Page - 153 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rhedey-Rosenauer, Volume 26
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im Jahre 1800 hatte scheiden lassen. Auf-
fallend ist es, daß der über alle Maßen
vollständige Dlabacz Righini 's. der
doch auch in Prag gewirkt,- auch nicht
mit einer Sylbe erwähnt.
Gerber (Ernst Ludwig), Historisch'biogravhi>
sches Lexikon der Tonkünstler (Leipzig 1792
I. G. I . Breitkupf. gr.8".) Bd. I I , Sp. 292.
— Derselbe, Neues historisch-biographi»
sches Lerikon der Tonkünstler (Leipzig 18l3,
A. Kühnel. gr. 3°.) Bd. I I I , Sp. 86?. —
Neues Nniuersal<Lerikon der Tonkunst,
Angefangen von vi-. Julius Schladebach,
fortsses. uon Ed. Bernsdorf (Dresden 1836,
Rob. Schäfer, gr. 8".) Bd. I I I , S. 343.
Rigler, Friedrich Ed-ler von (Schul-
mann, geb. zu Neuberg in Ober.
steiermark 3. Jänner 1798, gest. zu
Gratz 24. September 1867). Ein Sohn
des k. k. Domänen-Inspectors Franz
3!. Rigler (geb. zu Hartmannsdorf im
Graher Kreise 17. Mai 1786, gest.
!4. November 1831). dessen die „Steier-
markische Zeitschrift" im 1. Hefte des
7. Jahrganges der Neuen Folge (1842).
S. 113, in ehrenvollster Weise gedenkt
Der Sohn Friedrich kam mit seinem
Vater, als dieser k. k. Staatsgüter-In»
spector für Kärnten und Krain wurde,
im Jahre l803 nach Klagen fürt, wo er
die Gymnafialstudien begann und die«
selben in Gratz vollendete, als der Vater
im Jahre 1810 dahin versetzt wurde.
Nach deren Beendigung begann er das
Studium der Rechte an der Wiener
Hochschule, welches er nach dem ersten
Jahre in Gratz fortsetzte, wo er aber
schon im Jahre 1822 sich dem Lehrfache
zuwendete. Er wurde nämlich im genann-
ten Jahre aufgefordert, daselbst die Lehr»
kanzel der lateinischen und griechischen
Literatur und der Aesthetik zu suppliren.
Im folgenden Jahre übernahm er die
Suftplirung einer erledigten Humanitäts«
lehrerstelle am Gymnasium zu Marburg und wurde noch im nämlichen Jahre,
1823, nach mit Auszeichnung abgelegter
Concursprüfung zum wirklichen Professor
ernannt. Er war damals 23 Jahre alt und
wirkte in diesem Berufe durch 22 Jahre,
wurde im Jahre 1843 Präfett des Mar«
burger Gymnasiums, und als die im
Jahre 1849 begonnene Reorganisation
der österreichischen Gymnasien in's Leben
trat, im I . 1830 Director des genann«
ten Gymnasiums. Im I . 183l erfolgte
seine Ernennung zum k. k. Schulrathe
und Mitgliede der Landesschulbehörde
mit den Functionen eines provisorischen
Gymnafial'Inspectors von Steiermark,
Kärnten und Krain, in.ruelcber Eigen-
schaft er von Marburg nach Gratz über»
siedelte. Als im Jahre 1860 die Reor-
ganisation der Landesbehörde in Krain
stattfand, entfiel für den Schulrath Rig»
ler die Inspection dieses Kronlandes.
Am 21. April 1864 erfolgte seine festliche
Iubilirung; für seine um Oesterreichs
Schulwesen erworbenen Verdienste wurde
er schon im Jahre l839 mit dem Ritter«
kreuze des Franz Iofeph-Ordens aus»
gezeichnet; nach seiner Versetzung in den
Ruhestand erhielt er die Erhebung in
erbländischen Adelstand mit dem Ehren»
worte „Edler von". Dieß sind die auße<
ren Umrisse eines dem Unterrichte und
der Erziehung gewidmeten, im Ganzen
höchst einfachen Lebensberufes, der aber
auf dem Gebiete der Pädagogik eine
höhere Bedeutung erlangte. Hier.kann
wohl nicht im Detail eine Schilderung
seines verdienstvollen Wirkens, durch
welches er als Muster eines Schulmannes
dasteht, wohl aber können einige Andeu»
tungen gegeben werden, in welcher Hin«
ficht insbesondere seine Wirksamkeit stuckt-
bringend und erfolgreich gewesen. Er
war in der classischen Literatur gründlich
gebildet und ein Humanist in des Wortes
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Rhedey-Rosenauer, Volume 26
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Rhedey-Rosenauer
- Volume
- 26
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1874
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 436
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon