Web-Books
in the Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Lexika
Wurzbach-Lexikon
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Volume 31
Page - 262 -
  • User
  • Version
    • full version
    • text only version
  • Language
    • Deutsch - German
    • English

Page - 262 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Volume 31

Image of the Page - 262 -

Image of the Page - 262 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Volume 31

Text of the Page - 262 -

Schratt 262 Schratt — Eines Joseph Anton Schranzhofer gedenkt das „Tiroliscke Künstler« Lenton" (T, 22<). Derselbe stcimmt aus Innichen, einer im Landgerichtöbezirke Sillian im Tiroler Pusterlhaie gelegenen, durch ihre histo. tischen Erinnerungen besonders denkwürdigen Ortfckaft. Unsere Quelle nennt ihn einen „vortrefflichen Bildhauer", Er lebte und arbeitete im l8. Jahrhunderte und soll um das Jahr i??0 gestorben sein. Leider liegen über die Arbeiten diese« Künstlers keine nähe- ren Nachrichten vor, sTschischka (Franz), Kunst und Alterthum in dem österreichischen Kaiserstllllte (Wien 1836. Fr. Beck, gr. 8°.) S. 398.) Schratt, Johann Christoph (Arz t , geb. zu Con stanz am Bodmsee am 24. August 1773. Todesjahr unbekannt). Er kam im Alter von 20 Jahren, im Jahre 4793, nach Wien, wo er an der Universität die chirurgischen Vorlesungen hörte. Sein Schwiegervater, der Buch» Händler Johann Georg Binz, gewährte ihm die Mittel, ein wundärztliches Be> fugniß in Baden nächst Wien anzukaufen. Dort entfaltete nun S. seit 1803 eine segensvolle, vomehmlich den Armen der Stadt und Umgegend gewidmete Thätig» keit. Unentgeltlich leistete er denselben feine ärztliche Hilfe und der Ruf seiner Uneigennühigkeit und seiner Wohlthaten verbreitete sich bald in allen Kreisen, so daß Kaiser Franz den edlen Menschen, freund in Würdigung seiner um die le!» dende Menschheit erworbenen Verdienste mit der goldenen Cioil'Ehrenmedaillü schmückte. Besonders segensreich wirkte S., als in den Jahren 1810 und 1813 Baden und die Umgebung von einem epidemischen Typhus heimgesucht wurden, von dem er selbst befallen ward und dabei sein Gehör verlor. Nach einer viel- jahrigen Erfahrung und Beobachtung der Badener Heilquellen veröffentlichte er die Schrift: „Versuch mm t>« HMMe diz Nndenrr Nadel, in reich . . . " (Wien 1821). Wann er gestorben, ist unbekannt. — Sein Sohn Johann Schratt sen. widmete sich dem Buchhandelsgeschllftc und eignete sich in dem Antiquariate seines Großvaters Binz ganz tüchtige Kenntnisse an. Der alte Binz hatte in der Periode der Iosephinischen Klosteraufhebung für sein Antiquariat ein reiches und mitunter, kostbares Material erworben, womic er damals als Monopolist einige Jahr« zehnde lang ergiebigen Handel trieb. Dabei war er — in Freibucg gebildet — ein vielseitig unterrichteter, kenninißreicher Mann. Graf fer in seinen „ Kleinen WiencrMemoiren"(Wien184i>. Beck, 8«.) Bd. I I , S. 19 u. f., zeichnet eine ganz treffliche Silhouette dieses Sonderlings, einer in Wien im Aussterben begriffenen, wenn nicht schon ausgestorbenen Menschen« species, dieses Mannes, der arm lebte, um reich zu sterben. Sein Enkel Johann Schratt übernahm, wie bemerkt, in der, Folge das Antiquariat und Schratt galt als einer der tüchtigsten und am besten unterrichteten Wiener Antiquare. — Vor etwa zehn Jahren stellte ein Johann Schr at tMn. im österreichischen Kunstverein, in der Iuni>AuSstellung 1864, eine Federzeichnung: „Me Uch- schnitte" darstellend, aus, welche mit täu» schender Treue wiedergegeben waren. Diese Geschicklichkeit könnte, wenn III ' hann Schratt Mn. ein Sohn des Io> hann Schratt so», ist und Geschäfts« Nachfolger seines Vaters wurde oder schon ist. im Handel mit alten seltenm Büchern gefährlich werden. Oesterreich ischc N a t i o n a l e n cyklopä. die von Gräffer und Lzikann (Wien 1838, 8«) Bd. IV, S. «88. — Theater' Zei tung, herausg. uon Adolph Vüuerle (Wien, gr. 4»,) <84l, S. 892. in der Rubrik: „Wiener Tngblatt". — O esterceichischer Zuschauer, herausg. von I . G, Cb«re>
back to the  book Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Volume 31"
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schnabel-Schrötter, Volume 31
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Schnabel-Schrötter
Volume
31
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1876
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
402
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
Web-Books
Library
Privacy
Imprint
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich