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Nodiyky 224 Nodiykn
Grenz.Regimente befördert und kam, als
er sich bei Ausbruch des Krieges 4809
besonders hervorthat, als Oberlieutenan
zum General-Quarliermeisterstabe. I n
dieser Eigenschaft erhielt er seine Bestim«
mung nach Dalmatien und kam zurDor
truppe des daselbst aufgestellten Armee«
co'rps. I m Gefechte an der Zermania»
brücke zeichnete er sich besonders aus.
Als dann dieser Truppentheil im Zev
maniathale in sehr bedenkliche Lagen
gerieth, war vornehmlich seiner Umsicht
und Entschlossenheit der glückliche Aus
gang des Gefechtes bei Grachacz und di^
dadurch erfolgte Rettung und Wieder»
Vereinigung der getrennten Truppentheile
zu verdanken. Im Jahre 18l3 wurde
R. zum Hauptmann im General-Quar»
tiermeisterstabe befördert und der Bri
gade des Generalmajors Rebrovich
sBd. XXV, S. 84^ zugewiesen, welche
einen Bestandtheil des unter dem Befehle
des Feldmarschall. 3ieutenauts Hi t ler
stehenden zweiten Reserve-Armeecorps
bildete. Daselbst entwarf Nodiczky
den Plan zur Unternehmung gegen Ma
rein und Weichlelburg am 16. September
1843, dann zu den Gefechten bei Laschitz
und Zirkmtz am 24. September, in
welchen, wie noch in mehreren anderen
Gefechten, wie es im Freiherrndiplome
wörtlich steht, „seine Einsicht und Klug-
heit, sowie Kühnheit und kalte Besonnen«
heit, verbunden mit persönlichem Muthe
und rastloser Thätigkeit, ihm in Kurzem
das unbegrenzte Vertrauen seiner Vor«
gesetzten und der Truppen erwarben".
Insbesondere beiLaschitz, woRod iczky
persönlich die Colonne führte, war der
Erfolg ein glänzender: die feindliche Bri«
gade Perimont. 3000 Mann stark, wurde
vollends zersprengt und ihr 400 Gefan-
gene nebst mehreren Fahnen abgenom«
men. Nun kam R. zur Armee nach Ita> lien und gab bei Rovigo, Castagnara.
Pontenura. Parma, Rubbierä und Reg«
gio neue Beweise von Umsicht und glan»
zender Tapferkeit. Besonders an dem
glücklichen Ausgange des Treffens bei
dem Uebergange des Taro am 13. April
4814 hatte er wesentlichen Antheil; denn
um dem Feinde, der jeden Augenblick
Verstärkungen erwartete, seine für uns
sehr gefährlichen Absichten zu vereiteln,
beschloß R., obgleich unsere Truppen
schwächer und durch einen zehnstündigen
forcirten Marsch nahezu erschöpft waren,
dennoch unverweilt zum Angriff zu schrei«
ten. Und in der That führte er ihn auch
"aus, eiferte die Truppen durch eigenes
Beispiel an, auszuharren und zwang den
Feind, der bereits die Unseren zurück-
zudrängen begonnen hatte, nach allen
Seiten zum Rückzüge. Nach Beendigung
des Feldzuges im Jahre 1815 kam R.
als Chef der Generalstabs'Abtheiluug
zum Armeecorps des Feldmarschall«Lieu«
tenants Bub na, wurde dann bei der
Militar-Commifsion des deutschen Bun«
des unter General Steigentesch und
nach der neuen Constituirung dieser Com»
Mission im Jahre 1819 als Protokoll«
führer durch viele Jahre mit besonderem
Erfolge verwendet. I m Jahre 1839
wurde er Oberst im 39. Infanterie-Re«
gimcnte Don Miguel, später General-
Major, und zwar zuerst Brigadier, dann
Präsident der Bundes«Militär»Commis'
sion und Feldmarschall-Lieutenant. Für
'eine oberwähnten Waffenthaten in den
Jahren 1813 und 1814 wurde R. schon
n dem am 20. Februar 1813 abgehal-
tenen Ordens'Capitel'mit dein Ritter-
kreuze des Maria Theresien-Ordcns aus»
gezeichnet und den Statuten gemäß im
Jahre 1819 in den österreichischen Frei»
Herrnstand erhoben. Rod iczky starb
in seiner Stellung als Präses der
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Rhedey-Rosenauer, Volume 26
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Rhedey-Rosenauer
- Volume
- 26
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1874
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 436
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon