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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rhedey-Rosenauer, Volume 26
Page - 214 -
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Page - 214 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rhedey-Rosenauer, Volume 26

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Nochel 214 Boche! Versammlung von geistlichen und welt. lichen Würdenträgern und der Wiener Bürgerschaft, überreicht wurde. Weitere Nachrichten über diesen verdienstvollen Wiener Bürger fehlen. Im Jahre 1863 berichteten die Blätter von einem in Prag am 26. April verstorbenen Haus. bescher Joseph Roch, der durch seine letztwilligen Anordnungen sich ein blei- bendes Andenken begründet hat; so be> stimmte derselbe ein Capital von 10.500fi. zu einer Stiftung für fünf unverschuldete Arme', verschrieb ferner dem Bartholomai« schen Armenhause 2000 st., dem Barmher. zigen-Spital 300 fi.. demSt.Iacobskloster 300 fi., dem Spitale der Elisabethineri- nen 200 ft. und kleinere Beträge anderen wohlthätigen Anstalten. Vielleicht ist es der obige Wiener Bürger, der, möglicher» weise Böhme von Geburt, in seinen spateren Jahren in seine Heimat zurück- gekehrt und dort gestorben ist. Oesterreichischer Zuschauer, herausgege- ben von EberSberg (Nien, 8«.) 1340, Bd. I I , S. 43l: „Wiener Ehrentafel". — Wiener Zeitung l863, Nr. 97. Rochel, Anton (Botaniker, geb. zu Neunkicchen am Steinfelde in Niederösterreich 48. Juni 1770, gest. zu Gratz 12. Mai 1847). Dcr Sohn eines Kaufmanns; da er frühzeitig seine Mutter durch den Tod verlor, schickte ihn der Vater zu Verwandten nach Kuttenberg, wo er die Schule der Jesuiten besuchte. Der Chirurgie sich widmend, trat N im September 1783 bei einem Chirurgen als Lehrjunge ein und wurde im Mai 1788 „Wundarzneikunstgeselle". Als solcher trat er in den österreichischen MMär« dienst, machte die Belagerung von Or« sova und mehrere Gefechte des öster« reichisch.türkischen Krieges mit und kehrte nach dessen Beendigung zur Fortsetzung seiner chirurgischen Studien nach Wien zurück. Ende September 1792 wurde er als Magister der Chirurgie und bald darauf als Geburtshelfer diplomirt. Von dieser Zeit bis 1798 diente R. wieder in der kaiserlichen Armee als Wundarzt, machte als solcher den ersten Fell^ug, gegen Frankreich mit. in welchem er ge> fangen, aber bald darauf ausgelöst wurde. Nun verließ er den kaiserlichen Dienst, lebte einige Zeit in Frankreich, Belgien und Holland und kehrte gegen Ende 1798 nach Oesterreich zurück. Nun prakticirte er bis 1800 als Arzt im Hradischer Kreise in Mähren, von 1800' bis zum Frühjahre 1820 in Ungarn, wo er zugleich durch fünf Jahre die Stelle eines Hofarztes bei A lo is Frei- herrn von Mednyanszky zu Wesele im Neutraer Kreise, 13 Jahre aber in Rownye im Trentschiner Comiiate bei dem Grafen Asperrnonte versah. Da- selbst beschäftigte er sich fieißig mit dem Studium der Karpathen, vornehmlich ihrer Flora, verzichtete, angezogen von dieser Beschäftigung, endlich ganz auf seine ärztliche Praxis und übernahm im Jahre 1820 die Stelle eines Garten- meiflers im botanischen Garten der Pesther Universität, welche er durch 20 Jahre, bis 10. März 1840. versah, worauf er in den Ruhestand übertrat,, den er noch etliche Jahre zu Grah genoßt wohin er sich im Jahre 1841 begab und dort im Alter von 77 Jahren starb. Seit seinem Aufenthalte in- Ungarn war R. auch schriftstellerisch thätig und gab meh« rere theils selbstständige Werke, theils Aufsatze in Fachblättern heraus. Die ersteren sind: „Nlltnrhiötllrischr Nliszrllen übrr den nordwestlichen Aarpath in Ober- Ungarn", mit ciner Karte (Pesth 1821,
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Rhedey-Rosenauer, Volume 26
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Rhedey-Rosenauer
Volume
26
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1874
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
436
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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