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Schreiber 276 Schreiber
läge (Wien 1864. gr. 8«.) herauöge»
geben.
P ° g 8 endor ff(IC,). Wographisch'litemrische«
Handwörterbuch zur Geschichte der exaclen
Wissenschaften (Zeipzig l8»9, I , Ambr. Varth.
gr, 8«,) Bd, I I , Sp, 84l.
Schreiber, Charles de. Unter diesem
irrigen Namen erscheint in der von L. G.
Michaud in Paris 18l6 u. f, heraus-
gegebenen: „LioFi-axKiL äes
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I». 338, und in der von A. V. Arnciult,
A. Iay . G. I ouy , Noiv ins u. A.
in Paris in der IHrki
1820 u. f. herausgegebenen: „Vi
-toiue XIX, i>- 76, der gelehrte Natur-
forscher und Director des Wiener Hof»
Naiuralien'CabinetS, Kc> rl Franz An»
ton Ritter von Schreibers ssiehe die»
fen S. 283 dies. Bds.).
Schreiber, Joseph (Arzt und G r ü n-
der des Auffee'r Sanatoriums, geb. zu
Böhmisch'Leip a, Geburtsjahr unbe^
kannt). Zeitgenoß. Ist der Sohn eineS
Schullehrers. Der Vater, der die juridi-
schen Studien zurückgelegt, war durch
unglückliche Familienverhällnisse in sei-
nem Vermögen herabgekommen nnd
wurde zuletzt Schulmeister in Böhmisch.
Leipa. Der Sohn widmete sich dem
Studium der Medicin und erlangte in
Wien im Jahre 4860 die medicinische
Doctorwürde. Dann begab er sich nach
London, um daselbst die ärztliche Praxis
auszuüben. Aber bald wurde er zurück»
berufen, um einen Kranken nach Italien,
dem südlichen Frankreich und der Schweiz
zu begleiten. Auf dieser Reise, welche
zwei Jahre, dauerte, fand S.. Gelegen-
heit, die verschiedenen klimatischen Cur> orte der genannten Länder kennen zu
lernen, ihren Einfluß auf den Kranken
zu beobachten, und zunächst veröffentlichte
er im Jahrgange 1862 der Fachzeitschrift:
„Medicinische Preffe" Berichte über das
Klima Venedigs und Nizza's. Nach be>
endeter Reise nahm er seinen bleibenden
Aufenthalt in Wien, wo er als praktischer
Arzt thätig war, in dieser Zeit aber mit
dem Gedanken der Gründung eines Sa»
natoriums in den österreichischen Alpen,
der ihn schon wahrend der oberwähntm
Reise beschäftigt hatte, sich trug, bis er
denselben im Jahre 1869 auch verwirk»
lichte. S. wählte zur Ausführung seines
Vorhabens den windfreien Theil von
Anssee, wo er neben frischer Alpenluft
auch die Soole als Heilmittel zur Ner-
fügung hatie und überdieß frisches Quell»
wasser zu hydropathischen Zwcckm ve»
wendet werden konnte. S. hatte bei sei»
nem Unternehmen manche Hindernisse zu
bekämpfen, auch mit den Widersachern
desselben, meist Leuten, die sich in ihrem
bisher uneingeschränkt ausgeübten Mo»
nopol beeinträchtigt hielten. manchen
Strauß zu bestehen! aber trotzdem brach
sich die Sache Nahn lind das junge In»
stitut wußte sich in kürzester Zeit durch
feine wunderbare Lage, zweckmäßige Ein»
richtung und Mannigfaltigkeit der Ver»
wendung derart zur Geltung zu brin>
gen, daß bald wegen Andrang von
Kurgästen eine Erweiterung der Räume
stattfinden mußte. Dabei gewann der
Arzt täglich mehr das Vertrauen seiner
Curgäste, die ihm dadurch einen Beweis
ihrer Erkenntlichkeit zu geben suchten, daß
sie eine am Alt-Aussee'r See gelegene
Felsparthie, welche eine herrliche Aussicht
auf den Dachstein gewählt, ankauften
und ihrem Arzte zum Geschenke machten.
DaS anfangs kaum gekannte schlichte
Eoolbad erhob sich so bald zu einem
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schnabel-Schrötter, Volume 31
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Schnabel-Schrötter
- Volume
- 31
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1876
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 402
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon