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Schöpf) Alois 476 Schöps Alois
Ein österreichischer Unteiofstcier als amen.
lanischer General" - Vreö lauer Ze<>
tung i8«2, Nr. 8!- „Ueber den nordameri.
kanischen General Schöpf".
Schöpf, Alois (Schulmann, geb.
zuOberhofen im tirolischm Oberinn-
thnle 3. März 1796. gest. zuNeumarkt
21. November 1868). Sein« Neigung
zum Lehrfache folgend, erhielt er in dem
damals unter der bayerischen Regierung
zu Innsbruck bestehenden Schullehrer.
Seminar seine Ausbildung und bestand
daselbst im Jahre 18t3 die Lehramts-
prüfung. Die eisten Dienste leistete er in
seiner Heimat Oberhofen, von wo er
nach einem Jahre von dem in Innsbruck
eingesetzten provisorischen k. k. General-
Commissariate als Lehrer auf die Pfarr-
schule in Seefeld versetzt und ihm zugleich
die Verwaltung des dortselbst errichteten
Unteraufschlagamtes übertragen wurde.
46 Jahre wirkte er daselbst in segen>
vollster Weise, ebenso durch seinen reli-
giös-moralischen Charakter, wie durch
seine gründlichen Fachkenntnifse; auS sei»
nem bescheidenen Einkommen brachte er
dem Wohle der ihm anvertrauten Schule
nicht unbedeutende Opfer. So z. B.
miethete er aus eigenen Mitteln in Er»
mangelung eines zweiten Lehrzimmers
ein solches durch drei Jahre und unter»
hielt auf eigene Kosten einen Schulgehil»
fen. Bei der gänzlichen Mittellosigkeit
der Gemeinde versorgte er die armen
Schulkinder mit den nöthigen Büchern
und Schreibmaterialien und bestritt die
Auslagen für die Beheizung des Lehr»
zimmers in der Wiederholungsschule. Da
Schöpf, der mittlerweile auch eine Fa»
milie gegründet, nach Auflassung des von
ihm verwalteten Aufschlagamtes mit dem
Lehrergehlllte allein sein Auskommen in
Geefeld nicht mehr finden konnte, so
erhielt er 4830 die nachgesuchte Ver» setzung als Lehrer und Organist auf die
Decanalpfarre Zams, wo er durch neun
Jahre in Thätigkeit war. Dabei unter«
richtete er nebenbei in Musik und leistete
der Gemeinde auch sonst noch ersprießliche
Dienste. Die Sorge für die weitere Au«,
bildung seiner mittlerweile herangewach.
smen Kinder nöthigte ihn aber, auf einem
besser dotirten Posten die Mittel hiefür
zu suchen, weßhalb er sich um die erledigte
Lehrer» und Organistenstelle in Neumarkt
(Südtirol) bewarb, die ihm auch im
Jahre 1839 verliehen wurde. Schwer
sah ihn die Zamser Gemeinde scheiden,
aber auch er trennte sich hart von seinem
lieben Oberinnthale, und um so schwerer,
als er vielfach ungewohnte Verhältnisse
zu gewärügen hatte. Aber sein unver»
drofseneö, ersprießliches Wirken gewann
ihm auch da die volle Theilnahme der
BeuölkcrunZ, »ud sie empfand tief den
Verlust des Mannes, der über ein Viertel»
jahrhunderi die Köpfe und Herzen ihrer
Kinder gebildet und geläutert hatte. Von
den scbweren Verlusten, die ihn in den
letzten Jahren trafen, so der Tod seiner
Frau, mehrerer Kinder in vorgerückteren
Jahren, fiel ihm am tiefsten auf's Herz
der Tod seines Sohnes Johann Bap>
tist I^s. d. S. 486). der als Priester.
Lehrer und Sprachforscher in der Erinne»
rung seiner Zeitgenossen fortlebt. Für
seine eifrige und ersprießliche LHährige
Zehrthätigkeit ward S. das silberne Ve»
dienstkreuz mit der Krone verliehen und
die feierliche Uebergabe dieser Auözeich»
nung fand am 7. Mai 1868 in der Nach»
bargemeinde Salurn Statt. Diese erhe»
bende Feier, zu der seine ehemaligen
Schüler von allen Seiten herbeigeeilt
waren, sollte zugleich ein Abschiedsfeft
sein. Die Neumarkter Gemeindeuertre»
tung hatte bereits die Anstellung eines
Supplenten angeordnet, um dem wacke»
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schnabel-Schrötter, Volume 31
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Schnabel-Schrötter
- Volume
- 31
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1876
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 402
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon