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Scheda 147 Schedel
gen vierfachen Farbendruck aufgeführte
Karte von Europa in 23 Blättern,
Sr. Majestät dem Kaiser FerdinandI .
gewidmet und im Maße von 1—2.360.000
der Natur ausgeführt, dieses Kartenwerk
ist dann in zweiter, mit Benützung aller
mittlerweile bekannt gewordenen neuen
Quellen vermehrter und verbesserter Auf«
läge erschienen; — das zweite ist dieKarte
der gesammten österreichischen
Monarchie auf 20 Blattern im Maße
von 1 Zoll zu 8000 Klaftern (oder von
1 zu 376.000). Von seinen ferneren Ar-
beiten find noch zu nennen: der „Hand-
atlaS der neuesten Geographie",
den er unter Mitwirkung des k.k. Rathes
Anton Steinhäuser im Jahre 1868
herauszugeben begann. Es sind davon
bisher die Karten: Europa, Asien.
Afrika. Australien. Italien, Britische
Inseln, die Hemisphären, Nordamerika,
Südamerika. Frankreich, Schweden und
Norwegen und das europäische Nord«
rußland erschienen; — und das im Jahre
1868 begonnene neue große Kartenwerk
„Central-Europa" in 40 Blättern. Maß-
stab 1 zu 376.000, wovon dem Heraus«
geber dieses Leiikons bisher die 8 Blat-
ter: Galacz. Odessa. Mozyr, Kiew, Dan-
zig, Posen. Warschau und Pinsk zu
Gesichte gekommen sind. Scheda's
Kartenwerke erfuhren wiederholte Aus«
zeichnungen' auf der Londoner Ausstel«
lung 1862 wurde ihm für seine Karte
von Europa die Medaille erster Classe
zuerkannt, aber auch an den dem mili-
tärisch.geographischen Institute auf an-
deren Ausstellungen zuerkannten Preisen
hat S. mit seinen Karten unbestrittenen
Antheil. Seine Majestät der Kaiser
schmückten S. mit ah. Cabinetsschreiben
vom 14. Februar 1863 mit dem Orden
der eisernen Krone dritter Classe, nach»
dem ihm vorher schon die Könige von Preußen, Sachsen, Holland, Belgien,
Sicilien, die Großherzoge von Hessen
und Toscana und andere Fürsten ihre
Orden verliehen hatten. Die geogra»
phischen Gesellschaften zu Berlin, Darm-
stadt und Wien haben den berühmten
Chartographen in den Schooß ihrer
Mitglieder aufgenommen. Im Jahre
1864 wurde S. den Statuten des Or>
dens der eisernen Krone gemäß in den
erblandischen Nitterstand erhoben.
Ritterstands'Diplom ääo. 10. Juli l864.
— Literarisches Centralblatt für
Deutschland, herausg, von Friedrich Zarncke
(Leipzig. Avenarius. 4«.) l865. Sp. 422;
18b7. Sp. .1299, über Scheda's chatto.
graphische Arbeiten. — Oesterreichische
Wochenschrift für Wissenschaft, Kunst und
öffentliches Jeden (Beilage der amtlichen Wie»
ner Zeitung) (gr. 8«) Jahrg. 1865. S. 543:
„Scheoa's chartographische Arbeiten", von
Steinhauser. —Wappen. Ein quer« und
halb in die Länge getheilter Schild. Oben
im blauen Felde neun silberne Sterne (4 über
3 und 2); im unteren rechten Felde in Gold
ein Erdglobus mit Gestell, im unteren linken
Felde in Roth ein schrägrechts gerichtetes
blankes Schwelt mit goldenem Kreuzgriffe.
Auf dem Schilde ruhen zwei zu einander ge»
kehrte gekrönte Turnierheln'.e. Die Krone des
rechten Helms trägt einen geschlossenen, oorn
uon Blau über Silber und hinten, abgewech»
selt quergetheilten Adlerflug; auf jenem des
linken lehnt ein überbogener geharnischter
Arm mit über sich gezücktem Schwerte an
goldenem Kreuzgriffe in der mit einem Panzer
bekleideten Hand. Die Helmdecken sind
rechts blau mit Silber, links roth mit Gold
unterlegt.
Schedel, Franz. Der ursprüngliche
Name des ungarischen Literarhistorikers
Franz Toldy, der eben seinen deutschen
Namen Schedel in den magyarischen
T o l d y umwandelte. Siehe: Toldlj,
Franz.
Schedel, Martin (Kupferstecher,
geb. zu Thonheim in Tirol im Jahre
1677, gest. im Jahre 1748). Erscheint
auch Schödle und. wie im Tiroler
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Sax-Schimpf, Volume 29
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Sax-Schimpf
- Volume
- 29
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1875
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 374
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon