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300 Schrenck
Josephs Mois Joseph» und au« der drit<
ten Ehe mit Warm geb. Freiin von Haugwitz
und Niskupitz ein Sohn, Freiherr Anton.
Der jüngste Sohn aus erster Che, A lo is
Joseph, widmete sich dem geistlichen Stande
und war zuletzt Erzbischof von Prag lsiebe
die Biographie S, 298); — Joseph (geb.
am 28. December 179?) ist l, k. Kämmerer
Und war Kreispräsident zu Budweis; aus
seiner (10. April 188« geschlossenen) Ehe mit
Rosa geb. T°2w»l (geb. 23. September 1817)
sind keine Kinder vorhanden. Freih. Joseph
ist der gegcnwärliae Lhef des Hauses. —
Sein Bruder Ignaz (geb, 2. August 1800)
ist k, k. Kämmerei und war zuletzt Hofsecre»
tör bei der bestandenen allgemeinen Hofkam»
mer. Seit 8, Mai 1833 mit Ioftpyine Gräfin
Lljeucnyusser'Frankenüurg (geb. 3, April 180«),
Sterntreuz-Ordensdame, vermalt, stammen
aus dieser Ehe.- Franz Seraph (geb. 17. Fe>
bruar 183H), k. k, Kämmerer und Hauptmann
a. D.. uermält (feit lg November t87l») mit
Nana geb. Gräfin Forgäcs von Horgius (geb.
1. December 1842), Sternkreuz<Oroensdame;
Bohanna Nepomucena (geb, 1- März 1840),
Sternkreuz-Ordensdame. vermalt (seit 1. Juli
1862) mit Hei« de siino, Freiherrn uon Fr!»'
Kentljal, t. k. Kämmerer und Landeö>Präsiden>
ten im Herzogthume Bukowina; Ernst (geb.
3. März 1848), Qsficier in der k k. Armee, —
Der Sohn aus des Fieiherrn Franz ob-
erwähnter dritter Ehe.- Freiherr Anton (neb,
2». Juli 1806), k. k. Oberlieutenant a, D,,
ist vermalt O'eit 16. Mai !838) mit Cljerese
gebornen Hillsch und hat fünf Kinder: Anton
(geb. 12. Mai 183»), Joseph Franz (geb,
31. December 1842), Maria, (geh. 28. Iän>
»er 1830), I da (geb. 4. December l832)
und Alois (aeb. 1838), Außer dieser öster>
inchlfchen Linie blühen noch eine baye»
rische, aus welcher mehrere berühmte
Vlantsmänner entstammm, u. a. der Frei»
heir Kar l , gegenwärtig tön, bayer. Staats»
rath im außerordentlichen Dienst, vormals
Gesandter in Wien; und eine norddeutsche,
deren Sproßen in Oldenburg und PreuHen
leben. Ueber die bayerische und die nord>
deutsche gibt das „Gothaische genealogische
Taschenbuch der fceiherrlichen Häuser" (Gotha,
Pertbrs. 32°,) Iahig. 18VL, S. «19 u. f.,
näheren Aufschluß.
II. Vemliken«wertl<c Sproßen der Frt!hel«n
schitnck auf Notzwg, 1. Jacob Schrenck
auf Notzing (gest. 1Ü12), war kaiserlicher
und des Erzherzogs Ferdinand uon Oester» reich I M . V I , S. 193. Nr. 86) m Innsbruck
Rath und Geheimschreiber, Der Erzherzog
hatte das bekannte große „Krieas-Hr!den<
Buch", welches die Waffen der berühmtesten
Kriegshelden seiner und der nächstveiflossenen
Zeit in getreuen Abbildungen im Kupferstiche
enthält, ein Werk, einzia in seiner Art, auf
seine Kosten anfangen lassen, war aber vor
Vollendung desselben gestorben (1335). Sein
Rath Jacob Schrenck hat dasselbe fort.
gesetzt und vollendet. lIöcher'ö Gelehrten»
Lmkvn, Vd. IV, Sp. 3iü.) — 2 Kar l
Schrenck auf Notzing (Benedictiner.Abt
zu Salzburg, geb, 2l. November 1L38, gest.
zu Mondsee 3U. Juli 1704), Ein Sohn deS
Commandanten der Festung Rothenberg,
Georg Kar l Schrenck auf Notzing.
Kar l trat im Alter uon 2« Jahren, am
8. April 1<>?9, in das Venedictinerkloster St.
Pelcr zu Salzburg, in welchem er am 1. Mai
1<58t> die Ordenögelüode ablegte und am
13. September 1082 die Weihen empfing. Im
Jahre 1L88 wurde er Uniuersitnts,Professor
und lehrte bis 1NU3 die Pholosophie, dann,
nachdem er die theologische Doctonvürde er>
langt hatte, von 1694 bis <7l»2 Coütrovers-,
und Dogmatik, Am 2». Juni 17N2 erwählten
ihn seine Mitbrüder zu ihrem Abte, welche
Würde er aber nur einen Monat über zwei
Jahre bekleidete, da er schon Ende Juli 17U4,
erst 43 Jahre a!t, im Kloster Mondsee starb,
wo er Stärkung für snne geschwächte Ge»
sundheit gesucht hatte. Im Drucke sind uon
ihm folgende Schriften erschienen: «Hii»s-
M»ni" (8»U8l»M'8i 1NU0, 8».); — „Vroxi'lo
— „liaotlttuu äo Duo uno" (i!M. l6L7>
«ocl., 4«.); — „vs Doo t«nu" (lbiä. so<l.»
4«.); — „L'i'actlUu» cla vlM» «t x««<:»tis"
(Iblü. 17UU, 4«.); — „v« aatidu» Uuiuaul«"
(iruä. ooH., 4".); — ^I)n ^ekt!», M»UÜLK-
Uons üt niürita" (ibiÄ. 17U1); — ,vo 1e-
Libuz" (idiä, 17U2); — ^N« üäs, «pe et
ekai-itkto" lMH. <zoä.); — ^1'rÄllt^us äi>
M « Lt Mütitia" (ibiü. 1702, 4°.); — „liieo.
Uonnin, tdeoloßlüüiu,!«," (idiä. 1697); --
,0«uturi2 üeounäa . . .« ftbiü. 1702). Abt,
Kar l hatte, bald nachdem c-r die Prälaten»
würde erlangt, einen Hof für sein Stift irl>
Hallein zu bauen angefangen, wurde aber in.
der Vollendung diese« Baue« durch seinm
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schnabel-Schrötter, Volume 31
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Schnabel-Schrötter
- Volume
- 31
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1876
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 402
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon