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392 Neviyky
Hofkanzlerschaft bekleidete er die Wüt»
den deS Obersthofmeisters deS König«
reichs Ungarn und Obergespans des
Borsoder Comitates. UeberdieĂź war er
noch GroĂźkreuz und Kanzler deS unga-
rischen St. Stephan-OrdenS und Groß»
kreuz deS kön. sardinischen St. Mauriz»
und LazaruS. Ordens, Mitglied und
Ehrenmitglied mehrerer gemeinnĂĽtzigen
Gesellschaften. Im Alter von 80 Jahren,
am 24. Mai 1836, vermalte er fich mit
einerisjährigm Polin,Sidonie Sum»
lanSzka (geb. 1818), der Tochter eines
emigrirten Obersten, aus welcher Ehe
eine Tochter Ada (geb. 1838) und ein
Sohn Aleris (geb. 1849) entstammen.
Erstere trat in das Kloster der Salesia-
nennen in Wien, in welchem sie noch lebt.
OesterieichischeNlltionlll.Encytlopä.
die von Gräffer und Czitann (Wien
1836, 8»,) Bd, IV, S. 38l; Bd. VI, Suppl.
S. 886. —Oesterreich« Ehrenspiegel.
Von Blasiue Höfel, Bohr und Alexander
R eitze (Wien, 4°.). — Neue freie Presse
(Wiener polit. Blatt) 187«, Nr. 2S55, in
der „Kleinen Chronil" - „Wie man Concipist
wird". — FremdeN'Blatt. Von Wust.
H:ine (Wien. 4°.) 1862, Nr, 114. —
Springer (Anton), Geschichte Oesterreichs
seit dem Wiener Frieden 1809 (Leipzig 18L4
u. 18S5. S. Hirzel, gr. 8».) Bd. I, S. 3L1,
— ?s«t i N i ruök 1862, Nr. 244: .Des
Grafen Adam Neviczty Giafen>Diplom«. —
Porträte, l) Holzschnitt von F. Cos« ndier.
Schöne« Blatt; — 2) Unterschrift: Adam
Graf Reviczky, tönigl. ungar. Hoflanzler.
F. Ins. Sürch ««., Hupferst.: — 3) in H ö.
fei uno Bohr's „Lhrenspiegel", in Wuillo,
chirmanier.
l. Zur Venealogie der Neuic^ky von Ntvisnyt.
Die Reviczky sind ein altes ungarisches
Adelsgeschlecht, das seine Stammregister bis
zu Anfang des 13. Jahrhundert« zurückführt,
in welchem ein Hotimir als der Stamm-
vater desselben erscheint. Das Geschlecht uer>
zweigte sich bald in mehrere Aeste und Li>
nien, von denen viele bereits erloschen sind,
aber noch immer einige fortblĂĽhen. Gegen
Ende des 1«. Jahrhunderts bildeten zwei
BrĂĽder. Samuel und Thomas, zwei Linien, welche noch heute bestehen. Jener
von Samuel gestifteten gehören der be>
rĂĽhmte Gelehrte und Gesandte Graf Kar l ,
auch Kar l Emerich s.S, 394). und der Jesuit
3lnton ^S. 393), und jener von Thomas
gegrĂĽndeten der berĂĽhmte Oberste ungarische
Hoftnnzl« und Freund des Kaiser« Franz,
Graf Adam ^S, 389), und der im Jahre i864
im Duell gefallene Sever von Reviczly
s^S. 393, Quellen Nr. 3) an. Von der von
Thomas gegrĂĽndeten Linie bildeten sich
noch niehrere Nebenlinien, zu deren einer,
wie es auf der Stammtafel ersichtlich, der
von General Johann gebildete freiherrliche
Zweig gehört. Im Nebrigen sind die Nach»
richten ĂĽber diese Familie ebenso lĂĽckenhaft,
als verworren. — Was die Standeöerhebun»
gen in der Familie betrifft, so gelangte der
ungarische Freiherrnstand mit Diplom
vom 26. November 1770 an den damaligen
lais. Gesandten Kar l von Reuiczky und
der Reichefieiherrnstand im Jahre 1??2
an den General'Major Johann von Re.
uiczly. Den österreichischen Grafenstand
erhielt aber mit Diplom vom 4. December
1783 der oberwähnte Freiherr Karl von R,
und mit Diplom vom 9. September 1325
der ehemalige ungarische Hofkanzler Ada m
von Reviczky. Nur Letzterer pflanzte die
Linie fort, Graf Karl Cmecich war unver»
malt geblieben.. Auch die freiherrliche, mit
dem General'Major Johann Baron Re<
uiczky beginnende Linie blĂĽht noch indessen
Enkeln Franz und Johann und deren
Kindern fort. In dieser Darstellung, wie in
der angeschlossenen Stammtafel sind die An»
gaben Kneschke's und Nagy's berichtigt.
rasrskkol 6» nslu^ski-suäi täblälckal, d. i.
Die Familien Ungarn« mit Wappen und
Stammtafeln (Pesth 18L0. Moriz Räth. 8°.)
Bd. IX, S. 724—74». — Kneschte (Ernst
Heinr. Prof. Dr.). Deutsche Grafen>Häuscr der
Gegenwart (Leipzig 1833, T. O. Weigel. 8«.)
Bd,I I I , S. 339. — Gothaisches genen.
logisches Taschenbuch der gräflichen
Häuser (Gotha. Just. Perthes. 32».) 43. Jahrg.
(18?!)). S. 8«2.)
II. Noch tinigt ltuluvĂĽrligt HproĂźtu dtr Familie
Neviyky «an Uevi«>,yt. 1, Ignaz Reoiczky
(geb. zu Derecete um das Jahr 174«, gest.
zu PreĂźburg l8. Februar 1801). Trat in
jungen Jahren in den Orden der Gesellschaft
Jesu, in welchem kl im Lehramte verwendet,
zu Kaschau Philosophie, zu Tyrnau die Theo>
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Rasner-Rhederer, Volume 25
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Rasner-Rhederer
- Volume
- 25
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1868
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 446
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon