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terie-Regiment Wallis bedrohten, mit
starkem Verluste ihrer Seits zurĂĽck. In
den französischen Kriegen wird sein Name
oft ruhmvoll genannt. So entschied er
am 18. März 1793 durch einen glänzen-
den Reiterangriff das fĂĽr unS siegreiche
Treffen bei Tirlemont und wurde im
Mai d. I . in Anerkennung seiner Waf-
fenthat in den österreichischen Grafen»
stand erhoben, nachdem sein Bruder
Isaak Wol fgang denselben schon
das Jahr vorher (18. Juni 1792) von
dem kursächsischen Reichsvicariate erhal-
ten hatte. Auch rĂĽckte er bald darauf
zum General-Major vor, als welcher er
bei Maubeuge am 21. Mai 1794 mit
dem Dragoner»Regimente Kinsky durch
die stärkeren Feind es maffen sich durch»
schlug. Zu Anbeginn deö Jahres 1796
rĂĽckte R. zum Feldmarschall-Lieutenant
vor. Bei Bierbach am 18. April 1797,
als das Corps des Generals Kray,
völlig geschlagen, in ordnungsloser
Flucht begriffen war, rettete Graf R.
durch seine umsichtigen und entschlösse-
nen Dispositionen Truppen, Gepäck,
GeschĂĽtz, Munition, LaufbrĂĽcken, die
starke Reserve-Artillerie u. s. w. Seine
damalige, von dem Erzherzog Kar l
unterstĂĽtzte Bewerbung um den Maria
TheresieN'Orden blieb erfolglos, hingegen
erfocht sich der Graf dieses höchste Ehren-
zeichen der kais. Armee an dem blutigen
Tage bei Stockach, am 23. Mai 1799.
Der Graf hatte durch einen von ihm
vorgeschlagenen und angefĂĽhrten Angriff
mit den beiden, seiner Division unter«
stehenden KĂĽrassier-Regimentern Nassau
und Mack um halb 6 Uhr Abends die
unter dem Befehle des Generals Haut»
polt stehende französische Reiterei cmge-
griffen, voUends geschlagen, bis Liptin-
gen zurĂĽckgeworfen und so den Sieg des
Tages fĂĽr die Unseren entschieden. AuĂźer vielen, auf der Wahlstatt gebliebenen
Todten wurden 11 Ofsiciere und 200
Mann gefangen und alle Anstalten deS
Feindes, das Schlachtfeld zu behaupten,
vereitelt. In der 66. Promotion (vom
18. August 1801) nach dem Iuneviller
Frieden, wurde dem Grafen fĂĽr diese
Waffenthat das Maria Theresienkreuz
zuerkannt. Im Jahre 1803 befehligte der
Graf das Centrum der kaiserlichen Armee
in Deutschland, kämpfte bei Elchingen und
machte — leider vergeblich — energische
Vorstellungen, um die Gefahr von Ulm
abzuwenden. Im September 1808 wurde
er zum General der Cavallerie ernannt
und echielt das General-Commando in
Böhmen, wo er während des Krieges
1809 die Reserve-Armee — 60.000
Mann. meist Landwehr — befehligte.
Im September des folgenden Jahres
trat er in den Ruhestand, den er noch
eilf Jahre genoĂź, bis er im Alter von
71 Jahren starb. Der Graf Johann
Sigmund war seit 1792 mitThere»
sia Iosephine Gräfin Kohä.ry (geb.
26. Juni 1767, gest. 18. Juli 1803)
vermalt; ĂĽbernahm im Jahre 1810 das
von seinem Bruder, dem Grafeil Isaak
Wolfgang (gest. 1810) am 3. März
1800 aus den GĂĽtern Neschwitz. Holscha.
Milkwitz, Uebigau u. s. w. gestiftete
FamilieN'FideicommiĂź, da Graf Isaak
Wolfgang keine Nachkommen hinter»
lassen hatte. Im Jahre 1812 schritt
Graf Johann Sigmund zur zweiten
Ehe mit Amalie von Schön berg aus
dem Hause Luga und erwarb im Jahre
1820 das Allodial-Rittergut Schmachtitz.
Aus der ersten Ghe stammt Graf Jo-
seph Franz ss. d. Folgenden).
Hirtenfeld (I.). Der MilitärMaria There-
siewOrden und seine Mitglieder (Wien 1837,
Staatsdruckerei, kl. 4°.) S. 63t u. 1743. —
Des Grafen Johann Sigmund Bruder,
Graf Isaak Wolfgang (geb. 2. März 1749.
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Rhedey-Rosenauer, Volume 26
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Rhedey-Rosenauer
- Volume
- 26
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1874
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 436
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon