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Nogendorf 268 Nogendors
^u 3teichsständen aufgenommen, und da«
mals der Name ihrer Herrschaft Pöclstall im
Viertel o, M V. in den Namen Rogendorf
verändert und die Brüder zu Freiherren
zu Nogendorf und Mol lendurg erho«
den. Am 6. Februar l339 erhielt Wi lhelm
mit seinen BrĂĽdern fĂĽr sich und ibre eheliche
Nachkommenschaft das Er b land<H ofmei-
-steramt in Oestei reich unter der Enns. wel-
ches jedoch rin Jahrhundert später. 1620.
Georg Ehren reich (II.) durch seinen Vei-
tritt zur mährischen Nebellion verlor, worauf
es an die Fürsten Traut söhn verliehen
wurde. Johann Wi lhelm erhielt im Jahre
15?ö, Johann Christian am 12. April
<66!> das böhmische Inco la t und gegen
Ende des l? Jahrhunderts erhielten Johann
Christian und Johann Kar l Freiherren
von R mit Diplom vom lL. April 1686 den
Grafen stand. Jedoch war schon lange
frĂĽher Christoph Rogendorf laut Diplom
ääo. Krems 13. December 1ö37. unter gleich«
zeitiger Erhebung der Herrschaft und des
Schlosses Gunterödorf im Viertel u. o. M.B.
zur Neichrgrassckaft, zum Reichsgrafen erho»
bcn worden. Doch erlosch diese grafliche Linie
der Rogendorf bereits mit Christoph's
Söhnen um die Mitte des 16. Jahrhunderts.
— Was den Reichthum uno insbesondere
die Besitzungen der Nogendorf betrifft, so
erlangten die SproĂźrn derselben sie theils als
Belohnungen für dem Herrscherhause H a b 5»
durg geleistete Dienste, theils und mitunter
sehr bedeutende Erwerbungen durch Heirathen,
so u. a. Caspar durch Nargurelha von
wilöyaus, Georg Ehrenrrich (II.) durch
Johanna Drnc'wsl'.l u Drnowitz, FranzAnton
durch Marin Barbara Gräfin von Götz. Auch
sind die Rogen?orf durch Ehen mit den
wichtigsten Geschlechtern Deutschlands. Oester»
reichs und Ungarns, mit den Liechtenstein.
H erberstein , Oet t ing en. Hohenberg,
Starhelnberg. Heissenstein, K o l o>
wrat, Saln l , Bucquoy, Pä l f fy von
Erdöd, Götz, Hoyos, Puchheim u. A.
verschwägert,
Guellen ^ur Venealogie. Nei l (Anton
Friedr.), Das Donauländchen der Patlimo,
nialherrschaften iin Viertel Ober-Manharts«
berg (Wien i«oä. 8".) S. 224 2?3. 3:i8. 34l
u. 346. — Bergmann (Ios.), Medaillen auf
berühmte und ausgezeichnete Männer des öster«
reichischen Kaiserstaates oom A.VI. bis zum
XIX. Jahrhunderte (Wien ltj44—l837, Tend-
ier, 40.) Bd. I , S. 216-232 Zunächst mit ausführlichen Nachrichten über Wi lhe lm
uon Rogen dorf lS. 219 u. f) . ĂĽl)er Chri-
stoph Freiherrn uon R. (S. 225 u. f.) und
ĂĽber Wolfgang Freih. u. R. (S. 229 u. f.).
ferner init Abbildungen von Medaillen auf
Christoph und auf W olff, ang; aber die.
ser nnt Verssmann's bekannter Gründlich«
keit und auf Grundlage uon Quellenforschung
gearbeitete Artikel enthält auch hie und da
Mittheilungen über dieses Geschlecht im All»
gemeinen). — d'Elvert (Christ. Ritter V.).
Notizenblatt der histor. statist. Srction der
k. k luahr. schles. Gesellschaft zur Beförderung
des Ackerbaues, der Natur» und Landeskunde
(Vrünn, Rohrer, 4") i869. Nr. 7: „Zur
mähr, schles. Adels^eschichte. XXIX. Die Gra<
fen von Rogendorf" ^mehrere Angaben Berg»
mann's berichtigend). — Großes voll»
ständiges (sogenanntes Z edle r'sches) Uni-
versal« L ex iko n (Halle und Leipzig. I . H>
Zcdler. kl. Fol.) Bd. XXXI I , Sp. 493. —
Notizenblat t der kais. Akademie der Wis»
senschaften in Wien. heraus^, uon Chmcl
(Wien, 8°.) Jahrg. l83i: Verzeichlüß von
283, die Familie Roaenoorf betreffenden
Originalurkunden, welcke Altgraf Sa lm dem
FranzenS-Museum in BrĂĽmi geschenkt hatte.
— Nedopi l (Leopold). Deutsche Adelöpro,
ben aus dein deutschen Ordens-Central«
Archive (Wien i868. BraumĂĽller, gr. 8" )
I I I . (Register«) Band. S 165, Wo die Num-
lnern der in den beiden Bänden des Werkes
verzeichneten Urkunden angegeben sind.
II. Einige besonders deilkwurdige SproĂźcn der
Familie Uogeildors. 1. Caspar von R ogen»
dorf (Geburtsjahr unbekannt, gest. 1« Octo»
ber 13l)6). Ein Sohn des Sigmund von
R. aus dessen zweiter Ehe mit Kathar ina
Nindscheit. Caspar, der sich in Unter»
österreich ansässig gemackt. gehörte zu den
treuesten Anhängern des während seiner ü3jäh»
rigen Regierung von auswärtigen Feinden
und seinen nächsten Angehörigen oielbedräng»
ten Kaisers Fr iedrich'S I I I . (IV.). Durch
das Vermögen seiner ersten Frau, einer ge»
dornen v. ll>ilol)lM3, war er in der Lage, den
Kaiser mit GeldoorschĂĽssen aus Verlegenhei.
ten zu reiĂźen, welcher ihm wieder diese Treue
durch Verleihung der Herrschaft Neiternck am
4. Mai 1480 lohnte. Im Jahre l4?9 hatte
ihn der Kaiser bereits zum Pfleger in Wer,
fenstein am Struden crnanln. Er und sein
Bruder Balthasar wurden im Jahre 1480
in den niederösterreichischen Herren stand auf»
genommen. Am l4 December 149! ernannte
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Rhedey-Rosenauer, Volume 26
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Rhedey-Rosenauer
- Volume
- 26
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1874
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 436
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon