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von Württemberg nach Wien. wo er
zugleich als Capellmeister und Componist
an dem italienischen Operntheater ange»
stellt wurde. Während seiner nahezu
zehnjährigen Wirksamkeit auf den ge- letztgenannten Jahre reiste er, um sich
einer Steinoperation zu unterziehen, in
seine Paterstadt Bologna, wo er der
Operation — der zweiten, die erste, in
Berlin ausgeführte, hatte er glücklich.
für drei seiner Schüler geschrieben mit
nannten Posten in Wien kamen daselbst i überstanden — im Alter von 36 Jahren
folgende Werke zur Ausführung: „darunterlag. R. hat während seines Mainzer
Oantata 2. 3 vooi, und Berliner Aufenthaltes noch Vieles,
größere Werke, wie ernste und komische
Opern und eine Menge kleinerer Ton«
stücke, als Messen, Serenaden. Concerte,
Symphonien u.dgl.m. componirt, welche
sich jedoch nur sehr unvollständig in den
in den Quellen verzeichneten Werken
angeführt finden. Was seine Bedeutung
als Compositeur betrifft, so bezeichnet ihn
die Fachkritik im Großen und Ganzen
nur als einen Nachahmer, ja Copisten
Mozart 's, der sich jedoch durch Gedie»
genheit der Ausführung seiner Werke,
durch Wohllaut und unmuthigen Fluß
auszeichne. Von seiner großen Compo»
vollem Orchester; —
Fo/?o", große Cantate mit vollem Orche-
ster; — Große Serenade mit vollem
Orchester; — .^ 'l'nsoniT'o?'?2K6H?staitto",
Opera du^a" , im Jahre 1783 aufge-
führt; — „^s Ds)/!0^o^07is c> sz'a z?
aon/«so", Opera, duika; —
„ ) Opera LSi-ia; dann wieder
mehrere Scenen und Konäeaux zum
Einlegen in verschiedene, auf dem Wiener
Theater aufgeführte Opern und eine
große Menge anderer Composiliomn
aller Art. Nachdem er schon im Jahre
-1788 einem Rufe des Churfürsten von
Mainz gefolgt und in dessen Dienste als
Capellmeister getreten war, kam noch am
3. Juni 4804 nnter seiner persönlichen
Zeitung im kleinen Redoutensaale zu
Wien seine ursprünglich, 4789. für
Coblenz geschriebene Oper: „^?6<Ä<3 «?
öz'vio" zurAufführnng, in welcher damals
Herr und D^e Fischer und Herr Brizzi
auftraten. Zur Kaiserwahl 3 e opol d's l l .
in Frankfurt a. M. componirte er auch
die große Festmejse. welche daselbst auf-
geführt wurde. Im Jahre 1792 berief
ihn F r i ed r i ch W i l h e l m II. von
Preußen nach Berlin, wo er, nachdem
seine Oper: „Z?nsa ns?^ an'o" eine sehr
beifallige Aufnahme gefunden, im folgen,
den Jahre an Alessandri's Stelle
mit hohem Gehalte zum Capellmeister er-
nannt wurde. FriedrichWilhelmIII.
bestätigte ihn in seiner Stelle, in welcher
er bis zum Jahre 4812 verblieb. Im sttion: „^M?an5<H s H/a^sa^o", welche
im Februar 1797 in Berlin gegeben
wurde, schreibt der kundige und eben mit
Lob nicht verschwenderische Gerber :
„nie werde ich den Eindruck vergessen,
den damals daS Anhören dieser himm«
tischen Musik auf mich machte". Von
besonderer Meisterschaft sind die Terzette,
Quartette und Quintette in seinen Opern.
„Es wäre", bemerkt einer seiner Biogra-
phen, „in der That gar nicht übel, wenn
unsere heutigen Concertinstitute — bei
der Verlegenheit besonders, in der sie in
Betreff neuer und guter Sachen unleug»
bar immer sind — mitunter sich an
Righ in i erinnern und dann und wann
Ensemblestücke aus dessen besseren Opern
bringen wollten. R igh in i war seit
4794 mit Rosine Kneisel (geb. zu
Stettin 4767, gest. zu Berlin 23. Jänner
4804), einer zu ihrer Zeit berühmten
Sängerin, vermalt, von der er sich aber
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Rhedey-Rosenauer, Volume 26
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Rhedey-Rosenauer
- Volume
- 26
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1874
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 436
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon