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NieZlmair Nighim
dem kein Pulver mehr vorhanden war, capi.
tulirte. l^Hormayr's Archiv i810, S. 34^
RiezlMllN, Georg (Zeichner und
Maler , geb. zu Weißk i rchen in
Oberösterreich im Jahre 4784, gest. zu
Kremsmünfter 22. September 1832).
Wurde im Jahre 4800 unter Abt Wolf-
gang Leuthner als Lehrgehilfe an der
Normal'Hauptschule zu Kremsmünster
angestellt. Im Jahre 4804 ging er nach
Wien, wo er die Figuren« und Hand»
zeichnungsschule an der k. k. Akademie
der bildenden Künste besuchte und dar»
auf im Jahre 4808 im KremSmünsterer
Convicte die Stelle als Schreib- und
Zeichnungslehrer erhielt, auf welchem
Posten er mit kurzer Unterbrechung im
Jahre 4844, in welchem er in Wien den
Architecturcl.irs besuchte, bis zu seinem
im Jahre 4832 im Alter von 68 Jahren
erfolgten Tode thatig war. Die größte
Zahl seiner Arbeiten besteht aus guten
architektonischen Tuschzeichnungen, dann
find von ihm vorhanden ein großes, in
Tusch ausgeführtes Ornamentenstück und
ein Bild: „Nie Familie Ghristi". nach einem
in der Gemäldesammlung des StifteS
Kremsmünster vorhandenen Originale in
Tusch ausgeführt, das gegenwärtig in der
Kunstsammlung des StifteS, welche unter
des Pater Oddo Schima Obhut in
wahrhaft musterhafter Weise organisirt
und aufgestellt ist, sich befindet. In der
Deckfardenmalerei hat er mehrere An»
sichten des Stiftes Kremsmünster und
malerischer Gegenden Ober'österreichs
ausgeführt. Eine große Ansicht des Stif«
tes von der Nordostseite, eine andere
in der Vogelperspektive befinden sich in
den Gemachern der Pralatur; eine davon
ist in 42a.»Format von A. Dworzak
sauber in Kupfer gestochen; — eine
andere Ansicht des Stiftes von der Süd-
feite, sowie eine des Dorfes Grünau befinden sich gleichfalls in Kremsmünster,
wo sein Schwiegersohn, der gegenwärtige
Zeichnungslehrer Dümler, noch einige
Arbeiten R.'s besitzt. Mehrere sehr hübsche
Aquarellbilder R.'s sah Herausgeber dieses
Lexikons im Pfarrhofe zu Oberstallzell
unweit Kremsmünster. Andere Bilder,
meist Aquarelle, befinden sich zerstreut im
Besitze von Privaten in Oberösterreich.
Handschriftliche Notizen.
Righilli, Vincenz (Compositeur,
geb. zu Bologna 22. Jänner 4736,
gest. ebenda 19. August 4812). Seine
vieljährige Wirksamkeit in Prag und
Wien weist ihm eine Stelle in diesem
Werke an. Er zeigte frühzeitig großes
Talent für die Musik, wurde Chorknabe
in der Kirche SanPetronio zu Bologna,
wo er den ersten musikalischen Unterricht
erhielt, erlernte dann den Contrapunct
bei dem berühmten ^aärs Mar t in i
und den Gesang in Vernacch i 'L
Schule. Schon im Alter von 49 Jahren
trai er als Tenorist im Theater zu Parma
auf und kam im folgenden Jahre, 4776,
nach Prag, wo ihn der dortige Unter«
nehmer der Opera du^a für seine Bühne
engagirte. Daselbst bildete sich R. nicht
bloS im Gesänge weiter aus, sondern
versuchte sich auch in mehreren Opern
und Scenen als Componist. So kamen
daselbst außer kleineren Nummern, Duet»
ten und in ernste Opern eingelegten
Gesangstücken folgende Opern zur Auf.
führung: „I^K ösHova 6<?a^ i?'A"<, OperZ,
, sein erstes größeres Werk; —
und „Don <3l'ovanni o si« ?7
6 c?2'/V6^a") Opsra duM. Nachdem
er drei Jahre in Prag als Sanger und
Componist thätig gewesen, berief ihn
Kaiser Joseph I I . im Jahre 4779 als
Gesangslehrer der Prinzessin El isabeth
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Rhedey-Rosenauer, Volume 26
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Rhedey-Rosenauer
- Volume
- 26
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1874
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 436
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon