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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rhedey-Rosenauer, Volume 26
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Page - 216 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rhedey-Rosenauer, Volume 26

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Nochel 216 Nochleder. Friedrich August von Sachsen ver» kauft. R. stand mit mehreren Botanikern seiner Zeit im wissenschaftlichen Verkehre, so mit FrivaldSzky, Läng. Kitai« belu. A., unterstützte Ersteren bei seinen Arbeiten im botanischen Theile. Auch gab R. während seines vieljährigen Auf» entHaltes in Rownye vier Centurien ge> trockneter Pflanzen heraus und hat zu Portenschlag-Ledermayer's „Vnu- ineratio p1g,nt2,i'lim in DalniHtiH Isota- lum", welche in Hormayr's „Archiv", 4824, mitgetheilt wird, die Tafeln ge- zeichnet. Kanitz (August), Versuch einer Geschichte der ungarischen Botanik. Aus dem 33. Bande der I^irwass, besonders abgedruckt (Halle 4865, Gebauer'Schwetschke. 8<>.) S. 84, 117. 132. 140. 147, 15l. 154, 169 u. 194. — F'e/sT- 7?kei765jau.ä6 re^ias Uteiaria (Vuäao 1833, 4".) p. 139. — Erneuerte vaterlän» dische Vlät ter für den österreichischen Kai- serstaat (Wien. 4".) Jahrg. 1815. S. 3« u. 333: „Wanderung durch Ungarn"' und „Rückkehr von seiner botanischen Reise". — Noch ist erwähnenswert!) der gleichnamige Hartberg' sche Bezirkscommissär Anton Nochel (geb. zu Weiz im Grätzer Kreise im Jahre 1767, gest. 3. Februar 1831), dem äls Patrioten in diesem Lexikon eine Stelle gebührt. Er war anfänglich Advocat und seit 1?90 Syn> dicus zu Fürstenfeld. Im Jahre 1790 trat er als Anwalt der Stadt und Herrschaft Hart< berg in die Dienste des Fürsienhauses Paar, in.welchen er als fürstl. Oberbkamter. Crimi» nalrichter, Justitiar und Bezirkscommissär eine wahrhaft ausgezeichnete?Thätigkeit ent. wackelte. Als im'Iayre'isUS der Bezi'rk Hart» berg den das Land occupirenden Franzosen eine bedeutende Anzahl Pferde liefern sollte, verzögerte R., als er von den eingeleiteten Friedensunterhandlungen Kenntniß erhielt, auf alle erdenkliche Art die Ablieferung, und als er den Friedensschluß erfuhr, theilte er unverweilt die Nachricht allen Bezirken mit, so daß die ganze Pferdelieferung unterblieb. Im Jahre 1809, als wieder eine große, ja unaufbringliche Hornvieh, und Pferdelieferung von den Franzosen anbefohlen ward, wider- setzte sich R. standhaft derselben, ließ sich sogar gefangen nehmen und fortführen, aber durch seine Standhaftigkeit erwirkte er eine beträcht- liche Herabsetzung der feindlichen Forderun< gen und seine Freilassung. Als dann im g.'< nannten Jahre der Landsturm zur Besetzung der Grenzen gegen Oesterreich aufgeboten wurde, stellte sich R. an die Spitze /einer Insassen und übernahm die Vertheidigung eines Theiles der Grenzen bei Mötmichkir« chen, wobei er sich eben so tapfer als umsich« tig benahm. Die angefühlte Quelle gibt über R'S patriotisches Verhalten im Allgemeinen ausführlichere Mittheilungen. ^Steiermär« kische Zeitsch rift. Redigirt von Dr. G. F. Schreiner, Dr. Albert von Muchar, C. G. Ritter von Leitner. A. Schrötter (Grätz. Damian u. Sorge, 8°.) Neue Folge. VI I . Jahrg. Heft 1 (1842). S. 79.) Rochleder, Friedrich (Chemiker, geb. zu Wien 43. Mai 4819). Das Gymnasium und die philosophischen SW« dien beendete er zu Wien, wo er auch dem Wunsche seiner Eltern, die ihn für die ärztliche Laufbahn bestimmt hatten, nachkommend, das Studium der Medicin begann und am 26. April 1842 — im Alter von 23 Jahren — zum Doctor der Medicin an der Wiener Hochschule promovirt wurde. Aber noch während seiner medicinischen Studien betrieb R. mit großer Vorliebe Chemie und war ein fleißiger Besucher im Laboratorium Redtenbacher's sVd.XXV, S. 116), der damals, von Freiherrn von St i f f t zum Assistenten der Chemie an der Wie» ner Hochschule ernannt, diese Wissenschaft an derselben in anregender Weise lehrte, llm jene Zeit versammelte Liebig in Giessen, mit dem die Chemie einen neuen ungeahnten Aufschwung genommen, Zu- hörer aus allen Theilen Europa's um sich. Auch Dr. Rochleder begab sich im Jahre 1842 dahin und verblieb daselbst, als einer der eifrigsten Schüler des großen Meisters, bis zum August 1843. Im Jahre 1845 wurde R. zum
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Rhedey-Rosenauer, Volume 26
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Rhedey-Rosenauer
Volume
26
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1874
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
436
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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