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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Volume 31
Page - 235 -
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Page - 235 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Volume 31

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Schor 238 Schar Bmen begab sich Schor nach Prag, um dort für die ??. Karmeliter-Bar» füßer ein heiliges Grab auszuführen und den Entwurf zu einem Hochaltar zu machen. I n Prag lichtete sich durch die mannigfaltigen Arbeiten, welche S. da« selbst vollendet und deren weiter unten Erwähnung geschieht, bald die Aufmerk» samkeit auf den jungen tüchtigen Künstler, und im Jahre 1726 wurde ihm von den kön. böhmischen Ständen, ohne daß er darum gebeten hatte, die Professur aus dem Ingenieucfache verliehen. So lange noch sein Vorgänger am Leben war, bezog er nur die Hälfte des Gehaltes, der ihm nach dem vier Jahre später erfolgten Tode desselben ganz zufiel. Außerdem arbeitete Z. als Wasserbau» Architekt in der Commission, welche die Stände Böhmens zur Räumung des Moldauflusses aufgestellt hatten. Nact' dem diese Arbeit vollendet war, eröffnete S. 1734 seine ordentlichen Vorlesungen über sämmtliche mathematische Discipli« nm mit Ausschluß der Astronomie. Die Erfolge seiner Vorträge waren glänzend' mehrere seiner Zöglinge wurden nach der ersten öffentlich und feierlich vorgenom» menen Prüfung, da sie dieselbe mit Aus< zeichnung bestanden hatten, von der Generalität sofort in kaiserliche Kriegs- dienste mit Ofsiciersrang aufgenommen. Als nach dem Tode Kaiser Karl 'S VI. die Kriegswirren ausbrachen, erhielt S. Befehl, die Arbeiten seiner zum Schan» zenbaue befehligten Zöglinge zu über» wachen, und überhaupt Alles auszufüh- ren, was ihm bei der Eile, mit der Alles zu geschehen hatte, zur Gegenwehr dien- lich erscheinen mochte. Als dann Prag in die Hände der Franzofen fiel, feDte S. seine Vortrage in der Stille fort, sobald aber die kaiserliche Armee vor Prag gerückt war, ergriff er mit seinen wenigen Schülern, die ihm in den bedrängmß. vollen Zeiten geblieben, heimlich die Flucht m'S Zager des Generalissimus, des Herzogs von Lothr ingen, wo er der Armee bei der Belagerung gute Dienste leistete. Die ihm in Anerkennung derselben von dem Großherzoge angebe tene Majorstelle lehnte S. ab. da er in dankbarer Würdigung des Verhaltens der böhmischen Stä„de gegen ihn nicht ihren Dienst verlassen wollte. Hingegen traten alle fünf Schüler, die S. auf seiner Flucht aus Prag begleitet hatten, in das kaiserliche Ingenieurcorps. Bei dem zweiten Preußeneinfalle im Jahre 1744 wurde S. neuerdings zur Beauf- sichtigung der Schanzmarbeite» in Prag beordert, bald aber beauftragt, für die aus Sachsen heranrückenden Hilfstrup- pen in Ermangelung der Pontons über die Elbe eine Brücke zu schlagen. I n drei Tagen, mit Beseitigung nicht geringer Hindernisse, vollendete S. die Brücke, so daß die ganze sächsische Armee mit Roß, Mann, Wagen und Geschützen den reißen» den Strom passiren konnte. Die Stände Böhmens belohnten S. durcb eine an» sehnliche Vermehrung seines Iahrgehalts. So gewaii'.r S. die Theilnahme und das Wohlwollen der Hocksien Ofsiciere und Generale der kaiserlichen Armee; Feld» zeugmeister Graf von Harsch sBd.VII, S. 387^ ließ sich von ihm Vorträge über Fortification halten und zog ihn in allm wichtigeren, solche Projecte betreffenden Angelegenheiten zu Nathe. Joseph Wenzel Fürst Liechtenstein s^d. XV, S. 136) lud S. im Jahre l749 zu den großen Experimenten ein, welche mit der Unterwässenmg bei Tein stattfanden. Den Antrag, mit dem Range eines Artillerie» Majors in der Emanuelisch'Savoyischen Ritterakademie, als Professor einzutreten, lehnte S. auch dieses Mal ab, entwarf
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schnabel-Schrötter, Volume 31
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Schnabel-Schrötter
Volume
31
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1876
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
402
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
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