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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Volume 31
Page - 218 -
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Page - 218 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Volume 31

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Schob, Wenzel 218 Schelf Wenzel Benesizstück, das Scholz gab, für gleich« bedeutend miteinem schlechten Stücke, nicht selim mit Unsinn galt. Und doch waren seine Benefiz-Vorstellungen immer über- füllt,- gewöhnlich wurden sie —da der Wiener Theater-Mobb dabei immer „eine Hetz" erwartete — be! ausverkauften! Hause gegeben. Scholz selbst aber ge. noß oft nur den geringsten Vortheil dcwon, daCarl, seine bedrängte Lage benutzend, ihm die Benefizen immer um einen Spott» preis abkaufte. Mehrerer so lucrativer, von Carl mit Scholz abgeschlossener Benefizverkäufe gedenkt Scholz in sei» nen Aufzeichnungen. Scholz suchte schon durch die Titel dieser Benefizstücke die Aufmerksamkeit der Theaterbesucher zu fesseln. So hieh in Erinnerung an seinen eigentlichen Grfolg als Klappert in der „Schwarzen Frau" fein erstes Bene» fizstück (am 3t. Jänner 1828) „Der schwarze Mann". Die nächstfolgen» den: „Felix Mauserl« (28. Jänner4832) und der „Kampf des Glückes mit dem Neide, oder der Liebe Zaubermacht", waren beide blühender Unsinn. — Das nächste Benefiz (29. April 4884): „Die Putzdockm, oder Alles nach dem Iour» nal", Bearbeitung einer älteren: „Die Putzsucht« betitelten Posse, ist deßhalb bemerkenswerth, weil darin drei sei> ner Tochter in Nebenrollen auftraten. Als in Folge des Mißgeschickes seiner Benefizstücke sich kein Autor mehr finden ließ, wurde Scholz selbst zum Bühnen- dichter und sein am 16. Mai 1839 gege- benes Vmesizstück: „Drei Jahre, oder der Wucherer und sein Erbe" ist von ihm selbst verfaßt und siel — wieder durch. I n der Folge versuchte er eg auf anderem Wege und am 13. Jänner 1849 kündigte der Theaterzettel zu seinem Benefize eine humoristische Vorlesung an, betitelt: «Die Einnahme von Leopoldstadt und die Ginnahme in der Leopoldstadt". Wer ihm dieselbe verfaßt, ist nicht bekannt, der Erfolg war der gleiche. — Scholz war zweimal verheirathet, in der zweiten Ehe sehr glücklich, aber sonst hatte er in seinem Familienleben schweres Leid erfahren. Seine erste Frau Antonie, geborne Rupp, mit der er seit 18il verheirathet war, verlor er nach 33jähri> ger Ehe, am 24. August 1844, während er auf einem Gastspiele fern von ihr war, und einen Monat später folgte ihr der bereits 34jährige Sohn Eduard, der Maler und zugleich Schauspieler war und in Neisse starb. Zwei Jahre später erlitt er nicht minder schmerzlichmVerlust, als sein jüngerer Sohn Anton, welcher Cadet in einem ?. k. Infanterie>Negi. mente war, sich am 26. August 1846 in Dornbach nächst Wien selbst das Leben nahm. Dieser Todesfall hatte den damals 60jährigen Scholz tief erschüttert, und unfähig, sofort aufzutreten, erhielt er einen Urlaub, den er in Gratz verlebte. Im Jahre 1880 verheirathete sichScholz am 23. September zum zweiten Male Mit Fräulein Therese Mi l ler und vier Jahr« später bezeichnete er diesen Tag in seinem sorgfältig geführten Tagebuche mit folgenden Worten: „Mit meiner Frau Glück und Segen in mein Haus gekommen. Geschrieben im Jahre 1884". AuS dieser zweiten Ehe sind keine Kinder vorhanden, wohl aber über» lebten ihn aus der eisten Ehe zwei Töchter, beide MajorSgattinen, Jose- phine Leeb und Karol ine Edk von Frank, und hinterließ er ferner, als er starb, einen Adoptivsohn, Eugen S c h o l z , noch in Knabeiyahren. Die Witwe hatte sich einige Zeit nach Scholz's Tode mit dem Kapellmeister K r o t t e n t H a l e r verheirathet. Die, Leichenfeier, welche am T'. October statt»
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schnabel-Schrötter, Volume 31
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Schnabel-Schrötter
Volume
31
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1876
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
402
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
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