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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Volume 31
Page - 246 -
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Page - 246 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Volume 31

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Schott 246 Schott brasilianischer Reift im Alter von 60 Iahuen starb. Wie Vehse berich. tet, war der alte Schott als Schön» brunner Hofgärtner „eine in allen bedeutenden Häusern höchst recherchirte Person, er trug das Ritterkreuz des Leo» pold-Ordens (?) und besorgte die Intro. duction bei den geheimen Audienzen, welche Kaiser Franz im Sommer in dm Schönbrunner Gartensälen zu erthei» len pflegte". — Sein Sohn Heinrich Wi lhelm kam als Knabe uon sieben Jahren mit seinem Vater »ach Wien. Unter der unmittelbaren Leitung seines weniger ficengen als harten Vaters und unter den Augen der beiden Ja cqu in, die den regen, empfänglichen Jungen gern um sich sahen, wuchs S. mitten unter Pflanzen auf und widmete im frühen Alter seine freien Stunden der Pflege und Zucht der Gewächse, die ihn in seltener Mannigfaltigkeit umgaben. Körperliche und geistige Anstrengung hatten den jungen Mann auf's Siechbett geworfen, und dieser, bereits aufgegeben, wünschte uor seinem Ende den berühmten Alexander von Humboldt zu sehen, der, von seinen Reisen zurückgekehrt, sich eden bei den beiden Ja cqu in aufhielt. Humboldt willfahrte gcrn den Bitten deö gefährlich darniederliegenden Jung. lings. Der Besuch des gefeierten Gelehr- ten aber hatte Wunder gethan, der junge Schott, dem die Begegnung mit H um. boldt einen unauslöschlichen Eindruck hinterlassen hatte, fühlte sich förmlich erfrischt, gekräftigt, schöpfte neue Hoff. nung und erholte sich auch thatsächlich von seiner Krankheit. Nach beendeten Gymnasialclassen faßte S. den Entschluß, sich fortan dem Studium der Garten» kunft und Botanik zu widmen, hörte noch mehrere, in diese Richtung einschlägige naturwissenschaftliche Collegien und trat im Jahr? 1309 als einfacher Garte«, gehilfe in die Dienste seines Vaters, in welchen er durch fünf Jahre, bis 1813, im Universitätsgarten beschäftigt verblieb. I n stetem Verkehre mit den damals in Wien lebenden Botanikern und Floristen, und zwar außer den ihm aus seiner Kna> benzeit wohlwollend zugewandten beiden Freiherren von Jacquin mii Host. Portenschlag. Tra t t in ik . Witt- mann, bildete sich der Jüngling in sei- nem Wissenszweige so tüchtig heran, daß er im Jahre 1813 — damals 19 Jahre alt — die Stelle deS Assistenten am Universitätsgarten erhielt. Zwei Jahre später wurde er über Joseph v. Iac> q u in's Verwendung Hofgärtner im Hof» garten der I?1ar«. ÄULtrikou. im oberen Belvedere. Schon damals griff er die Sache von wissenschaftlichem Gesichts« puncte an und bearbeitete die Gattung Liisns in einer Monographie, welche er aber nicht vollendet und in der Folge auch nicht wiederaufgenommen hatte. Als ein paar Jahre später anläßlich der Vermälung der Erzherzogin Leopol» dine mit Don Pedro, Kronprinzen uon Portugal, nachmaligen Kaiser von Brasilien, über Anregung des Grafen Kaspar von Sternberg die wissen« schaftliche Gxpeditionöreise zur natur» historischen Erforschung Brasiliens ge. plant worden, wurde dem Wissenschaft' lichen Corps, das die Expedition beglei» ten sollte und auö Dr. Johann Mikan IM. XVIII, S. 263), Johann Natte. rer ^Bd. XX, S. 96) und Emanuel Pohl ^Bd. XXIII, S. 28). ferner dm beiden Künstlern Nuchberger und Thomas Gnder sBd. IV, S. 41) ve< stand, auch der junge Schott zugetheilt. Am 9. April 1817 verließ S. auf der Fregatte „Augusta" uon Trieft aus die Heimat. Tin heftiger Sturm hatte schon
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schnabel-Schrötter, Volume 31
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Schnabel-Schrötter
Volume
31
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1876
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
402
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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