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Schranil 260 SchranHofer
Harrllch, Mnradas, Octamo Piccolomini,
Montecuculi, Aldringen, Gustau Adolph,
Bernhard von Weimar, Christine von Schwe«
den, Arel Otenstiema, Wrangel, Baner,
Christian IV. von Dänemark, Torstensohn,
Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm, Franz Albrecht,
Herzon von Lauenburg, Oberst Löbel. Das
interessante und mit Sorgfalt ausgeführte
Unternehmen scheint in's Stocken gerathen
zu sein, denn nach dem letzten Doppelhefte
ist kein weiteres erschienen, Schram's letzte
mir bekannt gewordene Arbeit ist das Werk:
„Der Kampf um den Namen. Historisches
Sittenbild aus jüngst vergangener Zeit"
(Wien 1870, Leo, 8«.) I n den letzten Jahren
soll er bei einer uon den Banken, die später
mit dem Krach ihr Dasein eingebüßt, ange.
stellt gewesen sein. Er lebte l8?3 noch in
Wien und d«s Adressenschema de« gen, Jahres
führt ihn als Journalist auf. — »- Ma th .
Schramm. Ob et Mathias oder M at<
thau« HM, ist nicht «sichtlich, da ihn
Patuzzi . der Einzige, der ihn in seiner
„Geschichte Oesterreich«" (Wien, Wenediki,
schm. 4°.) Bd. I I , S. 332, in der Namenlistc
der Bildhauer aufführt, mit dem abgekürzten
Taufnamen Math. schreibt. Nr ist seine«
Zeichen« cin Bildhauer, der nach Patuzzi
in Wien im Iah« t8U< geboren und am
23. Juli N36 gestorben ist. Hier waltet ent.
weder im Geburts» oder Todesdatum ein
Fehler nor, denn entweder ist Schramm
im Jahre t80l geboren und könnt« dann
nur im Jahre 1836 gestorben sein, oder sein
Geburtsjahr ist 17U< und dann wäre das
obige Datum: der 23. Juli l?Za, richtig.
Nachrichten über daS Leben und die Werte
dieses Künstlers fand ich nirgends. —
4. Schräm, ein böhmischer Künstler, dessen
Taufname nicht bekannt ist und der in der
zweiten Hälfte des l8. Jahrhunderts bel dem
Saatzrr Maler Czey cz lernte. Cr hat sich
als geschickter Copist einen guten Namen
gemacht. ^DlabacZ (Gottfried Johann).
Allgemeines historisches Künstler>Lerik°n für
Böhmen u, s. w, (Prag 18l» Gottl.Haase, 4°.)
Nd. I I I , Sp. S?,)
Echranil, W. (Maler, geb. zu
Prag im Jahre482t). Von mittellosen
Eltern, erhielt aber eine gute Erziehung
und zeigte von frühester Jugend große
Vorliebe für die Kunst. Seine beschränk'
im Mittel erlaubten ihm nicht,
sich dem Studium derselben ausschließlich zuzu.
wenden, und indem er auf seinen Unter,
halt bedacht fein mußte, wobei er oft
nur die nothwendigsten Bedürfnisse zu
befriedigen im Stande war, widmete er
nur die wenigen Erholungsstunden, die
ihm blieben, seiner Lieblingsneigung, der
Kunst. So eignete er sich, fast reiner
Autodidakt, eine große technische Fertig,
kett an, welche seiner regen, schöpferischen
Phantasie sehr zu Statten kam. Tr wid-
niete sich dem Historienfache, wozu ihm,
wie die von uns benutzte Quelle berich»
tet, „seine umfassenden Kenntnisse der
Zeiten. Sitten und Nationen einen reichen
Fond" boten. I m Jahre 4842 begann er
Porträts zu malen, denen er „außer einer
sprechenden Aehnlichkeit auch wahres
Seelenleben einzuhauchen" verstand. Ze
doch ist dc>g historische und das Genre,
fach, besonders ersteres, seine Stärke, ob-
gleich er sich auch im LandschaftSmalen
mit Glück versuchte. DaS ist Alleg, was
aus einem überschwenglichen, jedoch
nichts Thatsächliches enthaltenden Be>
richte der „Sonntagsblätter" zu gewin»
nen war. Bestimmte Angabe einiger der
von ihm gemalten Bilder oder Bildnisse
wäre besser gewesen, als dieß „gesckwol»
lene Gerede". — Im Jahre 1888 stellte
in der Prager Kunstausstellung ein Nur-
bert Schrani l ein Pastell.Portrat aus.
Ueber beide Künstler, sowohl obigen W.<
als diesen Norber tSchrani l , schwei»
gen ferner alle Quellen.
Frankl (Ludwig Äug, Dr.), Sonntagsblätter
(Wien, 8»,) I. Jahrg. (l«42), Beilage Nr. t,
S. 283: „Künstlerporträte. I I . W. Schranil".
Schrankhofer. Unter diesem Namen
erscheint irrig der gelehrte Eistercienser«
mönch Roger Schranzh ofer, siehe
den folgenden Artikel.
Schranzhofer, nach Anderen Schrank-
hofer, Roger (gelehrter CIstelcienfer»
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schnabel-Schrötter, Volume 31
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Schnabel-Schrötter
- Volume
- 31
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1876
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 402
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon