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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rhedey-Rosenauer, Volume 26
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Page - 210 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rhedey-Rosenauer, Volume 26

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Nobert 21tt Nobert deckte neue Art v. Hauer nach ihm ^inuaonites Roherti benannte. Eine solche Sammlung von Lias-Ammoniten, 38Ar- ten in 60 Exemplaren, schenkte R. dem Salzburger Museum, das er seit jeher durch Geld und Geschenke unterstützte, so bei dem Ankaufe der römischen Alter- thümer von Bürgelstein durch einen an» sehnlichen Geldbeitrag, ferner durch An» kauf der für Salzburgs Kunstgeschichte wichtigen Schilling'schen Kupferstich» Sammlung, endlich durch beträchtliche Glasspenden für die Kasten, in denen bewegliche Musealgegenstände unter Glas aufbewahrt werden. Ein Freund und Gönner der Kunst, vereinte er in seiner Villa zu Oberalm und in seinem Wohn» hause zu Hallein eine schätzbare Samm- lung von Gemälden neuerer Meister, wie Gauermann, Hunten, Schleich, Volz, Alb. Zimmermann u. N. Aber dabei vergaß er auch der Armen nicht. Durch seine und die Beitrage Ihrer Majestät der Kaiserin Karol ina Augusta wurde ihm Jahre 1846 in der Stadt Hallein eine Kleinkinder<Be« wahranstalt und im Jahre 1884 von ihm mit einem Capitale von 6000 fl. eine Rumford-Suppenanstalt für Halleins arme Bewohner gegründet. R. erlag im Alter von 65 Jahren einem doppelten Schlagstuffe, das Andenken eines Men- schenfreundes und umsichtigen Industriel- len hinterlassend. Reitzenbeck nennt ihn Iustus. Sauter hingegen Iustinus; letzterer Taufname möchte der richtige sein. Mit thei lungen der Gesellschaft für Salz» burger Landeskunde (Salzburg, Ler. 8<>.) X. Vereinejahr (1870). in der Abtheilung: Ge> srllschafts'Angelegenheiten, S. X. — Storch (Franz Dr.), Skizzen zu einer naturhistori. schen Topographie des HerzogthumS Salzburg (Salzburg 1837. Mayr. 8«.) S. 47, in der „Geschichte der botanischen Forschungen in Salzburg" von Heinrich Reitzenbeck. Noch sind folgende Personen desselben Namens, vielleicht die oberwähnten Brüder oder doch nahe Verwandte des Iust inus, bemerketts« werth: 1. Florent Robert (Industrieller, gcb. in Frankreich im Jahre 1794, gest. zu Wien Mitte Juli 1870). Seit 1806 auS Frankreich nach Oesterreich eingewandert, widmete er sich daselbst dem industriellen Geschäfte und legte im Jahre 1836 in Seelo, witz eine Zuckerfabrik an. Das bis dahin unbedeutende Städtchen, heißt es in seinem Nachrufe, hat durch ihn europäische Bedeu« tung erlangt. Es wurde für Alle die, sei es auf dem Gebiete der Zuckerindustrie. sei es auf dem der Landwirthschaft, sich mit dem neuesten Stande der Entwickelung vertraut machen wollten, eine praktische Hochschule, hat Wohlhabenheit, ja Berühmtheit erlangt. R o b e r t , selbst wissenschaftlich gebildet, scheute kein Opfer, keine Anstrengung, um die Resultate des theoretischen Forschens in's praktische Leben zu übertragen. Die Nunkel< rüben-Zuckerinoustrie, dem Alter nach eine der jüngsten; nach Menge, Umfang und Bedeu< tung für den Weltmarkt an der Spitze der Industrie stehend, dankt vornehmlich Robert ihre rasche Entwickelung, ihre großartige Ent« faltung. Durch ihn ward jede Erfindung so« fort zum Gemeingute. Eine nach der andern, wechselseitig sich stützend, entstanden die neuen Einrichtungen, welche die fortschreitende Ent- wickelung der Zuckerindustrie in'ö Leben rief. Jurist, Chemiker, Eisenindustrieller und Land- wirth, vereinigte R. den Tiefblick des ernsten Denkers mit dem weitschauenden Blicke oeö Mannes der That. Durch seine schöpferische Kraft bewunderungswürdig, erschien er ver> ehrungswürdig als Mensch.. Schlicht in sei» nem Wesen, war er Feind der Lüge und Schmeichelei. Seines inneren Werthes be» wußt, floh er äußere Auszeichnungen. Dem Fortschritte huldigend, förderte er ihn auf allen Gebieten durch Wort und That. Prunk, los, wie eS der 76jährige Greis während seines Lebens gewesen, war der Partezettel, der seine Todesnachricht brachte, Ohne Aus- zeichnungen und Ehren, wog sein schlichter Name alle Titel auf, die ihm eher wie man- chem Anderem gebührt hätten. sWiener Ze i tung, Jahrg. 1870. Nr. 162. S. 234.) — 2. Ludwig v. Robert (Industrieller, geb. um 1790, nahm sich selbst daS Leben zu Wien 12, April 1360). Kam gleichfalls auS Süd. frankreich nach Oesterreich, wo sein Oheim bei Aspern eine Fabrik besaß. In derselben
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Rhedey-Rosenauer, Volume 26
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Rhedey-Rosenauer
Volume
26
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1874
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
436
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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