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Nessel 321 Nessel
„Eingesendet". Erklärung des Ressel-Comits'S, I
daß eine von Herrn v. Hicrschel.Minerb!
in der Plenarsitzung des Comits's vom 17. Iän>
n« 1863 abgegebene Crtlärung, die noch
unbedeckt gebliebenen Kosten für das Denl>
mal selbst bestreiten zu wollen, rein als eine
Priuatsache deS Herrn v. Hierschel zu be>
trachten sei. Diese Erklärung des Nessel'
Eomits's wurde aber durch eine Eingabe her>
vorgerufen, welche Herr v. Hierschel<Mi>
nerbi im Namen des Lomits 's an die
Wiener Commune gerichtet hatte, worin er
von derselben dieAufstellungskostenoesMonu»
menteö im Betrage von 3600 fl. verlangt.) —
Die Glocke (illustr. Blatt, Leipzig, Payne)
1861, Nr, 121, Nr, 13!, S . 211, und 1862,
Nr. 1?9: „ In Sachen des Ressel>Dentmals".
^Interessante Enthüllungen über das Verhal«
ten des Triester Gemeinderathes, der sich
weigerte, einen Platz zur Aufstellung des
Denkmals anzuweisen und in der Sitzung
vom 23. April 1862 erklärte: „einen Auffiel-
lungsplah in Trieft für das Ressel.Denkmal
auf das Entschiedenste zu verweigern!!!" So
geschehen in den Tagen der Freiheit und des
Aufschwunges der Wissenschaften,) — Nach»
richten über die Umtriebe der Triester Com>
mune anläßlich des Ressel'Denlmals siehe auch
in der Presse 1862. Nr. 233, und in der
Wiener Zei tung 1862, im Tagesbericht
Nr. 28. — 0» »srvatoro t i ' i s» t lno
1838, No. 2U ferste Kundgebung des Nessel«
Denkmal'Comitö'S, das zu Beiträgen für da«
Denkmal auffordert);— derselbe 1862. Nr. 13:
— Wiener Zei tung 1862, Nr. 203, im
Tagesbericht: Vorschlag eines Laibacher Eorre»
spondenien der Triefter Zeitung, falle in
Trieft Nessel's Denkmal nicht aufgestellt
werden sollte, eS ihm auf seiner Grabstätte
in Laibach zu sehen, wo er gestorben ist); —
dieselbe 1863, Nr. 14, Abendblatt: „Die Ent.
hüllung des Nessel.Denlmals". — Oester.
reichische Wochenschrift für Wissenschaft,
Kunst und öffentliches Leben, Beilage zur l.
Wiener Zeitung (Wien. gr. 8») Jahrg. 1863,
S. 8ä: „Das Nessel<Monument". — Abbil»
»ung des Monumente«. Faust» Kalender
(Wien, gr. 8».) Jahrg. 1864, enthält eine Dar<
stellung des Denkmals in einem mittelmäßi»
gen Holzschnitt. — Wald Heim'S Illustrirte
Zeitung (Wien, Fol.) 1863, Nr. »6, bringt
einen guten Holzschnitt der nach der Natur
ausgeführten Zeichnung von I , Schönberg,
— I m Leben hatten sie ihn, wenn nicht ge<
v.Wurzbach, biogi,Leiikon rade verhungern, doch aber bei einem Jahr«
gehalt von 800 fl, für ihn und Familie darben
lassen. Nach dem Tode waren sie wie imrmr
mit Denktafeln, Monumenten, Grabdenkmal
und dergleichen Versteinerungen des RuhmeS
zur Hand. Die Gemeinde Chcudim wollte
ihm zuerst ein Denkmal errichten, gab sich
aber mit einer Denktafel zufrieden, die si? im
Jahre 1861 am 29, Juni an seinem Gevur!ö<
hause, Vreitegasse Nr. 124, anbrachte s.0r.
l i ce (Königgrätzer Blatt) 18LI, Nr, 10);
Prag wollte ihn durch Aufstellung einer Vl'sstc,
welche im Garten der Karolinenthaler Gas«
beleuchtungsanstalt ihren Platz finden sollte,
und mit deren Aulführung Bildhauer Camillo
Böhm beauftragt war, ehren — und ein
Comits, welches sich im Jahre 1866 zu New»
York gebildet, hatte beschlossen, Nessel ein
öffentliches Denkmal in Washington zu eriich>
ten und seiner Familie eine Nationalbeloh'
nung von Seite des amerikanischen Volkes
zuzuwenden sConstitutionelle Volks<Zei<
tung (Wien) 1866, Nr, 42). Wie viel und
welche von diesen projectirten Versteinerungen
des Nuhmes ausgeführt worden, ist dem Her»
ausgeber dieses Lexikons nicht bekannt,
V. Nessel'« Welmrtsort. Ueber Ressel's Geburtö,
ort wurde, wie über den manch anderer gro»
ßer Männer, bereits gestritten. Man sagte,
Ressel's Vater sei ein eingewanderter Sachse
gewesen, wie es denn sicher ist, daß seine
Mutter aus Weimar gebürtig war, Nun aber
wurde durch die Chrudimer Gemeindeuertre'
tung, welche der Sache auf den Grund ging,
aus des Vaters Taufschein nachgewiesen, daß
Nessel's Vater und Großvater in Böhmen
und zwar in Heinersdorf, Bezirk Friedland,
geboren gewesen. Uebrigenö ist die auf dem
Monumente angenommene LeSart unbedingt
die beste, weil dadurch allem Streite des Na>
tionalitätenschwindels die Spitze abgebrochen
ist: Mti l» »untliaoo statt uatioug Nodsmu»,
oder was noch komischer klingt: Oermano
Voksinue. Thatsache ist aber, daß ursprüng'
lich auf dem Monument „nu,tloue bok«mo"
stand, was glücklicher Weise gelöscht wurde.
jWiener Zei tung 1863, Nr. 220, S. 310.)
VI. Vcdichtc nn Nefftl. Iwik ^6>«^/i'e/»»o^, (3iu-
auLtiiaoo, 3°.) ^Gedichte).
VII. parlrätt. Wtlbild. Düfte. — Nessel'« Velbild.
Zur Ausführung der Ressel.Statue wurde ein
Porträt Ressel's angefertigt, nach welchem
. 24, Jänner 1873.) 21
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Rasner-Rhederer, Volume 25
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Rasner-Rhederer
- Volume
- 25
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1868
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 446
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon