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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rhedey-Rosenauer, Volume 26
Page - 194 -
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Page - 194 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rhedey-Rosenauer, Volume 26

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Nittig 194 Nittig Wien 23. Februar 1777, gest. ebenda 26. November 1818). Sem Vater war k. k. Regierungssecretär. Im Alter von acht Jahren aber kam der Knabe zu seinem Großvater von mütterlicher Seite, zu Friedrich von Knaus Ad. XII, S< 139), damaligem Director deS Physi« kalischen Hofcabinets, der sich durch ver» schiedene mechanische Kunstwerke, unter anderen durch eine „selbstschreibende Wundermaschine", einen Namen gemacht, und der seinen verwaisten Enkel in der Absicht zu sich genommen, ihn zum Nachfolger in seinem Amte heranzubilden. Von seinem Großvater wurde nun R. in der Mathematik, Mechanik, über- Haupt in den inductivcn Wissenschaften auf das Sorgfältigste unterrichtet, über« dieß wurde er in Sprachen, Musik und Zeichnen ausgebildet. So gestalteten sich denn die Aussichten für die Zukunft Ritt ig's in hoffnungsvollster Weise, als der plötzliche Tod seines Großvaters — Knaus starb am 14. August 4789 und sein Enkel Rirt ig zahlte damals 13 Jahre — alle Pläne zerstörte und seine Lebensrichtung änderte. Wohl voll- endete R. noch die philosophischen Stu« dien, aber im Jahre 1792 — im Alter von 13 Jahren — trat R. in die k. k. Artillerie. Schon im folgenden Jahre kam er zur Rheinarmee in's Feld, später machte er die Belagerung Mannheims mit. Im Sommer 1796 befand sich R. im Armeecorps, das unter Feldmarschall Wurmser's Befehl vom Rhein nach Italien beordert wurde. Die Schlacht bei Baffano (8. September 1796) machte R. an Seite des General«Majors Funk von Senftenau ^Bd.V, S. 33) mit, kam mit ihm nach Mantua und theilte vom 11. September 1796 bis 4. Februar 1797 mit der Garnison gleiches Loos- In den folgenden Feldzügen versah er bei verschiedenen Artillerie»Abtheilungs' Commandanten Feld'Adjutantendienste, wohnte als solcher den blutigen Gefech- ten bei Feldkirch in Vorarlberg, der Erstürmung des Luciensteiges in Grau» bündten, der Schlacht bei Zürch und dem Gefechte bei Uznach bei und machte in gleicher Dienstleistung auch die Feld- züge der Jahre 1805 und 1806 mit. Nach dem Friedensschlüsse erhielt er die Bestimmung als Lehrer des Dienstes und Geschaftsftyles in der zu Budweis befind' lichen höheren Lehranstalt des 4. Artil- lerie-Regiments. Auf diesem Posten blieb er, bis der Reformator der österreichi» schen Artillerie, der Feldmarschall Joseph Graf Colloredo.Melz und Wal l - se e ^Bd. I I , S. 427). ihn im Jahre 1808 in das Bureau der General'Artillerie'Di' rection mit der Anstellung als 2. Adju» tant nach Wien berief. Als GrafCollo- redo im November 18t 8 starb, blieb R. in derselben Stellung bei dem Di> rectors'Stellvertretel,Feldmalschall.Ziell' tenantFreiherrn v. Reisner ^Bd. XXV, S. 230), und auch später nocb, als Erz. herzog Ludwig im 1.1819 den Posten des General« Artillerie» Directors über- nahm. I n dieser Zeit war R. zum Haupt- mann in seiner Anstellung vorgerückt und als solcher im Alter von 41 Jahren gestorben. Er war eben daran, mit Pen- sionsrang in den Ruhestand zu über- treten, den er seiner schwächlichen Ge» sundheit wegen und um sich ganz seinen literarischen Arbeiten widmen zu können, erbitten wollte. Aber nach einem Ma- növer am 26. November 1818, an wel- chem er sich sehr anstrengen mußte, wurde er plötzlich von einem Blutsturze befallen, dem er auch erlag. Diese in Anbetracht der Kenntnisse R.'s eben nicht glänzende Laufbahn ist es nicht, die ihm eine Stelle in diesem Werke anweist. Mit Fr. Aug.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Rhedey-Rosenauer, Volume 26
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Rhedey-Rosenauer
Volume
26
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1874
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
436
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
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