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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Volume 31
Page - 257 -
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Page - 257 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Volume 31

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Schramm 287 Schramm — 2. Johann Schra mek (Komponist, geb in Böhmen im Jahre l813, gest. zu Moskau im October i874), S. war ein Schüler des Prag er Conseroatoriums. Ueber seine Lebens schicksale liegen keine näheren Nachrichten vor, Er bekleidete zuletzt die Stelle eine« Capell meistere am kaiserlichen Theater zu Moskau Er hat mehrere Opern, Concerte und Liede, componirt und galt für einen guten Dirigen ten. sMeue freie Presse (Wiener polit Blatt), 4. November i8?4, Nr. 366t, in de, „Kleinen Chronik",^ Schramm, Johann Heinrich (M a le r, geb. zu Teschen in Oesterreichisch.Schle« sim im Jahre 1809, gest. zu Wien 7. März 4868). S. war aus Schlesien nacr> Wien gekommen, um sich daselbst im Fache der Architectur auszubilden, zu welchem Zwecke er zunächst das polytech Nische Institut besuchte. Bei der Nnferti gung der Plan» und Aufrißzeichnungen verrieth er aber durch kunstlos ange brachte Figuren und Staffagen ein so schöpferisches Talmt für Malerei, daß ihm seine eigenen Lehrer riethen, »sein bisheriges Studium mit jenem der Ma« lerei zu vertauschen. Nun wandte er sich an die Akademie der bildenden Wüste, wo er einige Zeit die ordentliche Zeichen, schule besuchte, um dort nach der Antike und dem lebenden Modelle zn studiren. Aber. nur kurze Zeit blieb er in derselben, ein Zufall führte ihn zur Blumenmalerei und er fing nun an, nach Anleitung eines geschickten Meisters Blumen zu po» träüren, und hier offenbar war eS, wo er sich eine so sichere Kenntniß der Farben» effecte und zugleich jenen unendlichen Fleiß der Ausführung aneignete, wodurch eben seine Arbeiten charakterisier sind. Vom Blumenmaler! ging ec zum Portrö» tiren über und ist in Letzterem ganz und gar Autodidakt. Durch Selbstanschauung und das Studium großer Meister im Bildnißmalen vermied er jede fremde Manier und bildete sich so zu sagen seine eigene, wenn man daS Chllrakteristische in seinen Bildern, die sie eben als feine Werke erkennen lassen, Manier nennen darf. I n der Behandlung der Aquarell» färbe hatte eS S. nach und nach zu sol- cher Meisterschaft gebracht, daß Aquarell, bildnisse seiner Hand geradezu den Effect kleiner Oelgemälde machten und scharf betrachtet werden mußten, um als das erkannt zu weiden, was sie eigentlich waren. Nachdem er einige Jahre in Wien seine Kunst ausgeübt und einige seiner Bildnisse auch in den Iahres-Äusstellun« gen bei St. Anna zu sehen waren, dar« unter im Jahre 1834 die Miniatur, bildnisse des Opernsängers Joseph Pöck und der k. k. Hof.Opernsängerin Sophie Löwe. begab er sich im Jahre 1837 nach Prag, wo seine Aquarellbil. der alsbald sehr gesucht waren, und spä- ter ging er nach Dresden, wo er sich gleicherweise großer Beliebtheit erfreute. Ms Th o rw a losen 1841 seinen Triumphzug durch Deutschland hielt, be« fand Schräm m sich m seiner Beglei? tung. Im Frühjahre 1842 erfolgte seine Ernennung zum Professor an der Kunst« schule zu Weimar und zum Hofmaler daselbst, bald darauf aber brachten die Journale die Nachricht von seinem Tode, die, wie es schien, aus dem von Wiest redigirten Blatte das „Rheinland" aus- gegangen war und trotz directen Wider- rufes der Augsburger Allgemeinen sich längere Zeit erhalten hat. 23 Jahre später sollte der Tod den Künstler dahinraf. fen, der nach Wien sterben gekommen war, denn, nachdem er in den ersten Monaten deS Jahres 1868 nach Wien übersiedelt war, starb er daselbst bald darauf im Alter von 86 Jahren. S. war ein namentlich in den höchsten Krei» en sehr gesuchler Künstler; so hatte er bald nach seiner Abieise von Prag nach v,Wurzbach,bi°»r tzeriton. XXXI. sMdr, 2S.Dec. 1373.) 17
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schnabel-Schrötter, Volume 31
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Schnabel-Schrötter
Volume
31
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1876
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
402
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
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