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Sihonnermark 170 Schonnermark
jenseitigen Vorstadt in einer Entfernung
von nur 80 Schritten aufgestellten Fein-
des imierhalb zwei Stunden, binnen
welchen auch die erforderlichen Materia.
lien herbeigeschafft wurden, vollständig
h?r. —Wenige Tage später, am 19. April,
unterstützte der bereits verwundete S.
dm General der Kavallerie Fürsten
Hoh enzollern in der Affaire bei
Thann auf das Wirksamste, sammelte die
nach dem unglücklichen Gefechte zerstreu»
ten Truppen, warf sich durch den Abachei
Wald in die linke Flanke des Feinde«
und kämpfte mit solchem Erfolge, daß
dieser in der Benützung der bisher errun»
genen Vortheile aufgehalten und unser
ganzes Geschütz jeder ferneren Gefahr
entzogen wurde. — Im Feldzuge deS
Jahres 1813 hielt er am Tage vor der
Schlacht bei Hcmau durch sieben Stun»
den, von 8 Uhr Morgens bis 3 Uhr
Nachmittags, mit. einer nur aus einer
Escadron Schwarzenberg/Uhlanen und
einer Jäger > Compagnie bestehenden
Truppe in einem persönlich geleiteten
ununterbrochenen Gefechte Gelnhausen
gegen den gesammlen Vortrapp der
feindlichen Armee besetzt, und am Schlacht»
tage selbst, am 30. October, machte er
gegen den bereits bis zur Neuhofer
Brücke vorgedrungenen, dreifach übe»
legenen Feind mit dem 1. und 2. Szekler
Bataillon einen Flankenangriff und be»
hauptete seine Position, welche für die
Haupt'Communication der Schlachtord-
nung und gegen alle folgenden Angriffe
des Feindes von höchster Wichtigkeit war.
Im Feldzuge des Jahres 1814 leitete S.
persönlich am 1. Februar in der Schlacht
bei Brienne den Sturm auf den vom
Feinde hartnäckig vertheidigten Schlüssel
der Schlachtordnung, auf das Dorf
Chaumenille, und nachdem der Ort ge»
nommen war, die Vertheidigung gegen alle ferneren feindlichen Angriffe. — Am
folgenden Tage rettete er bei Ronay den
Feldmarschall'Lieutenant Anton Grafen
Hardegg nebst der vom Feinde bereiis
unmmgenen Mannschaft durch einen mit
persönlicher Gefahr mit dem 2. Szekler
Bataillon unternommenen Angriff vor
Gefangenschaft. — Noch nahm S. bei
dem Angriffe auf Bar sur Anbe mit zwei
Bataillons kön. bayerischer Truppen die
Aub-Brücke und mit derselben die dem
Feinde einzig gebliebene Communicntion
mit Sturm. Für diese Waffemhaten,
insbesondere für jene bei Nonay, wurde
S. im Ordenscapitel des Jahres 1818
mit dem Ritterkreuze des Maria There»
steN'Ordens geschmückt. Früher hatten
ihn schon für seine, erfolgreichen Dienste
als Chef des Gmeralstabes des 3.Armee-
corps der Kaiser uon Rußland mit dem
Annen-Orden 2, Classe und König Max
von Bayern mit dem MiIitar»Mar Io>
seph'Orden ausgezeichnet. Den Statuten
des Maria Therefien -Ordens gemäß
wurde S. im Jahre 18iö in den öster»
reichischen Freihermstand erhoben. Frei»
Herr von Schonn er mark war (seit
18U7) mit Mar ie Clise Fischer von
See (gest. I83l) vermalt. Neber die
Kinder auö dieser Ehe und den heutigen
Familienstand vergleiche die Quellen.
Freiher instands.Diplom <i<1n. 2S. Sep.
tember i8«3. — Hir tenfe ld (I ,) , D«
Militär'Maria ThcresiM'Orden und seine Mit<
güeder (Wien 188?, Stcmtedructem, ll. 4°.)
S. «282 u l?49 Erscheint daselbst unrichtig
als Schönemarck^.
Zur Vcnenlngie der Frecher«» l»m Schönner»
mark. Die Schönncrmark stnmmcn von
altem sächsischen Adel. Sie kamen 82« mit
Kaiser Heinrich I. i» die Mark Branden»
bürg. Einer Familien-Tradition zufolge M
der Lrste des Etammes in der Mark ein«
der Grenz.herzoae (äux limtti«), welche Kai»
ser Heinrich dort gessen die Wenden ein»
gesetzt, gewesen sein. Laut dem Earolingischen
Landduch, S. 352, wurde die Familie uon
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schnabel-Schrötter, Volume 31
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Schnabel-Schrötter
- Volume
- 31
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1876
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 402
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon