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Schonfeld 466 Schönfeld
nerte. zu diesem Zwecke Felsen sprengte
Höhen abdachte, erweiterte und planirte,
und eine bequeme Straße für Fußgänge
und Fahrende durch das Thal herstellte.
Oben schon wurde einer literarischen
Arbeit S.'S aus dessen späteren Jahren
gedacht, der Vollständigkeit wegen seien
noch seine übrigen Schriften angeführt,
und zwar: „Nie Kunst, du« nnuerlmnnbnrr
Zkinp»Pier znm Hachdecken nachznahmen; durch
Arsnch du I M . u. Oeurgi Mri i t t" (Wien
1782, Wimmer, 8«.)' — „Gekannmi«
A-N-G-Nnch tür junge Vente, welche i>ie ganze
Andmichch«« erlernen umüen" (ebd. 1792.
8".), erschien ohne Namen; — „OhruM
nnd Gelchichtl dn 3ant>wrtji«ch»tt uun Vüli-
mkn" (ebd. 1792. 8".), erschien gleichfalls
ohneNamen; — „MunVchMch der Inliustril
«nd Zficallltilln tür Künstler.und Handwerker"
(ebd. 1792, 8".); — „Idnn zur Zlnllgung
ein« MndlliHschllttz'Oülllnie unn lOV uimen
Fnmiüln" (Wien und Prag 1793, 8».);
— „GichnlllnglSchl« Nusenm, zur Vertheidigung
d« Knnltln- «nd GewirbeZinndls lMnit in
Wien« (Prag 1798, 8«.); — „Zlte V M
dn Rühmen und Mülirer" (ebd. 1808, 8".),
in welcher er das Entstehen und die Aus»
bildung mancher Gewerbe undKünste
in Böhmen nachzuweisen sucht; — dann
gab er heraus: „Oekunnmische Arbeiten eini-
ger Freunde di5 Onten und Gemeinnützigen in
VölMn« (Prag 1792. 8«.) und schrieb
zur 2. Auflage des NucheS: „Dei prak»
tische Landwirth ln Beispielen und Be>
lechnungen" (Wien 1793. 8°.) von Io-
stph Karl Schmidt die Vorrede. Nach
Johann Ferdinand von Schönfeld's
im Alter von 71 Zähren erfolgten Tode
übernahm sein Sohn Ignaz die Samm-
lungen und suchte im Geiste seines Vaters
thätig zu sein. Vergleiche stine UbenS-
skizze S. l32.
Scheiger ( I . E. A.), D°S uon M t « Ferd,
v. Schönfeld geZründtte technologische Mu> seum zu Wien (Prag 1824) — (Ho r>
mayi's) Archiv für Geschichte, Statistik.
Literatur und Kunst (Wien, 4°,) Iahrg, 1811.
S. 63? lüber sein Adelöarchiu); 1812, S. 381;
1812, Nr. 38 u. 39: „An Schönfeld und sein
Museum", uon Deinhard stein; 1823,
S. 3? u. 124 IWer sein Museum), — Anna«
len der Literatur und Kunst des In> und
Auslandes (Wien, Doll, 8°.) Iahrg. 1810,
Bo. IV, T- 319—329. — Oesterreichischc
Nat ional .Encyklopädie vonGräffer
und Czilann (Wien 183», 8».) Bd. IV,
S. L?9. — Erneuerte vaterländische
Blätter für den österreichischen Kaiserstaat
(Wien, 4«.) Iahrg, 18l?. Intelligenzblatt
Nr. 46. — Böckh (Franz Heinrich), Wien«
lebende Schriftsteller, Künstler und Dilettan.
ten im Kunstfache. Dann Bücher», Kunst, und
Naturschätze u, s, w. (Wien 1821, PH, Bauer,
kl. 8°) S, 21» u, 22l. — Porträt. Solbrig
H«2i., Hal le ««. 1734.
Noch sind bemerkenswert!): i. Ein Künstler
Joseph Schönfeld, Hlllzschüitzer in Wien,
der in dcr Iahres-AuSstellunn bei St. Anna
1843 ein „Gothisches Ornament", in Linden,
holz geschnitzt nach Martin Schön's Feder»
Zeichnung, ausstellte. Ueber andere Arbeiten
des Künstlers und sonst über sein Leben ist
nichts bekannt. ^Katalog der Iahree,Aue>
stellung in der k. k Akademie der bildenden
Künste bei St, Anna, I64ü, S. 2», Nr, 2,^ —
2. Ein anderer Künstler des Namens Schön»
feld ist ein sehr geschickter Xylograph der
Gegenwart, wie dieß sein sauberer Holzschnitt
zu Wilhelm Müllei 'ö Gedicht- „Der Jäger«,
der aus der xylographischen Anstalt Mauch
und Holz hervorging, bezeugt. Die Präger
illustrirte Zeitschrift: „sviitosc'l'« brachte im
Jahrgang 187l, Nr. 44, auch mehrere von
Schönfeld in Holz geschnittene Iagdbilder.
— 3. Ferner besteht eine Grafenfamilie von
Schön feld, von welcher ein Zweig noch
in Oesterreich fortulüht. Es ist eine alte. ur>
sprünglich sächsische lutherische Familie, welche
von Kaiser Joseph I I . mit Diplom vom
6. December 1788 den NeichSgrafeüstand er.
hielt, und zwar in Person Johann Hilmar
Adolph's uon Sch, (geb, 18, Juni 1743, gest,),
der seit 1778 als bevollmächtigter Minister
Sachsens am französischen Hofe. seit 1784
am kais. österreichischen Hofe beglaubigt war.
Au« seiner Ehe mit Ursula Gräfin Fries (geb.
3. Februar 1767. gest. 6. März ilW3) stammt
WrafIohann Heinrich Ludwig (geb, 20, März
1791, gest. i9. August 182«), welcher mit
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schnabel-Schrötter, Volume 31
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Schnabel-Schrötter
- Volume
- 31
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1876
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 402
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon