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Schönberger 128 Schonberger
Journale ausgeführten Zeichnungen ist
jene seiner Illustrationen für Romane,
Kalender, Geschichtswerke u. dgl. m>,
welche sich auf mehr denn 2000 Num-
mern beläuft. Die von S. bisher vor»
zugsweift illustrirten Werke find: Pa>
tuzzi'S „Geschichte Oesterreichs", des.
selben „Geschichte der Papste". AluenS-
leben's „Allgemeine Weltgeschichte«,
„Kriegspanorama vom Jahre 1866",
der „Deutsche Feldzug 4870/71«, „Elsaß
und Lothringen", die „Lutherische Kinder«
bibel" u. dgl. m. Es ist Schade, daß
S.'s Stift für so oberftächliche Arbeiten,
wie von Patuzzi und AlvenSleben,
abgenützt wird. Im Ganzen aber sind
seine Blätter gut gezeichnet, geben ein
treues Bild der dargestellten Scene, auf
den figurenreichen Blättern sind die
Gruppen geschickt vertheilt, und der Mo>
ment, den der Künstler für die Ausfi'ch-
rung seiner Bilder wählt, ist mit küust-
lerischem Auge gewählt. Aus diesen
Arbeiten geht nm zu deutlich hervor, daß
ein Talent, begabt, Größeres und Be>
deutenderes zu schaffen, im Frohndienste
deS Lebens mit Kleinigkeiten abgenützt
wird, da ihm ein Mäcen fehlt. Der
Künstler bedient sich auf seinen Blättern
des nachstehenden Monogramms: H^
Eigene handschriftliche Notizen und
Sammlungen.
chgr, Adolph Freiherr (k. k.
Feldzeugmeister, geb.zu Constanz
im Großherzogthume Baden im Jahre
1804). Ein Sohn deS Landschaftsmalers
Lorenz S. aus dessen Ehe mit einer
Freiin Hundbiß von Waltrams
aus Schwaben. Da seine Mutter nach
ihres ersten Gatten Tode sich wieder, und
zwar mit Karl Grafen Gatterburg
vermalte, übernahm der Stiefvater die
.erste Erziehung deS Jünglings, die er mit Liebe und Sorgfalt leitete. Im Jahre
1820 trat Adolph in das damalige
4. ChevaurlegerS-, jetzt Fürst Windisch.
Grätz-Dragoner-Regiment, mit welchem
er noch im nämlichen Jahre nach Neapel
marschirte. Im September 1822 wurde
er Unterlieutenant bei Erzherzog Ferdi»
nand-HuSzaren Nr. 3. 1831 Oberlieute»
nant. 1838 Rittmeister, 1846 Major im
Regimente. Im April 1849 erfolgte
seine Ernennung zum Oberst und Com>
Mandanten des 3. Chevauxlegers-Regi»
ments Erzh. Ferdinand Max, am 3. März
1831 zum Gmeral'Major und Brigadier
im 7. Armeecorps in Verona, in welcher
Eigenschaft er im Winter 4884 nach
Grab, im folgenden Jahre als Eavalle.
rie>Brigadier nach Wien übersetzt wurde;
am 1. März 1889 rückte er zum Feld»
marschall'Lieutenant vor mit der Bestim»
mung als Divisionär in Galizien, wo er
im Frühling 1861 dem 3andes»General>
Commando in Lemberg zugetheilt wurde
und dessen Administrationsgeschäfte bis
Juli 1863 führte. Im September g. I .
trat er in den Ruhestand über, als aber
im April 1863 die Stelle eines General«
Inspectors der Gendarmerie in Erledi»
gung kam. fiel die Wahl auf den alten,
in Krems in Zurückgezogenheit lebenden
Feldmarschall'Lieutenant. Als er auch
diese Stelle in einigen Jahren niederlegte,
trat er mit dem Titel eines Generals der
Kavallerie in den Ruhestand und lebt
als solcher zu Görz, In diese, ein halbes
Jahrhundert umfaffende Dienstzeit fallen
die Kämpfe der Jahre 1848, 1849 und
1889, in welchen
sich der General durch
Umsicht und heldenmäßige Bravour bei
verschiedenen Gelegenheiten hervorge»
thcm. Im Feldzuge des Jahres 1848
machte S., damals HuszarenMajor, die
beiden Angriffe auf St. Tamas am 13.
und 19. August mit, bat aber, als er,
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schnabel-Schrötter, Volume 31
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Schnabel-Schrötter
- Volume
- 31
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1876
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 402
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon