. I,ü ouere» linken rothen Felde ein grüner Cichenlranz mit weißem Bande, dessen beide eingespitzte Cnde von einander niederwärts auflattern. In dem untern rechten blauen Felde e!n natürlicher, einwärts aufspringen, der Hirsch. In dem untern linken silbernen Felde ein auergestceclter natürlicher Hausen, überstiegen uon einem goldenen Stern. Auf dem Hauptrande des Schildes ruhen zwei gekrönte Turniechelme, von dem rechtsseitigen hängen rothe mit Gold und »om linksseitigen blaue mit Silber unterlegte Decken herab. Die Helmtrone zur Rechten trägt einen offe> nen, recht« von Nolo über Noth und lintS abgewechselt qucrgetheilten Adlerflug, welchem ein Schlangenstab, ähnlich dem im Schild« ersichtlichen, pfahlweise eingestellt ist. Aus der Helmtrone zur Linken springt ein natü» licher Husch hervor. Unter dem Schilde ver> breitet sich ein rolheS Band mit der Devise:
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Rasner-Rhederer, Volume 25
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Rasner-Rhederer
Volume
25
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1868
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
446
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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