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Schonmann 168 wnmann
keit beS kunstsinnigen Publicums erreg,
tzn, wurde auch Schönm ann's Name
wiederholt genannt, denn seinem Pinsel
waren die Darstellungen des rechten Sei-
tmschiffes anvertraut worden. Von S.'s
Arbeiten gelangte der verhältnißmäßig
kleinste Theil zur öffentlichen Ansicht und
zur Kenntniß des Publicums. In den
Icihres-Ausstellungen in der k. k. Akade-
mie der bildenden Künste zu St, Anna
ist nur höchst selten das eine oder andere
seiner Werke vorgekommen, so z. B. im
Jahre 1820: „Gin Mullell-Act«. Oelbild;
— „Nie Nche bcr heiligen Familie";— im
Jahre 1822: „M°'Z E°d"; — im Jahre
1828: „Purtrnt des Grakm ». O. n°n
Nicklnburg" ; — „Hectur fordert den Pnris
M, in die Schlacht zu ziehen"; — dann nach
einer ein Vierteli.ahrhundert währenden
Pause im April 1834 die im Auftrage
des Fürsten Aueröperg gemalten Vo>
tivbildel! „Neiknndigung Marien«"', — „Die
HH. Wilhelm nnd Ninnnz", als Namens'
Patrone des Fürsten und der Fürstin von
Auersperg, für einen gothischen Flü>
gelaltar bestimmt; — und im Jahre
4838.' „Butt lrzcheint öem Muses im lirennen-
den ZürnliuLche". Von anderen Arbeiten des
Künstlers sind mir bekannt vor Allem die
in der kais. Belvedere-Gallerie befindliche,
im I . 1833 in Rom gemalte «lmlige Fu-
milie": Maria, in einer Landschaft fitzend,
druckt das ein Kreuz in der Hand hal»
tende und schlummernde Iesukind an die
Brust; im Hintergrunde nähert sich Ia<
seph; das Bild, auf Leinwand gemalt,
oben zugerundet (5 Schuh 3 Zoll hoch,
3 Schuh 6 Zoll breit), ist: ^8 . sokön-
IUHQN, LomÄL t833 bezeichnet; — von
anderen während seines römischen Auf>
entHaltes gemalten Vildern stnd zu nen>
mn: „st. Iüzesiji mit l>em I«lt«klnl>e a!«
Fürultw z» GlMtzen", i840 gemalt und
durste im Quirinal zur Ansicht des Pap- st^s ausgestellt werden; — „Nrr H. Sigiz-
mnnd", im Auftrage eines ungarischen
Caualiers für Mailand gemalt. Sonst
stnd vo.n S.'s Werken noch bekannt: ein
„H. Illllepii", für die St. Antonikirche in
Trieft; — „Frnnz Grak Bnnran", lebens»
groß, im Ornate des goldenen Vließes,
jetzt im Ioanneum zu Grcch, aus des
Künstlers früheren Jahren, und der
Cyklus von Fresken in der Altlerchen»
felder Kirche, und zwar in der Abschluß»
wand des rechten Seitenschiffes.- „Muli";
— „Abrnhüm" i — „NluZeZ" nnd „Anon";
— über dem Seitenemgange zur Rech»
ten: „Die Nernlnug drs M»Zez nm Iirennenden
NnrnlinZche" ; — in der einen Kuppel
des rechten Seitenschiffes: „Muses nur
Ullnig Plmnu, die Frriliiöönng «cincs Nulke«
liegchrend"; — „Christus, dir Versuchung dr«
Glnfll« in der Wnstl uerknudenll"; — „Gleu-
zur wirbt tnr ÄZnak nnd Ncbccra"; — „Ghri-
stn« wirbt um Ilirulislnnmm! liei Znuinriu nm
die Serie einer Ziinherln"; — in der zweiten
Kuppel: „Inrub'Z Oianm nun der Himmelz»
leitrr" i — „Die Gngel Gottes steigen un»l
Himmil itber uen Menschensulnl herab"; —
„Nuiim Nil» Gnu"; — „Ohristnü nnd Uirche".
Der Künstler, so beachtenswerth in seinen
Werken, ist vechältmjimaßig wenig be<
kannt. Seine Glanzzeit fällt in die vor»
märzliche Periode, in die Zwanziger» und
Dreißiger.Iahre, in welcher das obgleich
durch tüchtige Kräfte vertretene Kunst»
leben in Wien noch wenig Aufmerksam»
keit erregte. I n der nachmärzlichen Pe»
riode aber gehörte der in den Jahren
vorgerückte Künstler zu den Alten, und
den verstanden die Jungen nicht, wie
denn auch ihm das Treiben derselben wohl
nicht immer ganz klar werden mochte.
(H ° r m aY r's) Archiv für Geschichte, Sta<
M l , Literatur und Kunst (Wien, 4°.) 1824,
Nr. 142, S. 772, in der „Atelierschau". —
Nagler (G. K. Dr.), Neues allgemeines
Künstler'Lmton (München l833, E, A. Fleisch«
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schnabel-Schrötter, Volume 31
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Schnabel-Schrötter
- Volume
- 31
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1876
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 402
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon