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Schrnuogel 297 Schreiuogtl.
schm System gestorben". Schreivogel
ist 64 Jahre alt geworden. DaS Leichen»
begängniß war ärmlich. Die deutschen
Liteiatutgeschichten kennen gar nicht oder
kaum S ch r e i v o g e l 's (W e st
's) Namen.
Nur Goedeke in seinem „Grundriß zur
Geschichte der deutschen Dichtung" weiß
von ihm Etwas zu melden und modisicirt
daö von einem Nekcologisten dem ande»
ren nachgelallte Urtheil, „daß er auf
Gr i l lparzer einen ungünstigen Ein«
fluß geübt", auf die begrenztere Phrase:
„er hatte auf Gri l lparzer 's „Ahn>
frau" ungünstigen Einfluß", welche aber
offen gesprochen nickt ganz verständlich ist.
Ad end-Zeitung. Von Theodor Hel l (DreS<
den. schm. 4«) 1832, Nr. 20». — Allgemei.
nes Theater» Lexikon u. s. w. Herausg.
vonN. Nlum, K.Herloßsohn, H,Marg>
graff u.A. (Altenburg und Leipzig o.I,< 8»,)
Neue Ausgabe, Bd. V I , S. 293. — Con»
cordla »Kalender für das Jahr 1869. Hu«
ausgegeben vom Journalisten« und Schrift»
steller-Verein Concordia, Zweiter Jahrgang
(Wien, Carl Frommann, 8«,) S. 229: „Ein
Dramaturg von ehemals". — Conver»
sntions'Lexikon, herausgegeben von F.
A. Brockhaus (Leipzig, Vrockhaus, gr. 8°.)
Neue Folge, 1826. — Debatte (Wiener
poüt, Blatt) 1868, Nr. 294. in, Feuilleton:
„Schreyuogel". — Fran kl (Ludwig Aug.),
Sonntagsblntter (Wien 8«.) VI . Jahrgang
(184?), S. 134: „Briefe an Schrewugel in
Wien uon Kotzebue, Müllner, Houwald". —
Der Freimüthige, oder Berliner Conver»
sationsblatt (4°.) XXVI. Jahrgang (l83U).
Nc. i«3: „Die Gebrüder Nest". — Gräffer
(Franz), Kleine Wiener Memoiren (Wien
1843, Heck, 8°.) Theil I I , S. 82- „Schrei,
uogel"; S. l28: „Ein Souper". — Keh>
rein (Joseph), Niographisch^literaiisches Leii>
ton der katholischen deutschen Dichter, Volks'
und Jugendschriftsteller im 19. Jahrhundert
(Zürch, Stuttgart und Würzburg 18?o. Leo
Wörl, gr. 8».) Bd. I I , S. i28. — Komet.
Redig, vonHerloßs°hn (Leipzig. 4°) 1832,
Nr. 126. — Meyer (I.), Das große Con>
uersations-Leiiton für die gebildeten Stände
(Hildbuighllufen, Vibliogr. Institut, gr. 8»)
Zweite Abtheilung, Bd. V I I , S. l333. —
Monatschi i f i für Theater und Musik (von Fürst Czarlorygti) (Wien, i».) l8S7,
S. 112: „Ueber Schreiuogel". — Neue
freie Presse (Wiener polit. Vlall) l»69,
Nr. 1?«S, im Feuilleton: „Aus Alt' und Neu.
wi'en", von Blluernfeld. — Neuer Ne<
kcol o g der Deutschen (Weimar, B. F. VMt.
kl, ««.) X. Jahrg. (l«Z2). I I . Theil, S. Z?Z.
Nr. 239. — Oesterreichische Nat ional.
Encyklopädie von Gräffer und- Cz!»
kann (Wien 1838, 8») Nd. IV, S. »95 ftach
dieser gest. 1822. nach anderen Quellen eist
1832). — Oesterreichische Zeitschrift
für Geschichts- und Staatekunde. Heraus«,
uon Johann Paul Kalten back (Wien, i»,)
Jahrg. 1833- Artikel v°n Zedlitz; Jahr«,
183?, S. 324. — Presse (Wiener polit.
Blatt) 1«6t. Nr. 272, im Feuilleton u°n
Emil Kuh: ,,?nub« und du« Burgtheater";
1866, Nr. 43, im Feuilleton s.au«Anlchütz'
„Memoiren"^.— Realis. Euriositäten-und
Memorabilien-Leiikon von Wien. Herausg.
von Anton Köhler (Wien <84S, gr. ««.)
Vd. I I , S. 322. — Seyfried (Ferdinand
Ritter uon), Rückschau in das Theaterleben
Wiens seit den letzten fünfzig Jahren (Wien
1864. 8°.) S, 288: „Gin provyelischei Vüh<
nenleiter". — Das Vaterland (Wiener
polit. Parteiblatt) 1864. Nr. 3, im Feuille-
ton: „Aus Ghezy's Memoiren" seine treffende
Silhouette des allen Dramaturgen^,
Schreivogel'« ErMtnkmal. Schreiuogel
liegt auf dem Stadtgottesacker bei Währing
begraben. DaZ daselbst befindliche Denkmal
enthält folgende, von Gri l lparzer verfaßte
Inschrift: Hier liegt > Thomas West > und j
Karl August West I und Josef Lchreiuogel j
Drei Namen, bezeichnend nur Einen Mann s
aber einen völligen. > Stand Jemand Lesfing
nähr, so war er's. j Neben ihm j ruht fein
Tochtermann, Josef Beckers, !, Dieselbe Krank»
heit legte sie binnen zwei Tagcn > in dasselbe
Grab, j Den Einen betrauert Deutschland j
Beide wuren sie gekannt. < Gestorben den
28. Juli 1838. Am Sockel liest man noch
folgende Worte: Renooirt 18« aus Achtung
für die Verdienste des trefflichen Dramturaen
von den seiner Zeit noch angehöngen Mit»
gliedern des k. k. Hofburg.Theaters.
SchrcivoM'« llljaraktelistik. Durch und
durch ein Charakter, wie ihn auch Gri l l»
parzer in der auf ihn geschriebenen Grab»
schrift „Einen Mann, aber einen völligen"
nennt, ist eine Charakteristik S.'s, dessen An>
denken noch heute lebendig ist, ebenso wichtig
zur Ergänzung seiner sonst einfachen Lebens.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schnabel-Schrötter, Volume 31
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Schnabel-Schrötter
- Volume
- 31
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1876
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 402
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon