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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rhedey-Rosenauer, Volume 26
Page - 187 -
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Page - 187 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rhedey-Rosenauer, Volume 26

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Bitter 187 Ritter ob dieser Gartenkünstler, denn R. ver dient vollends diesen Namen, noch lebt er müßte jetzt, da er mit der Iahreszah geht. im 73. Lebensjahre stehen. OesterrcichischeNational-Encyklopä- die von Gräffer und Czikann (Wien 5833, 80.) Bd. IV, S. 393. Ritter, Karl, siehe S. 193, in den Quellen Nr. 4. Ritter von Rittersberg, Ludwig (Schriftsteller, Zeichner. Com p»nist. geb.'zu Prag 19. November 1809. gest. zu Wrschowitz bei Prag 6. Juni 1838). Der Sohn des als Schriftsteller und Kunstfreund bekannten HauptmannS Johann Rit ter von Rit tersberg, dessen besondere Bio- graphie S. 182 nutgetheilt wurde, ano dessen Ehe mit einer Freiin von Vogel« sang. einer gebornen Belgierin. Die erste Erziehung erhielt er im Elternhause unter unmittelbarer Leitung der Eltern; der Knabe zeigte ungewöhnliche Talente und entwickelte sich frühzeitig, rasch hatte er die technischen Studien beendet und schon 1826 bezog er das polytechnische Institut in Prag, wo er unter Bit tner, Gerstner und Steinmann seine Studien machte. Zu gleicher Zeit. do er Talent zum Zeichnen hatte, nahm er bei Bergler Unterricht darin und bil» dete sich unter Einem in der Musik aus. für welche er auch nicht gewöhnliche Be> gabung bekundete. Nach beendeten tech» nischen Studien trat er zu Prag in den Cameraldienst ein. betrieb aber zu gleicher Zeit unter Tomaschek, Vita- «ek^und Karl 3. Hoffmann Compo» sitionsstudien und componirte schon da- mals einige Lieder für den Gesang. In den Staatsdienst war N. getreten, um dem Wunsche seines Vaters zu genügen; als dieser im Jahre 1841 eines plötz» lichen Todes starb, gab R. sofort seine Stelle auf, um sich ausschließlich seiner Lieblingsneigung, der Musik, zu widmm, ging nach Lemberg und wurde dort Musiklehrer des daselbst bestehenden Musikvereins. Auf diesem Posten befand sich N. ganz in seinem Elemente, er ließ sich auch die Sache angelegen sein, erlernte die polnische Sprache, machte sich mit polnischen Lieder-Composittonen bekannt und wurde dadurch febst immer bekann» ter und beliebter. In Lemberg befreundete er sich auch mit dem dort bei der Staats- buchhaltung bedienstetenKarlWladislaus Zap, der spater mit einem Male als !echischer Alterthumsforscher sich ent- puppte. Im März 1844 hatte R. das Unglück, sich durch einen Sturz so schwer zu verletzen, daß er unfähig war. sein musikalisches Lehramt fortzusetzen.' Auf Rath der Aerzte suchte er Heilung in den Teplitzer Bädern Böhmens, und betrieb, fern von seiner in Galizien wei» enden Familie, in dieser Zeit öechische und deutsche Literaturstudien. Ein zwei» er Fall im Jänner 1848 fesselte ihn neuerdings an's Krankenlager. I n dieser Zeit beschäftigte sich R. fleißig mit litera- ischen Arbeiten, welche auf der folgenden Seite aufgezahlt werden. Als im Jahre 1833 Guido Pölz, der Redacteur der Agramer Zeitung, starb, übernahm R. n defscn Stelle die Redaction, legte sie ber bereits im April 1834 nieder und ehrte nach Prag zurück. Um sich eine »effere Existenz zu begründen, pachtete er m Jahre 1836 in Ungam einen Edel- of, aber seine zu geschwächte Gesundheit estattete ihm nicht die mit diesem Gc- 'chäfle verbundenen Anstrengungen, und o kehrte er denn im Jahre 1837 wieder Prag zurück. Auf den Rath der Aerzte übersiedelte er, um reinere Luft zu thmen. auf's Land nach Vrsovic, wo er
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Rhedey-Rosenauer, Volume 26
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Rhedey-Rosenauer
Volume
26
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1874
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
436
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
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