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Schrobt 307 Schrobt
die des Architekten und von seinen Arbei-
ten in dieser Richtung sind anzuführen:
das Gasthaus „zum braunen Hirschen"
im Prater, der hölzerne Parksalon des
Heun Wi lda an der Wien, sechg ZinS>
hauser auf der Wiedm und in Mariahilf
u. dgl. m. Dabei pflegt S. neben seinem
Hauptberuft eifrig die Musik, wirkte über
<7 Jahre unentgeltlich als Stellvertreter
in der Capelle des BurgtheaterS mit und
bei seinen wöchentlichen musikalischen
Abenden, bei denen er selbst in vollende»
ter Weise das Cello spielt, sieht er nicht
selten auserlesene Künstler bei sich.
Neue freie Presse (Wiener polit, Vlaty
1872, Nr. 2664, 24, Jänner, unter den „Pei'
sonal-Notizen".
Schrobt, Joseph Franz Lothar
(RechtSgelehrter, geb. zu Würz-
buig 30. Juni 4727, gest. zu Prag
23. December 4777). Dns Andenken
dieses berühmten NechtSaelehrten aus
den Tagen der Kaiserin Mar ia The»
resia bewahren uns mit wenigen Wor»
ten Adauct Voigt und Faustin
Piochaska. Im „Liovnik nauön^"
suchen wir diesen Namen vergebens.
Schi odt bekennt sich eben nicht zu den
Anhängern des böhmischen Staatörechts,
ivelcheS die Herausgeber des „Lioviu'k"
vertreten. Schrobt, welcher an der
Würzburger Hochschule die Rechtswifsen»
schuften beendet hatte, erlangte an der>
selben die juridische Doctorwürde und
wurde an die Präger Hochschule berufen,
wo er k. k. Rath, k. k. Lnndesgrenz-Com»
missionSbeisttzer und o< ö. Lehrer deS
allgemeinen Staats- und Lehenrechts cm
der dortigen Hochschule war. Die Zeit
seiner Thätigkeit fällt in die Jahre 4782
bis etwa 1772, gerade, als wiederholt
die Reformen deS Studienwesens an der
Präger Hochschule in Wirksamkeit traten.
Zuerst, nämlich im Jahre 1747, in wel> chem durch königliche Verordnung Ver»
besserung der Studien an der philosophi»
schen, juridischen und medicinischen Facul>
tät mit Uebergehung der Vorschriften
des Ordens der Jesuiten eingeführt wur«
den, welche bish« gegen Reformation«.
Vorschläge jeder Art ihre Ordensstatuten
vorzuschützen pflegten und dadurch jeden
Fortschritt in den Studien, wie die Zeit
ihn erheischte, lahmten. Zum andern
Male im Jahre 1782, in welchem neue
Versuche der Jesuiten, die Herrschaft im
Studienwesen zu behalten, durch eine
Entschließung der Kaiserin vom 4. No»
vcmber vereitelt wurden, da die Kaiserin
den hochwüidigen Herren ??. hinsichtlich
der Berufung auf ihre Privilegien aus»
drücklich bedeutete: „daß es der unum»
schränkten landesfürstlichen Macht in
allen Fällen freistehe, dasjenige zu ver>
anstalten. was das allgemeine Beste er»
heischt, welches uon der Verbesserung der
Studien nicht wenig abhänge". Auch die
juridische Facultät erfreute sich der be»
sonderen Fürsorge der großen Kaiserin.
Prochaska schreibt:
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Schrodt's in keinem Vücherkataloge,
20"
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schnabel-Schrötter, Volume 31
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Schnabel-Schrötter
- Volume
- 31
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1876
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 402
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon