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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Volume 31
Page - 198 -
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Page - 198 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Volume 31

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Schöpfer 498 Schäpfler auch in der Kunst gestattet ist. Dabei ist die Formengebungvon einer stnlvollen Größe. die Veikürzung von einer Meisterhaftig. feit, die flüchtig mit Nöthel hingezeich- netL Contour weiß uns die Rundung der Gestalt mit einer Sicherheit auszudrücken, daß man die Zeichnungen eines alten Meisters der Cinquecento und nicht die eineS modernen k. k. Majors uor fick zu haben glaubt. Letzterer Umstand, bemerkt rückhaltlos der geistvolle Kunstkritiker der „Allgemeinen Zeitung", verschuldet viel« leicht, daß ein so seltenes Talent nicht zu voller Entfaltung kommen konnte. Denn Wien. wo man die einheimischen Kräfte immer erst gelten läßt, wenn sie im Aus» lande Beachtung gefunden — nun, das isi so ziemlich Brauch in aller deutschen Herren Ländern, aber eben nur in diesen — uermochte Schöpfer mit diesen sei» ienen Productionen niemals die geringste Aufmunterung oder auch nur Aufmerk» samkiit zu erregen, und es erging ihm genau so, wie Führ ich , R a h l , Schwind, Makart und allen den großen Talenten, die man dort erst auf die niederträchtigste Art lange Jahre hindurch ignorirte, verfolgte und uer» höhnte, bis sie in München oder anderswo so entschieden zur Geltung kamen, daß eine längere Mißhandlung nicht mehr möglich war. — Schöpfer, dessen Ta> lent der Plastik jedenfalls noch mehr zuneigt als der, farbigen Darstellung, hat auch sehr geistreiche Reliefs gemacht, die» selben aber — es ist unglaublich, aber wahr — bis jeht nicht einmal geschenkt zur Aufstellung bringen können, Nohner Zeitung !8L3. Nr. 85: „Vateilän- Lische Kunst". — Volks- und Schützen» Zeitung (Innsbruck, 4«.) XXVI. Jahrg. (l87i). Nr. 8«, gleich im listen Artikel. — Allgemeine Zei tung (Augsburg. Cotta, 4°.) ls7l. Beilage Nr. l83, S.3306. in F. P,ttcht)'s Artilel.' „Münchener Kunst". — I l lus tc i r teMi l i tn r°Ze! tung. Von Ril> ter u. Hack (Wien, 4«.) 18L3, Nr. t3, S, lUS, in den „Kunst-Notizen". — Noch ist em Friedrich Schöpfer aus Hartüerg in Steiermark anzuführen, uon dem in den Monats «Ausstellungen des österreichischen Kuostuereinö l86ö, im Mai- „Die Wallpuo giönacht", „Der Zeitstrom", zwei Zeichnuw gen, und im Juni.' „Nesistit", „Die Her, mannsschlcicht" zu sehen waren. Es knüpft sich an diesen Namen wirklich das Eigenartige seiner Bedeutung: das Schöpferische. Auch diese Zeichnungen — eines Dilettanten — verriethen urkräftige Anlagen, ein ungewöhn« liches Talent, eine Größe des Geistes und der Phantasie, die nur dem echten Genius zukommt. Wohl auch ein Genius, der fernab uon den Quellen der Kunst, in einem abge» legenen Winkel der Erde, ein „Pegasus im Joche", verkümmert und an seinem besten Herzdlute, dem Urquell des Genie's, der durch seine Adern rieselt, verblutet. Monats» Verzeichnisse deS österreichischen Kunst« vereins, i8«:>. Mai Nr. !l«, 3?! Juni, Nr «9 u. ?!). — Oesterreichischer Volks« freund (Wiener polit. Blatt) 1883, Nr. N» im Feuilleton. — Wiener Chronik, uur« mals Sunutagö'Adendblatt der Const. üster. reichischen Zeitung, l8U!>, Nr. 26, S. ÄU«! „Mni-Auastelluna,",) Schüpfler, Felix Anton Maler , geb. zu München im Jahre l70l, gest. zu Prag 47W). Ueber seine Jugend und Nildnngsgeschichte liegen keine Nach> richten vor. Er arbeitete längere Zeit bei dem berühmten KosmaS Daniel Assam und später bei Christoph Groth in Stuttgart, darauf half er zu Durlach an den decorativen Arbeiten, welche anläß> lich deS malkgräflichen Beilageis daselbst statthatten. Bald darauf finden wir ihn mit seinem Bruder Thomas in WormS, wo er mit diesem gemeinschaftlich die Haupttreppe des bischöflichen Palastes malte. Nach vollendeter Arbeit gingen die Brüder nach Scklesien, wo sie, nach den unten angegebenen Quellen, viel gearbei- tet haben sollen. Nun trennte sich Felix Anton von seinem Bruder Thomas
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schnabel-Schrötter, Volume 31
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Schnabel-Schrötter
Volume
31
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1876
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
402
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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