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und empföhle!: warben sind . . .", 4 Bände
mit vollständigen Registern (Günz 1833
bis 1836. 3er. 8".), wovon der 3. und
4. Band auch unter dem besonderen
Titel: „Klinisches Jahrbuch des laufenden Jahr-
Hunderts" u. s. w., 2 Abtheilungen (ebd.
1833 u. 1836, 3er. 8o.). erschienen ist.
Katholische Blätter aus Tirol (Innsbruck.
8°.) 4846. Nr. 38. — Staf f ier (Johann
Jacob), Ta6 deutsche Tirol und Vorarlberg,,
topographisch mit geschichtlichen Bemerkungen
(Innsbruck 1847, Felic. Rauch, 8°.) Bd. I I ,
S. 299. — Neuer Nekrolog der Deut«
scheu (Weimar, Voiat, kl. 8°.) XXIV. Jahrg.
(1846). I. Theil. S. 2l>6.
Rinnerer, Franz (Arzt und Mün-
zensammler, geb. zu Znaim in
Mähren I.October 1790, gest. ebenda
42. Juli 1864). Nach beendeten Nor-
malclaffen erlernte er die Wundarznei«
kunst, wurde im Jahre 1809 Feldarzt,
als welcher er namentlich an den drei
Tagen der großen Völkerschlacht bei
Leipzig, am l6., 17., 18. October 1813.
eine bis zur Tollkühnheit aufopfernde
Thätigkeit entwickelte, welche — unge-
würdigt blieb. I n den Jahren 1817
und 1818 setzte er in Wien die chirur-
gifchen Studien fort und wurde im Mai
18l9 bürgerlicher und für Criminalfälle
beeideter Wundarzt, als welcher er sich
m Znaim niederließ. Indem er nach und
nach noch verschiedene Bedienstungen,
alS Thierarzt, zweiter und erster Stadt-
arzt, Spitalarzt. dann als Unterthanen-
arzt erhielt und im Jahre 1850, 60 Jahre
alt, zur Erlangung des NagisteriumS
der Chirurgie das theoretische Rigorosum
vortrefflich ablegte, hatte er bis an sein
Lebensende in so ersprießlicher Weise ge-
wirkt, daß er allenthalben als ein wahrer
Wohlthäter der Gegend angesehen wurde.
Am 30sten Jahrestage seines edlen auf-
opfernden Wirkens, am H2. Juni 1889,
überreichten ihm die Mitglieder des Znai< mer chirurgischen Gremiums in festlicher
Weise nebst einer Glückwunsch-Adresse
einen kostbaren silbernen Pokal. Die
unten bezeichnete Quelle gibt eine aus»
führliche Darstellung seineS verdienstvol-
len Wirkens, wofür ihm am 28. Decem«
ber 1836 das Verdienstkreuz zuerkannt
wurde. Wie ernster aber dieAufgabeeines
constitutionellen Staatsbürgers auffaßte,
dafür spricht der nachstehende Zug. Es
war sechs Wochen vor seinem Tode. Es
kam bei der Wahl der Gemeinde-Repra-
sentanz die Reihe zu wählen an ihn.
Er ließ, schwer leidend, im Bette liegend,
anfragen, ob er bei der Wahl durch
einen Stellvertreter ftck vertreten lassen
könne. Als dieß mit Hinweisung auf das
Gesetz verneint wurde, raffte sich der
todtkranke Greis uom Schmerzenslager
auf und erschien persönlich vor der Com-
mission , sich seiner Wahlerpflicht — eS
war zum letzten Male — zu entledigen.
R. war auch seit jungen Jahren ein flei-
ßiger Münzensammler und als solcher in
weiten Kreisen bekannt. Seine Samm»
lung war weniger groß, als durch ihren
größtentheilS hohen Raritatenwerth be«
deutend und berühmt. Was mit dersel-
ben nach seinem Tode geschehen, ist nicht
bekannt.
Znaimer Wochenblatt. Neue Folge,,
II . Jahrg. (i864), Nr. 30 u. 31.
Rillt, Johann (k. k. Ho f -B i ld -
schnitz er, geb. zu Kukus in Böhmen
im Jahre 4813). Sohn mittelloser El-
tern, die aber trotz ihrer Armuth, wie
dieß bei dem im strengen Glauben und
in Religiösitat aufgewachsenen Landvolke
oft vorkommt, nur einen Gedanken hat-
ten, nämlich den: daß ihr Sohn Geist,
licher werde. I n dieser Absicht gaben sie
ihn auch, alS er 12 Jahre alt war. in
ein Kloster, wo er alS Sängerknabe
Aufnahme 'fand und zugleich den erfor»
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Rhedey-Rosenauer, Volume 26
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Rhedey-Rosenauer
- Volume
- 26
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1874
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 436
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon