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Schön, Anton 108 Schön. Bruno
director und am 23.Februar 183l Oberst
im CorpS, 1838 staatsräthlicher Referent,
in welcher Anstellung er 4836 General-
Major und 4846 Feldmarschall-Lieute-
nant wurde. Als solcher hat er stch in
der Schnurbartfrage der kaiserlichen
Armee kein Lorbeerblatt in den Kranz
seiner sonstigen Verdienste geschlungen. Es
handelte sich nämlich, ob den Infanterie»
Officierm in der kaiserlichen Armee das
Tragen des Schnurbartes zu gestatten
sei. Nun gab eö eine Partei, die der
Worte Heine's anläßlich des preußischen
Schnurbartes gedachte: „Des Zopfthums
neue Phase: der Zopf, der eh'mals hin-
ten hing, der hängt jetzt vor der Nase",
und zu dieser Partei mochte General
Schön zählen, der in einer ungeheuer
gelehrten Abhandlung bewies oder doch
beweisen wollte, daß der Schnurbart mit
den hohen Pflichten eines Infanterie»
Offiziers unvereinbar sei. Als nun in
der Armee bekannt geworden, daß die
Infanterie-Officiere die Schnurbärte nicht
tragen dürfen und auch der Haupturheber
dieses VerdictS, der Staats- und Con-
ferenzrath Feldmarschall-Lieutenant Ba-
ron Schön, nicht verschwiegen blieb, da
ging durch die ganze Armee der Witz:
„Jetzt erst besitzen die Officiere die rechte
Schönheit". Nach den Ereignissen des
Jahres 1848 trat S. in den Ruhestand
über, nachdem er 49 Jahre in der Armee
und in den Kriegen mit Auszeichnung
gedient. Im Jahre 1820 erlangte S.
die Freiherrnwürde. S. starb im Alter
von 71 Jahren. — Von seinen Brüdern
dienten zwei in der kaiserlichen Armee.
Der ältere. Michael Schön v. Treuen-
werth, starb im Jahre 1840 als Feld-
maischall-Lieutenant und Inhaber deS
Infanterie-Regiments Nr. 49; — der
jüngere war Hauptmann im General-
Quartie.rmeisterstabe, hatte noch als Unter» officier die silberne Tapferkeitsmedaille
erhalten, wurde am l7. März 18U9 bei
Tarvis schwer verwundet und starb
an
seiner Wunde am 1. August zu Villach.
Taftferkei le-Zeugniß, ausgestellt von dem
Feldmarschall«Lieutenant Fenn er, den Gene»
ralMajoren Stanissablevicz und Vla>
sitz und dem Oberst im Generalstabe Flei.
scher. 6ä°. Caldiano 27. October i8l3. —
Freiherr nstanos.Diplom ääo. i.Marz
l82U. — Oesterreichischer Soldaten,
freund (Wien, 4°.) VI. Inhraang (!8«3),
S. 337: „Nekrolog". — Hirtenfeld (I.),
Der, Militär'Marill Theresien>Orden und seine
Mitglieder (Wien 1837, Staatsdruckerei, kl, 4».)
S. I2A3 «. !74Z. — Oe N er rei chi scher
Mi l i tär-Kalender. Herausg. von Hir>
tcnfeld (Wien, kl. 8°) V. Jahrg. (1834),
S. !44. — Wnppen. Ein gelb und blau in
die Länge getheilter Schüd. Im rechten gel-
ben Felde auf dreispitzigen natürlichen Bergen
ein rcchtSgekchrter einfacher rother Adler mit
offenem Schnabel, ausgeschlagener Zunge,
ausgespannten Flügeln und uon sich gestieck'
ten Fängen, Im linken blauen Felde auf grü>
nein Nasen ein «olduerbrämter geharnischter
Mann, in der Rechten ein Schwert an gol>
denem Griffe haltend, die Linke in die Seite
gestützt, in der rechten Ecke dieses Feldes sieht
man die aufsteigende Sonne, in der linken
den aufsteigenden Mond. Auf dem Schilde
ruht die Frciherrnkrone, auf welcher drei ge>
krönte Turnierhelme sich erheben. Die Krone
des mittleren, in'5 Visir gestellten Helms
trägt einen schwarzen Doppeladler mit osse>
nem Schnabel, roth ausgeschlagcner, Zunge,
ausgebreiteten Flügeln und uon sich gestreck«
ten Fangen; die Krone des rechten einwärts'
gekehrten Helms trägt einen golduerbrämten
aufwärtsgebogenen geharnischten Arm, der
ein entblößtes Schwert an goldenem Griffe
hält; aus der Krone des linken Helms wallen
drei Straußenfedern, eine goldene zwischen
der rechten rothen und linken blauen. Die
Helmdecken sind rechts roth, links blau,
beiderseits mit Gold unterlegt.
Schön, Bruno (Mönch des Mino>
ritenordens und Schriftsteller, geb.
zu Ob erfand au bei Marienbad in
Böhmen im Jahre 1809). Nachdem er
das Gymnasium in Eger beendet, ging
er nach Wien, wo er an der Hochschule
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schnabel-Schrötter, Volume 31
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Schnabel-Schrötter
- Volume
- 31
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1876
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 402
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon