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Schönnermark Schonreiter
Kaiser Kar l IV. als ältester Landadel an>
erkannt. Sie besaßen die Stammgüter Schö»
nermark, Sckwanepuhl, Arendsee, Düchow,
Güstow, <ZZ6 erscheinen sie als wählbare
und später zwei Jahrhunderte hindurch als
erbliche regierende Bürgermeister und Käm<
merer zu Kyritz, Stendal, Ruppin und Wu>
strrhausen; in letzterer Stadt si,ht man noch
in der Kirche das Grabmal eines Kuno uon
Schönnermark. Andere dieses Geschlechtes
bekleideten verschiedene höhere geistliche und
wissenschaftliche Würden, Katharina von
Sch, war !347 Aiorin des adeligen Damen,
siiftes zu Stenüal. Unter den Tapferm,
welche bei Fehrbellin unter dem großen Kur»
surften gefochten und geblieben, brfmdet sich
auch ein Schön nermark. Zu den bereits
anqeführten Besitzungen erwarben sie im Laufe
d«>e !S-, 17. und l8. Jahrhundert« noch die
Lehengüter Hohenalödorf, Mochlitz undUllers.
dorf. Die Besitzer der letzteren, welche die
ältere Linie bilden, schreiben sich zum Unter»
schiede Uon der jüngeren, welche sich Schö-
nermarck (mit einem n und mit c) schreibt,
mit zwei n und ohne c (Tchönnermack).
Durch Heirnthen sind die Sch. mit anderen
altadeligen sächsischen und preußischen Ge-
schlechtern, so mit den Brösicke, Leipzi»
ger, Loch au, Stut terheim u. N. ver-
wandt. Die Familie schien erloschen und
Vtelchio« Johann uon Sch. galt als der
Letzte seimS Geschlecktes, als sich in der Lausitz
eine Familie fand. welche die obeiwähnten
Güter Hohenalsdorf, Mochlih und Ullersdorf
besaß. Die Vesitz°r von UllerSdorf schrieben
sich Schönner mark aus dem Hause Moch>
!itz. Der letzte Besitzer uon Ullersdorf war
der Großvater unseres Maria Therefien-Or>
densritters Kar l Ludwig Constantin Frei«
Herrn von Sch,
Der heutige Familienstand. Freiherr Kar l
Ludwig Constantin von Sch. hinterließ, aus
seiner Ehe mit Marie Clise Fischn von 5ce fol>
«ende vier Kinder: 1) Mar ia Ludovica
Katharina (geb. 1^14), vermalt in zweiter
Ehe mit Johann 5ch«ster Eolen von 5chußy«im,
k, k. Major und Commandanten des 27. Land,
wehr-Bataillons;— 2) Hugo Anton (aeb.
i813), vermalt in erster Ehe (seit 1843) mit
Narie Eaupp uon Nmgljaustu (geb, 1828, gest,
14. Juli 1868), in zweiter (seit 27. April
1870) mit Gisela uon CjchmcWri au« erster
Ehe stammen: Hugo (geb, 1846) und Wi l -
helm (geb. 1848), Ersterer bei der k. k österr.
Staatsbahn, Letzterer bei der k, t, prin eisten Donau«Dampfschiffahrt«. Gesellschaft <mgc>
stellt; aus zweiter Ehe- Anna Aurora Vea>
trir („ed. 28 Mai 1871); — 3) Gduarl»
Karl Mathias. (geb, i817), vermalt (seit
13. October 1821) mit Ernestine Gräfin von
Alttms (geb. 12. Jänner 181?), un!» 4) Her-
mine Iosepha Magdalma (geb, 182«), vei.
mält (seit 1«38> mit Emamick Ritter Uon ßar-
nach, k, t, Major, Witwe seit 9. September
1868.
Wappen. Quadrirter Schild mit Herzschild.
Herzschild. In Roth vier mi! ihren grünen
Stengeln ineinander geschlungene silberne
Gartenlilien, Hauptschild, < und 4: in
Gold ein schwarzer ausgebreiteter Doppel»
adler mit von sich gestreckten Fängen, üb«
sich ein schwebender grüner Lorbeerkranz;
2 und 3: in Blau zwei in Form eines An>
dreaskreuzes gelegte Schwerter, an welchen
eine goldene Freiherrnkrone gesteckt ist. Auf
dem Schilde ruht eine Freihrirnkrone, auf
welchrr sich zwei zueinander gekehrte gekrönte
Turnielhelme erheben. Die Krone des rechten
Helms trägt einen offenen schwarzen Flug,
welchem der grüne Lorbeerkrnnz uon 1 und 4
eingestellt ist; aus jener des linken wächst ein
wilder Mann mit rothgoldener Binde um die
Stirn und die Lenden, welcher eine Keule
auf der rechten Achsel trägt, Helmdecken.
Die des rechten schwarz mit Gold. jene des
linken blau mit Silber unterlegt.
Schönreiter, auch Schönreither,
Georg (Maler, Geburtsoit und Jahr
unbekannt). Zeitgenoß, ein Landschafts-
maler m Wien, der zum ersten Male in
her Iuni-Ausstellung 1863 im österrei,.
chischen Kunstvereine mit einer „ Meuten
MnböchnN" in die Oeffentlichkeit trat.
Ueber Lebens- und Bildungsgang des
offenbar noch jungen KünstlelS liegen
keine Nachrichten vor. In den Kunst»
katalogen wird er als Künstler aus Wien
bezeicknet. Der Landschaft vom Jahre
1868 folgten in der April-Ausstellung
des Jahres 1870 zwei Bilder: „Parthil
an der Men" (60 fi.) und eine landschaft»
liche Concursskizze. Seit dieser Zeit be»
gegnete man seinen Arbeiten öfter in
den Monats Ausstellungen des genann-
ten Vereins und in den großen, im Wie»
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schnabel-Schrötter, Volume 31
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Schnabel-Schrötter
- Volume
- 31
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1876
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 402
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon