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Niepl
auch schriftstellerisch thätig, und in eini»
gen periodischen Fachblättern sind seine
Abhandlungen enthalten. So stehen ab»
gedruckt in den Jahrbüchern deS po-
lytechnisch en Inst i tutes I (1819):
„Ueber die Verwendung der Tropparten
zu wasserbeständigen Cementen' — I I
(1820): „Uebersicht der Steinkohlenbil-
dungen in der österreichischen Monarchie;
— I I I (1822): „Darstellung der Eisen-
erzgebilde in den .. .Gebirgen der öster-
reichischen Monarchie; — in den medi'
cinischen Jahrbüchern des öster»
reichischen S t a a t e s , I (1822):
„Entwickelung der Theorie über die
häufige Erscheinung des raschen Empor<
steigens unterirdischer Wasser"; — in
3 e o n h a r d's und B r a u n's „ Iahr>
b üchern" 1839: „Ueber die Goldlager-
statten der 'österreichischen Alpen; —
ebenda 1836: „Ueber die Gruben des
Rathhausberges bei Gastein". Auch sott
Riepl eine geognostische Karte des
Königreichs Böhmen herausgegeben ha-
ben. Zur bleibenden Erinnerung seiner
Mitwirkung bei dem wesentlich durch ihn
hervorgerufenen Baue der Kaiser Ferdi»
nands-Nordbahn, bei deren Bau außer
der oberwähnten einflußreichen Weise
seiner Mitwirkung er auch die technischen
Arbeiten geleitet hat, ist in dem prächti»
gen Vestibüle des Nordbahnhofes, gegen»
über dem lebensgroßen Standbilde des
Freiherrn von Rothschild Riepl's
Büste aus Marmor aufgestellt.
Poggendorff ( I . C.), Biographisch«literari>
sches Handwörterbuch zur Geschichte der eracten
Wissenschaften (Leipzig 4839, I.Ambr. Barth,
Lex. 8".) Bd. I I , Sp. 64i. — Oesterrei»
chische National<Encyklopädie von
G räffer und Czikann (Wien 1837, 8".)
Bd. IV, S. 391. — Oesterreichischer Zu<
schauer, herausg. von Eb ersberg (Wien.
gr. 8«.) 1837. Bd. IV, S. 146U. im „Rück-
blick in die Vergangenheit". — Schmutz
(Carl), Historisch'tovographisches Lexikon von
141 Niesch
Steyermark (Gratz 1822, A. Kienreich, gr. 8".)
Bd. I I I , S. 37t, — Nicpl's Denkmal. Im
Vestibüle des Wiener Nordbahnhofcs befinoet
stch der Nothschild^Statue gegenüber daü
Denkmal R i ep l's. Dasselbe wurde im Früh<
jähre l87i aufgestellt und besteht aus einer
etwas überlebensgroßen Büste von weißem
Can'llra-Marmor. Diese wurde von dem Bild«
Hauer Me ixuer gemeißelt. Das im Stylr
der übrigen Architectur dcs Vestibüls gehal-
tene Postament besteht aus rothem und schwär«
zem Marmor. Die Inschrift darauf lautet:
IINNNX
Niesch, Johann Sigmund Graf sk. k.
General d erCava l l eri e und Ritter
des Maria Therefien-Ordens. geb. zu
Wien 2. August 1730, gest. zu Nesch.
Witz in Sachsen 2. November 1821).
Aus einem alten Zürcher Patrizierge»
schlechte stammend, das sich später nach
Kursachsen wendete und dort hohe Wül>
den und Aemter bekleidete, ist Johann
Sigmund ein Sohn des Freiherrn
Wol fgang von Riesch, k. k. Rathes
und kursächsisch geheimen Rathes aus
deffm Ehe mit Helena o'Orvi l le.
Nachdem Johann Sigmund eine
sorgfältige Erziehung erhalten und in
kursä'chfische Kriegsdienste getreten war,
verließ er dieselben im Jahre 1773
als Oberlieutenant und trat in gleicher
Charge in das k. k. 1. Chevaurlegers«
Regiment ein. Mit demselben machte er
den bayerischen Erbfolgekrieg als Ritt«
meister und den Türkenkrieg l788 bis
!790 bereits als Oberst im 3. Kürassier.
Regimente, damals Herzog von Nassau,
mit. I n diesem letzteren warf er am
18. October 1788 mit einer Abtheilung
seiner Kürassiere bei Bohatsch im Bcinate
eine überlegene Zahl Spahis, welche
unsere Vorpostenkette überrascht und be-
reits versprengt hatten und das Infan-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Rhedey-Rosenauer, Volume 26
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Rhedey-Rosenauer
- Volume
- 26
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1874
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 436
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon