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Remde 274 Nemedelli
schlusse, die Medicin zu siudiren. Nr
begab sich i:, Folge dessen nach Pesth
und begann dort im Jahre 11839, im
Aller von 45 Jahren, das medicinische
Studium, erlangte die Doctorwürde und
ließ sich als praktischer Arzt in Wien
nieder. Aber nickt lange war es ihm ge»
gönnt, in dieser Eigenschaft zu wirken. I m
Alter von 49 Jahren raffte ihn der Tod
dahin. Er hinterließ eine Witwe mit zehn
unversorgte» Kindern in der bedrängtesten
Lage. Die Quellen, die über sein Leben
Nachrichten enthalten, berichten, daß er
auch Schriftsteller gewesen. Von seinen
Arbeiten nach dieser Richtung ist mir nur
sein Vorlesebuch in lateinischer Sprache:
1817, Keroiä, 8».) bekannt.
Remboldt , der in Penzing bei Wien
starb, ist auch auf dem Friedhofe daselbst
begraben. Sein Schüler Freiherr von
Sina ließ ihm daselbst ein Denkmal
errichten, welches mit der folgenden, von
dem österreichischen Dichter Johann Ga-
briel Se id l verfaßten Inschrift ge>
schmückt ist: „Der Wahrheit glühendster
Verehrer > Und jeder Lüge offner Feind^
Geliebt als Mensch, geschätzt a>S Lehrer j
Als Gatt' und Vater heiß beweint j
Ruht er vom Kampf nun aus im tzrie»
den I Den ihm kein Vorwurf stören
kann j Er hat sein Ziel erreicht hiernie-
den j Er lehrte, lebte, starb — als
Mann'."
Hesperus (belletr. Bllltt, 4«.) !82S, Nr, l»5;
l«2S, Nr, l36; <82?. Nr, <20; l«3u. Nr, 288.
— Franll (Ludwig Au«.), Sonnragöblätter
(Wien. 8°.) I I I . Iahrg, (l844). S, 970;
VI. Jahrg. (!84?), S. 297,
Remde, Friedrich (Maler). Ueber
die Lebensverhältnifse dieseS Künstlers,
der in Wien lebte und von dem im
Jahre 1839 in der Augstellung in der
k. k. Akademie der bildenden Künste zu St. Anna in Wien mehrere Oelbilder:
„Oin Gretchm am Spinnrolkrn"', — „Gine
Venelianrriii"; — „Giin Nlllsßcnüinilerin";
— ein „Zi!b5tlii!bni55" und noch ein an»
dereS Porträt zu sehen waren, ist nichts
Näheres bekannt. Auch hat er später
nickt wieder ausgestellt.
Kata log der Iahres-.Auestellung in der k. l.
Alaoemle der bildenden Künste zu St. Anna
in Wien, 1839, S, 24. 25, 2L, 27, 28.
Remedelli, Dionis (gelehrter Do mi.
nikaner, gebürtig aus Ragusa in
Dalmatien, lebte im 18. Jahrhunderte).
Nachdem er in den Prediger-Orden ge»
treten war, widmete er sich dem Studium
der theologischen Wissenschaften und der
alten Sprachen, namentlich des Griechi»
schen. Er bekleidete in Florenz, wo er
sich im Jahre 1728 befand, ferner in
Pisa und Bologna verschiedene Lehr»
ämter. Im Vereine mit dem ?. Thomas
Maria Namachi gab er d!e gesammten
Werke des h. Antoninus aus dem Predl»
gerorden und Vrzbischoft von Florenz
unter dem Titel: „<3.
ei
(I^IoreütillL 1741 , t^o.
m <Üaiotl>.ni Viviani, g-r. I'ol.) her»
auS. Der Pater wurde auch zu wichtigen
diplomatischen Sendungen verwendet,
und in der Libliotooa äi I'ra Innocsu^a
Oin l iod) ' gegenwärtig bei den ??.
Franziskanern in Ragnsa aufgestellt, be-
sinden sich 21 Originalbriefe Reme»
del l i 's , welche dieser von Wien auS
an die Republik Ragusa geschrieben und
welche sich auf seine Sendung an den
kaiserlichen Hof beziehen, an den er
abgeschickt worden, um die Vermittelung
Ihrer Majestät der Kaiserin Mar ia
Theresia anzusuchen, daß diese den
russischen Grafen Or lo f f bewege, seine
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Rasner-Rhederer, Volume 25
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Rasner-Rhederer
- Volume
- 25
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1868
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 446
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon