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NodakowsKi 219 Noder
Bildnisse des polnischen Generals Dem<
bi i iski , wofür er mit der Preismedaille
ausgezeichnet wurde. Er verlegte sich vor
nehmlich auf diePortratmalerei und von
seinen Arbeiten sind, mit Nebergehung
zahlreicher Porträte von Privaten, anzu
führen: die Bildnisse der historischen Per
sönlichkeiten Adam Mickiewicz, Fürst
A. Czar torysk i und das auf der
Weltausstellung 18o3 ungemein Vortheil«
haft gewürdigte von Fr. V i l lo t . Auch
das Porträt seiner Mutter fand in den
Pariser Journalen
6.68 ^
und in der Brüsseler
b6iF6 von Seite der bewährtesten Kunst«
kcitiker Frankreichs, wie von Merimöe,
deBeaumont, Theophil Gaut ier ,
Arnour u. A., ungetheilte ehrenvollste
Anerkennung: nicht nur wurde das Bild
mit Werken seines eigenen Meisters Co»
gniet, mit Bildnissen von Ga l la i t
und Van Dyk verglichen, sondern ihm
eine in unserer Zeit seltene Meisterschaft
in der Pinselführung, die auch das kleinste
Detail gleich vollendet behandelt, zu-
erkannt. Auch im Genre» und im Histo«
rienfache hat R. tüchtige Arbeiten gelie«
fert. so wurden in erster Richtung seine
„Glllizischrn Unndlentr in tirr Kirche" (1837),
in letzterer seine „Schlacht bei Ghllczqm",
mit welchem Gemälde R. den Sieg der
Polen über die Türken am l i . Novem»
ber 4673 verherrlichte, hervorgehoben.
Im Jahre 1861 stellte er in Paris ein
anderes historisches Gemälde aus, dar«
stellend den von ciuer Jagd nach seiner
Behausung rückkehrenden König So-
bieski. dem sich eben der Botschafter
aus dem von den Türken belagerten
Wien nähert, um ihn zur Hilfe gegen die
Belagerer aufzufordern. Er erhielt bei dieser Gelegenheit den Orden der Ehren-
legion. In den Wiener Ausstellungen
waren von dem Künstler bisher nur im
österreichischen Kunstverein im Juni 1864
ein Porträt und in der Weltausstellung
1873 drei Porträte und das Gemälde:
„Gin Predign" (4000 fl.) zu sehen. R.
lebt und arbeitet in Paris. Die „Neue
freie Presse" führt Rodakowski in
einem Aufsatze über „Oesterreichische
Künstler im Auslande" neben Steinte
und Schwind, dann neben Iaroslaw
Czermak, Kol ler, V.Thoren, Dal«
l'Acqua u. A. als einen von jenen
Künstlern auf, „auf die ein jedes Land
stolz zu sein Ursache hätte".
Katalogeder Monats-Auöstellungen des östcr«
leichischen Kunstvereins, 1864, Juni Nr. 29.
— D2i6QQi.Ic l i ts ra l lk i ) d. i. Literari»
sches Tageblatt (Lemberg. 4°.) 1833, Nr. 12,
S. 93. — Neue freie Presse (Wiener
polit. Blatt) 1563, Nr. 128. im Kunstblatt
des Abendblattes im Aufsatze: „Oesterrei.
chische Künstler im Auslande".
Roder, Alois (theologischer Schrift,
steller, geb< zu Kisbär im Graner
Comitate 4. September 1812). Die Ell>
mentarschulen und die unteren Classen
deS Gymnasiums besuchte er zu Tata^
die höheren in Stuhlweifsenburg, nun
trat er in das Seminar, beendete ain
Lyceum zu Tyrnau die philosophischen
und zu Pesth die theologischen Studien.
Im Jahre 1833 erlangte er die Priester-
weihe und trat nun als Cavlan zu Ofen
in die Seelsorge. Aus derselben kam er
im Jahre 1840 als Supplent für Homi^
letik und Katechetik an die Pesther Hoch-
schule, wurde aber schon im nächsten
Jahre Pfarrer «zu Ober-Ludany. Nach
zwölfjähriger Wirksamkeit auf diesem
Posten erfolgte am 29. März 1833 seine
Ernennung zum Prediger und Katecheten
an der Pesthec Universität. Von der
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Rhedey-Rosenauer, Volume 26
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Rhedey-Rosenauer
- Volume
- 26
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1874
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 436
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon