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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rhedey-Rosenauer, Volume 26
Page - 269 -
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Page - 269 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rhedey-Rosenauer, Volume 26

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Nogendorf 269 Mogendorf ihn der Kaiser zum Burggrafen des Schlosses und der Herrschaft Steyr, welche Würde er bis 1494 bekleidete. Im Verein mit Nik las von Liechtenstein führte Caspar im Jahre 1492. da Kaiser F ri edrich hochbetagt und König Mar iin Kriege gegen König Kar l VI I I . von Frankreich beschäftigt war, die Negierung in Oesterreich. Nach Kaiser Friedrich's im August 1494 erfolgten Tode widmete sich Caspar vornehmlich der Ver> waltung seiner Güter, welche er durch Kauf mit den Herrschaften Rosenburg und Otten« schlag vermehrt hatte. Von seinen Söhnen aus erster Ehe pflanzten Wol fgang und Wi lhe lm das Geschlecht fort. Der von W ilhe lm gestiftete Zweig erlosch aber bereits mit seinem Enkel Johann Hoyer ftergl. die Stammtafel). ^Bergmann (Ios), Me» daillen auf berühmte und ausgezeichnete Männer des österreichischen Kaiserstaates vom XVI . bis zum XIX. Jahrhunderte (Wien 1844—1837. Tendlcr. 4°.) Pd. I, S. 217.) — 2. Christoph Freiherr von N. (geb. 19. No- vembrr 15! 0, Todesjahr unbekannt). Ein Sohn Wilhelm's (I.) von N. aus dessen Ehe mit Elisabeth Gräfin von Oett ingen. Erhielt in Nücksicht der Verdienste seines Vaters in noch jungen Zahlen die Stelle eineS Obristen der kcns. deutschen Leibgarde. Christoph führte ein bewegtes Leben, cr kämpfte in Spanien und Aftika, kehrte dann in sein Vaterland zurück, wo ihm sein Vater die im Jahre l337 zur Nei ch s g rafscha ft erhobene Herrschaft Guntersdorf abtrat. Ueber seinen nachtheiligen Einfluß auf die Kriegs' Operationen seines Vaters Wi lhelm vor Ofen im Inl i 4341 vergleiche das Nähere bei Wi lhe lm ^S. 271. Nr. 10). Christoph vermalte sich mit der Witwe des Herzogs Friedrich von Sachsen, einer gebornen Gräfin Mannsfe ld, mit der er in unglück- licher Ehe lebte und sie, nachdem ihn seine Gläubiger uon allcn Seiten bedrängten, heimlich ueUieß. Er floh nach Constcmtinopel, wo ihn Sultan Sule im ann in seine Dienste nahm, wo er aber durch seine Verschwendung und Spiclsucht auch bald um alles Ansehen kam. In der Türkei, wo er auch zum türki» schen Glauben übertrat, bekleidete cr die Stelle cineö Hof' und Staatsfouriers (soge- nannten Hlutc'lorrilca,). Dort soll er nur Wenige Jahre geblieben und zuletzt in Dienste des Königs von Frankreich getreten und dort auch gestmben sein. König Heinrich I I . von Frankreich hatte ihn mit dem Marquisat der I8ls3 ci'Or und ä'HiZrsL in dcr Provence belehnt, Christoph führte den Beinamen Conts, was wohl Cond<3 heißen sollte, da seine Großmutter von mütterlicher Seite die Erbin der Herrschaft Cond« im Hennegau war. Was mit Christoph's Söhnen, deren einer den im Hause Mannsf r ld öfter vor« kommenden Taufnamen Johann Hoyer führt«', geschehen, ist nicht bekannt. Mit ihnen beiden erlosch die uon Wilhelm begründete Linie der Rogendorf. s.Hammrr, Ge» schichte deS osmanischen Reicks (Pesth 1834). Bd. I I , S. 201. 203; Bd. IV, S. 879. — Bergmann, am bez. Orte, Pd I, S. 226.) — 3. Ernst Graf uon R.. ein Sohn des FeldmarscDall-L'eutenants Graftn F r a n z Anton aus dessen Ehe mit Marie Bar- bara Gräfin Götz und Brnder Cajetan's I^S. 266) Graf Ernst erhielt, für den Stand seines Vaters bestimmt, seine Ausbildung in der k. k. Militär-Akademie zu WiencrNeu- stadt, aus welcher er im Jahre 1789 als Fahnencadet in das Infanterie » Regiment Nr. 10. damals Ernst Ludwig Herzog von Braunschweig - Wolfenbüttel , ausgemustert wurde. In, Felozuge des Iahns 1793 that rr sich bei der Erobenmg von Marchiennes besonders hervor. Damals bereits Lieutenant, führte er die Freiwilligen zum Sturme und wurde bei dieser Gelegenheit velwuiidet. Graf Ernst trat als Oberstlieutenant in den Ruhe- stand und lebte in Wien; auS seiner zweiten Ehe mit Wi lhelm ine Friederike von Fr iedwalde, aus einem alt.n steirischen Geschlechte, hatte er acht Kinder, uon denen Graf Joseph Albert Ernst den Stamm fortpflanzte (vergleiche die Stammtafel). ^Lettner von Leitnertreu (Theod. Ign.). Ausführliche Geschichte der Wiener<Neustädter Militärakademie (Hermalinstadt1tj32, Theod. Steinhaussen,8«.) Bd. I, S.406.) — 4. Georg Ehrenreich (II.) von R. (geb. 1596. gest. 1633). Ein Sohn Caspar's von R. aus dessen Ehe mit Margaretha uon Star« heinberg, war wie sein Vater Caspar und Großvater Georg Ehrenreich (I.) Protestant und mußte, nachdem er mit den 31 anderen niederöstcrreichischen Edlen dem Bunde mit dem protestantischen Böhmen beigelreten war. 1620 nach der Lausitz aus' wandern, wurde als Rebell erklärt, verlor das österreichische Erbland «Hofmeisteramt, das seiner Familie im Jahre 1839 war ver. liehen worden und nun an die gefürstete Familie Traut söhn überging und durch
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Rhedey-Rosenauer, Volume 26
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Rhedey-Rosenauer
Volume
26
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1874
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
436
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
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