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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Volume 31
Page - 263 -
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Page - 263 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Volume 31

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Schratt 263 Schrattenbllch berg (Wien, »".) Jahrg. l838, Vd, I I I , S. i032, im „Rückblick in die Vergangen, heit". Schratt, Katharina (Schauspiele» r in , geb. zu Baden nächst Wien um das Jahr 4884). Zweifelsohne — we> nigstens nach dem Geburtsorte Baden zu schließen — ist Kathar ina ein Sproß aus der Familie des wegen seiner Humanität einst viel gerühmten und be> liebten Badener Arztes Johann Chry. sostomus Schratt, dessen Lebens« skizze vorstehend mitgetheilt wurde. Ihre Ausbildung erhielt sie in einer Pension in Coln am Rhein in fast klösterlicher Weise und gewiß nicht in der Absicht, um sie dereinst auf den Brettern, welche die Welt bedeuten, zu verwerthen. Daheim zurückgekehrt, mochte sie ob ihrer Neigung zur Bühne manche Kämpfe zu bestehen gehabt haben, da ihr Biograph sie „als eine jener wenigen Künstlernaturen be> zeichnet, bei welchen das angestammte Talent, aller Hindernisse ungeachtet, frü> her oder später zum Durchbruche gelangt". Nun machte sie ihren dramatischen Cur» sus unter der Leitung des in Laube's Stadttheater > Direction vielgenannten VortragsmeisterS St inkosch, unter dem das talentvolle Mädchen sich durch überraschende Fortschritte auszeichnete, die den Meister selbst bestimmten, seine Schülerin persönlich zu ihrem ersten Auftreten auf der Bühne zu geleiten und ihre ersten DebutS zu insceniren. Einige Zeit spielte Kath arina in Wien in der K! rschner'schen Theater-Akademie, von dort kam sie sofort nach Berlin, wo sie am dortigen Hoftheater als jugendliche Naive die glänzendsten Erfolge erzielte. Der Director des Wiener Hofburg-Thea» ters, Dingelstedt, knüpfte nun mit der bald viel und vortheilhaft genann» ten Schauspielerin Unterhandlungen an, welche jedoch zu keinem Ergebnisse führ. ten. Glücklicher waren die Bemühungen Laube's als damaligen Directors des Wiener Stadt-TheaterS, der das Frau- lein von Berlin aus für feine Bühne gewann. Katharina debutirte auf dem Wiener Stadttheater in Heinrich von Kleist's „Käthchen von Heilbronn" in der Titelrolle mit außerordentlichem Erfolge. Sie hatte aber auch das Un> glück, bei dem Sturze über die Brück« sich den Fuß zu verstauchen. «Aber es hatte das", wie damals ein Witzblatt fein bemerkte, „nicht viel auf sich, den« Katharina Schratt hat daS kleinste Füßchen der Welt, so daß eine ordentliche Verstauchung gar keinen Platz hat." Später trat sie in den „Geschwistern' von Goethe auf, und auch darin, wie in allen anderen Stücken, in welchen sie bisher spielte, entfaltete sie ihr reiches und wohlgeschultes Talent. Im Sommer 1872 gaftirte sie mit einer anderen Wie< nerin,- Fräulein Renom, im Badeorte Ems, wo Kaiser Wilhelm den Vor» stellungen: „Sie hat ihr Her; entdeckt', „Erziehungs-Resultate" und „Jugend, liebe", in denen sie auftrat, beige, wohnt hat. Neue i l luf t r i r te Zeitung. Oesterreichisches Familienblatt. Redigirt u°n Johannes Nord. mann (Wien. kl. Fol.) Nl. 2». 22. Juni t8?3. — Vorträte, l) Im „Floh". Gezeichnet von Lafosse, 3U. Mai l873, Nr. l3; — 2) in Nordmann'e „Neuer illustrirten Z«i> tung" l873, Nr. 26, gez, von A. Sch., in Holz geschn. von Hu 6 zkai — 2) im „Kaktui" (Wiener Cancaturenblatt), herauSg. v°n Kraßniag. 1874, Nr. ?, mit der Ueber» schrist: „Räthselhllsteg" Im vorgenannten drei Nilbnissen, unter denen jenes von Lafosfe wohlgetroffen ist, ist doch keine Aehnlichteit untereinander wahrzunehmen^. Schrllttenbllch, Ludwig I . (Maler, geb. zu Wien im Jahre I82l, gest. ebenda 21. November 1848). Sein Vater
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schnabel-Schrötter, Volume 31
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Schnabel-Schrötter
Volume
31
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1876
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
402
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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