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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rhedey-Rosenauer, Volume 26
Page - 142 -
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Page - 142 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rhedey-Rosenauer, Volume 26

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Niefch 142 Niesch terie-Regiment Wallis bedrohten, mit starkem Verluste ihrer Seits zurück. In den französischen Kriegen wird sein Name oft ruhmvoll genannt. So entschied er am 18. März 1793 durch einen glänzen- den Reiterangriff das für unS siegreiche Treffen bei Tirlemont und wurde im Mai d. I . in Anerkennung seiner Waf- fenthat in den österreichischen Grafen» stand erhoben, nachdem sein Bruder Isaak Wol fgang denselben schon das Jahr vorher (18. Juni 1792) von dem kursächsischen Reichsvicariate erhal- ten hatte. Auch rückte er bald darauf zum General-Major vor, als welcher er bei Maubeuge am 21. Mai 1794 mit dem Dragoner»Regimente Kinsky durch die stärkeren Feind es maffen sich durch» schlug. Zu Anbeginn deö Jahres 1796 rückte R. zum Feldmarschall-Lieutenant vor. Bei Bierbach am 18. April 1797, als das Corps des Generals Kray, völlig geschlagen, in ordnungsloser Flucht begriffen war, rettete Graf R. durch seine umsichtigen und entschlösse- nen Dispositionen Truppen, Gepäck, Geschütz, Munition, Laufbrücken, die starke Reserve-Artillerie u. s. w. Seine damalige, von dem Erzherzog Kar l unterstützte Bewerbung um den Maria TheresieN'Orden blieb erfolglos, hingegen erfocht sich der Graf dieses höchste Ehren- zeichen der kais. Armee an dem blutigen Tage bei Stockach, am 23. Mai 1799. Der Graf hatte durch einen von ihm vorgeschlagenen und angeführten Angriff mit den beiden, seiner Division unter« stehenden Kürassier-Regimentern Nassau und Mack um halb 6 Uhr Abends die unter dem Befehle des Generals Haut» polt stehende französische Reiterei cmge- griffen, voUends geschlagen, bis Liptin- gen zurückgeworfen und so den Sieg des Tages für die Unseren entschieden. Außer vielen, auf der Wahlstatt gebliebenen Todten wurden 11 Ofsiciere und 200 Mann gefangen und alle Anstalten deS Feindes, das Schlachtfeld zu behaupten, vereitelt. In der 66. Promotion (vom 18. August 1801) nach dem Iuneviller Frieden, wurde dem Grafen für diese Waffenthat das Maria Theresienkreuz zuerkannt. Im Jahre 1803 befehligte der Graf das Centrum der kaiserlichen Armee in Deutschland, kämpfte bei Elchingen und machte — leider vergeblich — energische Vorstellungen, um die Gefahr von Ulm abzuwenden. Im September 1808 wurde er zum General der Cavallerie ernannt und echielt das General-Commando in Böhmen, wo er während des Krieges 1809 die Reserve-Armee — 60.000 Mann. meist Landwehr — befehligte. Im September des folgenden Jahres trat er in den Ruhestand, den er noch eilf Jahre genoß, bis er im Alter von 71 Jahren starb. Der Graf Johann Sigmund war seit 1792 mitThere» sia Iosephine Gräfin Kohä.ry (geb. 26. Juni 1767, gest. 18. Juli 1803) vermalt; übernahm im Jahre 1810 das von seinem Bruder, dem Grafeil Isaak Wolfgang (gest. 1810) am 3. März 1800 aus den Gütern Neschwitz. Holscha. Milkwitz, Uebigau u. s. w. gestiftete FamilieN'Fideicommiß, da Graf Isaak Wolfgang keine Nachkommen hinter» lassen hatte. Im Jahre 1812 schritt Graf Johann Sigmund zur zweiten Ehe mit Amalie von Schön berg aus dem Hause Luga und erwarb im Jahre 1820 das Allodial-Rittergut Schmachtitz. Aus der ersten Ghe stammt Graf Jo- seph Franz ss. d. Folgenden). Hirtenfeld (I.). Der MilitärMaria There- siewOrden und seine Mitglieder (Wien 1837, Staatsdruckerei, kl. 4°.) S. 63t u. 1743. — Des Grafen Johann Sigmund Bruder, Graf Isaak Wolfgang (geb. 2. März 1749.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Rhedey-Rosenauer, Volume 26
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Rhedey-Rosenauer
Volume
26
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1874
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
436
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
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