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Schonbrunnet 142
Aeim Niviu« (gedruckt bei Pollak in
Pesth, 4°.). — Der ältere Bruder des
Grafen Karl Eduard. Graf Fried-
rich Damian (geb. 26. Mai 1800, gest.
zu Wien 4. Mai 1374). war k. k. Major
außer Dienst, Vailli Quoiana deS Mal»
teserordenö und Commandeur zu Mail'
berg und Daschitz. Andreas Graf Thür»
heim in seinen jüngst herausgegebenen,
so interessanten »Licht» und Schattenbil»
dein aus dem Soldatenleben und der
Gesellschaft« (Prag 1876, Dominicus,
gl. 8°.) gibt S. 292 u. f. eine schöne
Charakteristik dieses edlen Kavaliers und
würdigen Spcoßm seiner berühmten
Familie, den er „als einen wahren Ritter
der CharitaS, dem der Segen und die
Dankgebete vieler Armen in's Jenseits
hinüber folgen". Mdelt.
Oestellcichische Nationlll'N»cyklopn<
die oon Giäffer und Czikann (Wien
1836, 8°.) Nd, IV, S. 278, — Wiener
Salon.Vlatt (4°) <8?2, Nr. Zl. — Der
Floh (Wiener illustr. Witz> und Spoltblatt,
Fol,) U. UM 18?!>, Nr. « : „Gräfin Fanny
Schönborn".
Schöllbninner, Karl (Historien-
maler, Geburtsort und Jahr unbe»
kamt). Zeitgenoß. Ein noch junger
Künstler, der an der Wiener Kunstakade»
mie seine erste Ausbildung erhalten und
diese später in Italien vervollkommnet
hat. Im Jahre 1864 und den folgenden
befand er sich mit kaiserlichem Stiften»
dium in Rom. Im Jahre 1882 hat er
in den Iahres-Ausstellungen der k. k.
Akademie der bildenden Künste zu St.
Anna in Wien zum ersten Male aus-
gestellt und dann begegnete man von
Zeit zu Zeit in denselben, wie in den
Monats-Ausstellungen des österreichischen
Kunstvereins und in jenen des Künstler»
Hauses seinen Gemälden. In den Iah.
res-Ausstellungen des ersteren waren zu
sehen, im Jahre 1852: „GMrirb «°n Schonbrunner
um h. Grabe dir 3U»ffe niederlegend"
(300 fl.); — 1858: „Vn h.
Altarbild: — 1859: „Nischtt
meiirt drm Nnisn Ghelldusins den Gintritt in
die Kirche"! — 1864: „VerZnchnng des j?.
Entmin«" (480 ft.): — in den Monats.
Ausstellungen des letzteren. 1863. im
Mai: „Herr Ueili' !m u»s, l>enn es mil!
ZUnnd wlrhen", Evang. Lucas (280 fi.),
vom K. V. angek.^ — 1864. im Fe>
bruar: „Gin Gnnnhiinörr" (400 fi.); —
1865, im Mai: „NnZ dem Anuchnreten-
lebln" (800 ft.)l — „st. AMötinn« nnli
der Nnnbe nm »ncZötlünde" (800 st.),' —
in der I I . großen internationalen Kunst»
ausstellung im April 1870: „IWgenit
«ul Gnnri«" (800 fl.) i — in den Aus»
stellungen deS Künstlerhauses in Wien
1870: „Genrebild" (aus Nom, 400 fi.)-
— „Almi nnt, Nnü«t", Allegorie (800 ft.).
Schonb runner ist ein Talent, das
zu den schönsten Hoffnungen berechtigt.
Wenn einer seiner Kritiker anläßlich eines
seiner Bilder don Goethe'schen Vers
paraphrafirte: „Den Schüler seh' ich
wohl, allein es fehlt die Schule", und
dadurch den Künstler abfällig zu beur»
theilen vermeinte, so hat er statt deffen,
ohne zu wollm, das Rechte getroffen,
denn in S ch önbr u n ner's Arbeiten zeigt
sich eben neben tüchtigem Studium große
Selbstständigkeit der Denkungsweise. In
den ersten Bildern zeigt er sich zu akade.
misch angelegt, verstand es aber bald,
sich zu befreien, auch die anfänglich ver>
schwommene, unsichere Farbe wich bald
einer frischen, mitunter pikanten Farben>
gebung, die nur in den Fleischparthim
zuweilen etwas zu hart anläßt. — Noch
sind zwei Künstler desselben Namens —
ob mit einander und dem obigen Karl
S. verwandt, weiß ich nicht — bemerkend
werth, nämlich I gnaz und Joseph
Schön brunner. Von Ignaz war >n-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schnabel-Schrötter, Volume 31
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Schnabel-Schrötter
- Volume
- 31
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1876
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 402
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon