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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Volume 31
Page - 144 -
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Page - 144 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Volume 31

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Schonburg 144 Schönburg nahm. Im Jahre 1812 von seinem Könige nach Dresden berufen, that er bei der berühmten Zusammenkunft Na- poleon's mit Kaiser Franz, Konig Friedrich Wilhelm und mehreren RheinbundSfürsten Dienste als Oberst- Hofmeister der Kaiserin Mar ie Louise. Als im November 1813 der Aufruf an daS deutsche Volk erging, gegen Nap o leon die Waffen zu ergreifen, folgte er sofort diesem Rufe, focht bei Courtcoy, 31. März 1814, im Feldzuge 1818 als Oberst im Generalstabe Blücher's, in den Schlachten bei Leipzig und Waterloo, Fuße yerwundet wurde, woraufwo er mit dem Heere der Wirten in Frank« reich einzog. 1817 verließ er als preußi' scher General-Major die Dienste. Auf dem Wiener Kongresse verfocht er die Rechte seines Hauses, namentlich gegen Sacksen, auf das Entschiedenste; erwirkte, als seine Lande an Sachsen kamen, durch den Gcläuterungsproceß von 1888 seinen bisherigen Unterthanen eine Entschädi« gung sächsischer SeitS von weit über «iner halben Million Thaler und spielte eine einflußreiche Rolle auf den Land» tagen 1820—1831. Den schon siebzig- jährigen Greis ernannte noch der König von Sachsen im Jahre 1888 zum Mit» gliede seines Etaatsrathes, Fürst Ot to Victor war seit 11. April 1847 mit Thekla Prinzessin vonSckwarzburg> Rudolstadt (geb. 23. Februar 1798, gest. 4. Jänner 1861) vermalt, aus wel> cher Ehe sieben Kinder, wie sie aus der Stammtafel ersichtlich, stammen. Eckardt (Pfarrer), Otto Victor Fürst uon Schönburg'Waldenbura, ein Veteran der Be. frelungitnege (Leipzig l8Z9, O. A. Schulz, 8°.). Zur Vtiicaloaie ler Fürsten Schönbur«. Die Schön bürg sind ein altes deutsche« Dyna> stengeschlecht, dessen genealogische Darstellung bei der veischiednien Schreibart, auf welche man in den alten Urkunden und Diplomen stößt, als Sconebure, Sconebere, Sconebect, Schonenbure, Schonende«, Sonbure. Sum> bürg, Ssumdurk u. s, w,, ungewöhnliche Schwierigkeiten bietet, Sie hat sich im Laufe der Zeiten mächtig vermehrt und bestehen zur Stunde zwei fürstliche Linien: Schön. burg-Waldenburg und Schön bürg» Harten stein, und zwei gräfl i che Linien: Schönburg'Glauch a u und Schön bürg» GlauchaU'Penig und Wcchfelburg. Die fürstliche Linie wird auch zum Unter» schiede der gräflichen, welche die untere heißt, die obere genannt. Wenngleich auch die übriarn Linien durch Heirathen und son< stigc Verhältnisse, als Staatsdienste, Würden, in manche» Beziehungen zu Oesterreich stehen, so hat doch für dieses Lenkon zunächst nur die fürstliche und uon dieser die Linie Schön» durg'Hartenstcin näheres Interesse. Da über das ganze Geschlecht erst in neuerer Zeit ein auf Urkundenforschung quellenmäßig ye> arbeitete« Weit: „Negcsten des Hauses Schön» bürg vom urkundlichen Auftreten desselben bis l320" (Zittau <8«!>), uo» I'r. C, A, T°> bia«, erschienen ist. so wird für Alle, so sich über diese Familie des Näheren unterrichten wollen, darauf hingewiesen. Die Familie selbst leitet ihren Ursprung uon den böhmischen Herzogen ad, und so wäre Nheubald (II,) ein Tnkel des böhmischen Herzogs W lad!«< laus, Erbauer des Schlosses Schünburg, nach welchem die Fnmilie ihren Namen führt. In der That erscheinen mehrere Schiw bürg in der böhmischen Geschichte s/iehe S l4« «, i4?^. Andere Genealogen uersuchten und erwiesen in ihrer Art — durch Conjunc» türm oft zusammen zwingend, was nicht zusammen gehört — den Nachweis anderer Abstammung, so uon den Markgrafen von Lausitz, von dem königlich fränkischen Ee< schlechte der Sennonen u. s. w,, worüber nutzlosen Streit zu führen, wir eben den Ge> nealogen überlassen. Eine uon anderer Seite «ersuchte gcnmnschaftliche Abstammung der Familien Schön bürg uud Schönberg wird aber entschieden in Abrede gestellt, wofür auch die völlige Verschiedenheit der Wappen sprechen mag, — Was die Stand cserhö« hungen deS Hauses betrifft, so wurde mit Diplom uom 7. August l?00 für dns ge< sammle Haus Schönburg die Grafen« würde erneuert und dem Grafen Otto Karl Friedrich mit Diplom uom 9, Octoder l?W für sich und alle seine männlichen und
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schnabel-Schrötter, Volume 31
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Schnabel-Schrötter
Volume
31
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1876
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
402
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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