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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Volume 31
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Page - 269 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Volume 31

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Schrattenbach 269 Schrattenbach St. Emaug in Prag wurde, Hübn er in seinen Stammtafeln (Vd. I I I , Taf. 874) führt !hn als Bischof von Laibach (Nouem, ber 1727) auf; das ist eine Verwechslung mi! seinem jünger?« Bruder S ig is mund Felir ls, d. Nr, ^ , — 2, Johann Nalthasar sgeb, 25. August »547, gest, 2. April iSl8). S°hn Johann Friedrich'S Uon Ech. und der Dorothea S iby l l a Freiin von Egg; lebte in Steiermark, diente am Hofe des Erz» Herzogs Kar l I I . , Herzogs von Steiermark, wurde zu verschiedenen wichtigen Staatsge« schöften verwendet und im Jahre lä89 Oberst. Hofmeister des Erzherzogs Ferd inand, nachmaligen Kaisers Ferd i nand II . , welche Slelle er durch 26 Jahre bekleidete und im Jahre 4615 niederlegte. — 3. Qtto Wolf- gang Graf Sch. (geb. 2». Jänner t739. gest.), ein Sohn de« Grafen Franz Anton aus dessen The mit Mar ia Josepha Gräfin Wrbna. Graf Otto Wolfgang war k, k, Kämmerer, zuletzt Rath und Beisitzer bei dem l. k, LandeSgubernium zu Vrünn in Mähren. Als ihm im Jahre i?7t das Protectorat des Lehramtes der politischen Wissenschaften zu Gratz in Steiermark übertragen wurde, erschien die von dem Grafen beim Antritte dieser Stelle gehaltene Rede im Drucke (l7?1. 4»). Uebcrdieß übersetzte er in'6 Deutsche Mur> montel'S „Staats, und Sittenuntenicht" und gab diese Schrift nebst einer Abhandlung über die wesentlichen Pflichten eines landes« fürstlichen Dieners (Wien 1787, 8«,) im Drucke heraus. — 4. Sigismund Christoph Graf uon Sch. s^s. d. besoüd, Biographie S. üUt^, — 3. Sigismund Felix (geb. l«, Jänner iS74, gest. 1742), «in Sohn Johann Val . thasar's aus dessen Ehe mit AnnaClisa» beth Gräsin Wagensberg. Widmete sich glnch seinen Bmdern Wol f^ang Hanni» bal , nachmaligem Cardinal Erzbischof uon Olmütz s.s. d, S. 27^. und Ernst, zuletzt Abt zu St. Emaus in der Präger Neustadt 15 d. Nr. 1^, dem geistlichen Stande, wurde Domherr zu Salzburg und nach W i lhelm's von Lesl ie, Bischofs von Laibach, im Jahre 172? erfolgten Ableben zu dessen Nachfolger im Visthume ernannt, welches er durch uier< zehn Jahre, bis zu seinem Tode iin I , 1742, verwaltete. AufNischof Eig ismund Fel ir soll auch eine Denkmünze geprägt worden sein. — 6. Vincenz Joseph, Fürstbifchof h'. d, bes. Aiügr. nächste Spalts. — 7. Wolf- gang Hnnnibal, Cardinal'Erzbischiof von Olmütz ls. d. bes. Biogrnphie 2 . 27«^. — ». Ein Schraltenb ach endlich ist es, der. zu Luther's Zeiten lebend, am Sonntage die Messe geschwänzt und auf der Jagd sich erlustigte, dafür aber nämlich wegen Jagen« am Sonntage mit schwerer Geldbuße bestraft wurde. Aus der Haut des an jenem Sonn» tage erlegten Hirschen ließ er sich nun Nein. kleider machen und mit diesen, durch das dafür bezahlte Strafgeld sehr kostspieligen Unaussprechlichen erschien er zur Verwunüe, rung der Gäste und zum Entsetzen deS Hof. aesindes bei einem Hoffefte, 3IIs ihm einer der Hoflrute diese Tracht verweisen wollte, brüstete sich der Gmf, dah ei die theuerste Hose beim Feste trage und erzählte: mit welch hober Summe in die herzogliche Easse er für das Ingen am Sonntage im eigenen Forste geahndet worden, Dieser Stoff ist in den „Wiener Spaziergängen" von Anastasius Grün im Gedichte i „Die ledernen Hosen" köstlich behandelt. Wie denfclbm Stoff ein Pseudonym Namens 8t i ' r lk«u» in der „Gartenlaube für Oesterreich", I I . Jahrg., Nr. 23, unler dem Titel: „Vec Graf non Schrattenbach" wieder und gar so behandeln konnte, ist nicht recht begreiflich. Kannte stz'i'iaeu,« die „Ledernen Hosen" in den „Svaziergnngen" nicht? Ober wollte er es gar besser machen? III. Wappen. Quadrilter Schild mit Herzschild. Herzschild- in Schwarz ein schrägelechter Bach oder wellenweise gezogener Bullen, im linken Oberwinkel ein Stern, tm rechten Un< terwinkel ein aus dem Boden hervorkommen, der, oben abgehauener kurzer Nchenstamm oder Stock eines EichcnbaumeS, an jeder Seite einmal stark geastet und an der nchten Seite über dem verhauenen Aste ein. dünner Zweig mit einem Blatte (das eigentliche Stnmmwappen), Hauptschild. l und 4: in Roth ein Panzerhandschuh der linken Hand-, 2 und li- in Silber eine linke unbe« legte rothe Vierung (ehemaliges Wappen der, Hnien van der Dörr) . Schratteubllch, Vincünz Joseph Graf (Bischof von Brümi, geb. i8. Juni 1744. gest. zu Brunn 28. Mai 1816). Ein Sohn des Grafen Franz Anton aus dessen Ehe mit M aria Joseph a Gräfin Wrbna. Nachdem er im-Hause eine sorgfältige Erziehung erhalten hatte, kam er, um sich für, seinen Beruf, den
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schnabel-Schrötter, Volume 31
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Schnabel-Schrötter
Volume
31
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1876
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
402
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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