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Schöpf, August 178 Schöpf. August
im Volksmunde und werden noch heute
in fröhlichen Kreisen gesungen.
Südtirolisches Volköblat i vom 30. De.
«mbrr ^«6ö: „Vater Schupf. Eine biogra»
phische Slizze". — T i ro le r -St immen
(Innsbruck, i«) <863, Nr. 274: .Alois
Schöpf", in der Correspondenz aus Inn«<
brück ääo. 26. November 186S. — (Hof.
f in „ l t , I . Ritter o.) Oesterreichische Ehren,
halle, I I I . 1865 (Wien i8S6, A, Schweiger
u. C°mp., gr. 8°.) S. 63 Zeichnet ihn mit
folgenden Worten: „als wahrer Musterlehrer,
verläßliche Stütze des Seelsorgers, als Er<
neuer« des Schulwesens der ganzen Unine«
gend hochverehrt, durch seine, jedes Volts»
und Familienfest begleitenden Lieder voll tref.
fendei Wahrheit, sprudelnden Humors und
derben Vollewitzes allbeliebt").
Schöpf, Alois. siehe: Schöpf, Bert.
Schoepf, August (Arzt und Humll '
nist. geb. in Ungarn im Jahre 1804.
gest. zu London im Februar 1858).
Nach beendeten medicinischen Studien
und längerer, vorbereitender Kranken»
praiis begab ei sich nach Pefth, wo er
nun seinen bleibenden Aufenthalt nahm
und sich der gelehrten und lehrenden
Richtung seiner Wissenschaft zuwendete.
Im Jahre 1836 wurde er außerordent»
licher Professor der Geschichte der Medi»
cin an der Pesthei Universität. Zunächst
gründete er eine orthopädische Anstalt,
welche aber durch die Ueberschwemrnung
des Jahres 1838 gänzlich zu Grunde
gerichtet wurde. Dieses Ereigniß veran»
laßte die Herausgabe der folgenden
Schrift: „Die «lnstimmenien Ginnttikungen
nni, t,!l RlnnklMm des Körper« nnl, der Serie
Während «nd nuch der VlbnLlhmemmnng «on
Put!," (Leipzig 1839, gr. 8«.). Zunächst
nahm S. nun die Gründung deS Kinder»
spitals vor und scheute keine Mühe. Um
diesen seinen Lieblingöplan zur AuSfüh.
rung zu bringen. Im Jahre 1842 grün.
dete er eine medicinische Zeitschrift, welche
aber wegen Mangels an Theilnahme zu erscheinen aufhören mußte; nichtsdesto.
weniger erneuerte er in zwei Jahren
wieder den Versuch. Zu gleicher Zeit gab
ei Jahrbücher über das von ihm gegrün»
dete Kinderspital heraus, war als Mit»
glied der medicimfchen Facultät und als
correspondirendes Mitglied der kön. unga»
nschen Akademie der Wissenschaften, wozu
er bereits im Jahre 1838 gewählt wo»
den, in unermüdlicher Weise thätig und
regte immer neue Reformen in seinem
Fache an. Dabei wirkte er als v!elbe>
schäftigter, praktischer Arzt, vortrefflicher
Operateur, als welch letzterer er manche
Neuerung nach Pesth verpflanzte. Aus
dieser ausschließlich dem Gemeinwohle
gewidmeten, ihn nahezu aufreibenden
Thätigkeit rissen ihn mit einem Male die
Ereignisse des Jahres 1848, von deren
Wirbel er gleichfalls ergriffen wurde, bis
auch ihn das LooS traf, was Tausende
mit ihm ereilte, die in der Flucht Rettung
vor dem erbitterten siegreichen Gegner
suchten. Auch S. wurde, da ei flüchten
gemußt, heimatlos und sollte es bis an
sein Lebensende bleiben, da es ihm nicht
gegönnt war, die Wendung der Geschicke
seines Vaterlandes zu erleben. Auf seiner
Flucht gelangte er zunächst nach Widdin
und blieb dort, so lange er auf eine
Rückkehr in die Heimat hoffen durfte.
Als auch diese Hoffnung schwand, begab
er sich nach Constantinopel, wo er sich
bald eine einträgliche Praxis in Pera
schuf und ihm auch von Reschid Pascha
ein vortheilhaftes Anerbieten, in eine
öffentliche Anstellung zu treten, gemacht
wurde, welches er aber ausschlug, dn der
uncivilifiite Osten seinem Dränge, sich
fortzubilden, unübersteigbare Schranken
setzte. Er verließ Constantinopel und
reiste über Paris und London, wo er
einige Zeit verweilte, nach Manchester,
wo er sich unter dem Namen Merei im
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schnabel-Schrötter, Volume 31
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Schnabel-Schrötter
- Volume
- 31
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1876
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 402
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon