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standigen, und innerhalb 40 Jahren
hatte er eS zu einer nahezu vollständigen
Sammlung gebracht, deren Bedeutend»
heit erst aus folgenden Zahlen klarwerden
dürfte. S. hatte nämlich 108 Genera
und 1138 Species dieser Art untersucht
und wissenschaftlich bearbeitet, und sie in
1282 gemalten, 2000 gezeichneten, zu
sammm 3282 Abbildungen in Folio
blättern dargestellt und daran eine Summe
von über 16.000 fl. gewendet. Die w!s°
senschaftliche Ausbeute dieser Studien
sind nachstehende Werke: „ ^
?a8ü. I—VI (Vinäokonae 1883-^1887
^Olmütz, Holzes, gr.Fol.. 27S.. 60 lith.
Tafeln) (Preis 44 Rthlr. 18 Ngr,):
Schott's Nekrologe bemerken, daß ob
Mangel an Theilnahme nur zwei Ziefe>
rungen des Werkes erschienen seien;
Kayser's Bücher > Lexikon hingegen
(Bd. XIV, S. 342) gibt ausdrücklich
die sechs Lieferungen mit obiger Tafel»
VaZq. I—X (Vinäab. 188s,Fol., 8 Bl,
93 Bl.. u. 98 lith. Tafeln, Titel mit
Widmung: „Ilumboläio «aoruui" (Preis
37 Rthlr. 8 Ngr.), auf Schott's eigene
Kosten, welche er nie hereingebracht hat;
— „Alllierti Nltrlffenl>l5", 2 Hefte (Wien
1884 und 1888. 8«.); — ,,
l'nl'«". I (Vinäad. 1886,
« (idiä. 1860, 8°.); der Kay>
ser'sche Bücher»Katalog führt nun an
besagter Stelle noch ein Werk: ^loones
^laiäsaruin«, 3 Hefte (idiä. 1887,
gr.Fol., 30 lith.Taf.) (schwarz 38 Rthlr.
16 Ngr., color. 80 Rthl. 13 Ngr.) auf;
ob das ein für sich bestehendes Werk fei
oder der Bestandtheil des einen der
bereits erwähnten, nur mit einem abwei»
chenden Schmutztitel, kann ich nicht be- stimmen, Neber den Werth der voige»
nannten Arbeiten urtheilt aber ein Fach.
mann (Fen zl): „Mag man von welch
immer für einem, iy der Systematik ein»
genommenen Starchpumte aus in die
Beurtheilung des Werthes der von ihm
aufgestellten Gattungen und Arten ein»
gehen und noch so sehr hierin von den
den Verfasser dabei, leitenden Anschauun»
gen abweichen, so^ wird doch Niemand
den Werth der einzelnen Erhebungen,
die Treue und Gewissenhaftigkeit, mit der
sie von ihm gepflogen wurden, und den
eminenten Scharfsinn, mit der er sie zur
Charakteristik der einzelnen Arten ver»
werthete, in Abrede stellen können. Wer
immer in der Folge sich mit dieser Ord-
nung beschäftigen will, wird aus dieser
Quelle zuerst schöpfen und zu ihr seine
Zuftucht nehmen müssen". Aber bel S.'S
Vorliebe für die Psianzenfamilie der
„Aroideen" blieben ihm doch nicht andere
Ordnungen und Gattungen gleichgiltig,
wie dieß seine zahlreichen, in den ersten
Jahrgängen der Schriften der k. k. zoo-
logisch.botanischen. Gesellschaft und in
den meisten des österreichischen butani»
schen Wochenblattes veröffentlichten Auf.
sätze, Beschreibungen, und zwar über
seine selbstständig, erschienenen Abhand»
lungen über krimula und ihre Hybriden,
und endlich die in Gemeinschaft mit
Nyman und Kotschy 1864 heraus-
gegebenen „^.nkieota Katanioa" bezeu-
gen. Aus allen diesen Arbeiten blickt die.
selbe Tendenz, scharf zu individualisiren
und Unterschiede zur Charakteristik nahe
verwandter Formen zu verwenden, her»
vor, die andere, als zu unbedeutend, gar
nicht oder nur nebenher zn beachten
pflegten.,. „Daß in vielen Fällen", be-
merkt die Fachkcitik, „das im Unterschei.
den geschärfte Auge des Gärtners, die
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schnabel-Schrötter, Volume 31
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Schnabel-Schrötter
- Volume
- 31
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1876
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 402
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon